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vrei – virtual reality lounge

Vergangenen Samstag war es soweit. In der Lindengasse 53 - in der Nähe der Zieglergasse - hat Wiens (und wahrscheinlich auch Europas) erstes Café/Bar eröffnet, wo die neuesten Geräte im Bereich der Virtual Reality ausprobiert werden können.

Das Konzept

vrei-raumDie Gründer Florian Sam und Timon Liebau wollen Virtual Reality für Jedermann zugänglich machen. Da die Geräte mehrere Hundert Euro kosten, sollte die Anschaffung gut überlegt werden. Hier hat man die Möglichkeit diese kostenlos auszuprobieren. Bei der Eröffnung konnten wir feststellen, dass dieses Angebot von Jung und Alt gerne angenommen wurde. Auch kleinere Entwicklerstudios profitieren davon, da sie ihre Spiele gleich einem Publikum zeigen können.

Zusätzlich gibt es im Keller einen eigenen Raum, der für Veranstaltungen gemietet werden kann. So können zum Beispiel Vorträge gehalten werden und die Leute der Branche können sich untereinander vernetzen und austauschen. Damit die Firma bei diesem Angebot trotzdem ein wenig Gewinn macht, können Getränke konsumiert werden. Die Preise sind nicht überteuert und es befinden sich auch einige Bier-Spezialitäten auf der Karte. Auf ihrer Website.

Bevor man in die Virtuelle Welt eintauchen kann, muss man sich mit Namen und E-Mail-Adresse auf einem Tablet registrieren. Danach bekommt man einen Stempel auf die Hand gedrückt, der sich schwer abwaschen ließ. Erst dann können die Geräte ausprobiert werden. Bei jenen, die nicht mit einem Kabel an den Computer gebunden sind, ist ein Ausweis als Kaution zu hinterlegen.

Die Geräte

Da einige VR-Brillen erst 2016 auf den Markt kommen werden, stehen noch nicht so viele zur Auswahl.

Oculus Rift

Die von Facebook gekaufte Brille ist gleich fünf Mal vertreten. Dementsprechend gibt es auch mehr Spiele auszuprobieren. Es dürfte sich um das Development Kit 2, da das Bild nicht mehr so pixelig war.

vrei-kartsVR Karts ist ein Fun-Racer von den englischen Viewpoint Games und ist nur mit Okulus Rift kompatibel. Die Grafik spricht vor allem Kinder an. Durch fiese Items können aber alle ihre Schadenfreude auslassen. Zur Steuerung wird trotzdem noch ein Controller benötigt und auch ein wenig Übung. Durch das überraschend langsame Tempo, muss man seine Konzentration auf den optimalen Streckenführung richten.

Die Wiener Marketingfirma VRisch ist mit einem eigenen Projekt dabei. Hier kann eine Welt aus einem Heißluftballon begutachtet werden. Mit einer Maus in der Hand können Bälle geschossen werden, wo an den getroffenen Stellen Bäume wachsen.

Surge wurde vom Niederländer Arjan van Meerten gemacht und kann zu Hause auch kostenlos ausprobiert werden. Dabei handelt es sich um ein interaktives Musikvideo. Man befindet sich in einer anderen Welt, wo es nur brauen Blöcke gibt. Wenn die Musik beginnt, beginnen auch die Blöcke sich zu bewegen und nehmen die Form von Beinen an.

Über MCVienna, wo die Stadt Wien in Minecraft nachgebaut wird und nun erkundet werden kann, haben wir schon im Rahmen der Game City berichtet.

Mit Deep Echo vom Deutschen Raffaele Picca kann mit Okulus Rift Unterwasser erkundet werden.

Samsung Gear VR

vrei-gearWeiters gibt es drei Samsung Gear VR, welches als Display ein Samsung Galaxy S6 verwenden. Ausgewählt müssen sie mit einem Touchpad auf der Seite der Brille werden. Wegen des Handys ist das Gesichtsfeld sehr eingeschränkt und unscharf. Beim Ausprobieren konnte man zwischen Spielen und Videos (Jurassic World, Disney-Filmen und Cirque du Soleil) wählen.

Playseat

vrei-motionseatWem eine Brille nicht genug ist, der kann sich auf den Playseat setzen. Dieses Rennsimulator Cockpit besteht aus einem Sitz, der unterschiedlich stark wackelt, je nachdem über welchem Untergrund man fährt; einem Lenkrad, hinter dem rechts und links je eine Taste zum Schalten hat; Kupplungs-, Brems- und Gaspedal; sowie auch einen Schaltknüppel.

Auf dem Playseat kann Assetto Corso gespielt werden. Verantwortlich dafür sind die italienischen Entwickler Kunos Simulazioni. Das Rennspiel ist bereits auf Steam erschienen und wird nächstes Jahr für die Playstation 4 und die Xbox One veröffentlicht. Das Gefühl dass die Spielfigur dieselben Bewegungen macht wie man selber am Lenkrad, ist unbezahlbar. Dazu kommt noch, dass man sich dank der Brille wie in einem richtigen Auto fühlt und auf den Beifahrerseitz oder aus dem Fenster schauen kann.

Cardboard

Und dann gibt es noch zahlreiche Cardboards, ein Gebilde aus Karton, das mit einem Handy ebenfalls als VR-Brille verwendet werden kann. Handy muss selbst mitgebracht werden, es kann aber jedes Modell verwendet werden, vorausgesetzt es besitzt einen Gyroskop-Sensor. Dann können verschiedene Apps damit ausprobiert werden.

Tobii Eyetracking

Im Action-Adventure Son of Nor kommt Tobii Eyetracking zum Einsatz. Damit können Gegenstände dorthin geworfen werden, wo man hinsieht. Weitere Informationen zum Spiel der österreichischen Stillalive Studios können in unserem Preview nachgelesen werden.

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