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VEmpire – The Kings of Darkness

VEmpire ist ein Deck-Building-Game, was bedeutet, dass man sich sein Deck erst im Laufe des Spieles erkaufen muss. Somit wird das oft nötige Glück bei Kartenspielen bedeutungslos und der Gewinn mehr von einer guten Strategie abhängig.

Übersicht

Anmerkung

Da ich nicht möchte, dass dieser Text wie eine Anleitung klingt, die niemand lesen will, werde ich das Gameplay nur sehr oberflächlich beschreiben und einige Aspekte des Spiel genauer. Dies soll einen Einblick in die strategische Tiefe geben ohne langweilig zu werden und auch einige Probleme aufzeigen.

Gamplay

Kaufen

VEmpire-The-Kings-of-Darkness-Karten

Karten die gekauft werden können. Die beiden rechts kann nur der Gegner kaufen.

Wichtig zu wissen ist, dass in diesem Spiel Karten verwendet werden können um andere zu kaufen. Dazu haben die Karten einen Wert in Gulden. Wenn ich also eine Karte haben möchte, die 10 Gulden kostet, kann ich dafür zwei Karten ausgeben, die je 5 Gulden hergeben. Diese Karten werden dann nicht verloren, sondern werden wieder in das Deck gemischt und können später wieder gezogen werden.

Interessant ist hier, dass man auch sieht welche Karten der Gegner erwirbt und besonders am Anfang gut abschätzen kann, was er in der Hand hat.

Ein Spieler kann jedoch nicht jede Karte kaufen. Angriffs- und Verteidigungskarten können nur vom passenden Spieler gekauft werden. Mehr zu den Karten wird im nächsten Abschnitt erklärt.

Am Ende eines Zuges verfallen nicht verwendete Gulden.

Karten

VEmpire-The-Kings-of-Darkness-Karte

Mit dieser Karte kann die Lebensenergie um 3 Punkte gesteigert werden.

Angriffskarten: Mit diesen Karten kann der Gegner angegriffen werden. Nach einem Angriff werden sie zurück ins Deck gemischt. Zusätzlich können damit weitere Karten gekauft werden.

Verteidigungskarten: Diese Karten können „ins Empire“ gesteckt werden und erhöhen die Lebensenergie. Dies ist nur einmal möglich. Wie die Angriffskarten können mit diesen weiter Karten gekauft werden.

Zauberkarten: Es gibt unterschiedliche Zauberkarten, mit denen unter anderen weitere Karten gezogen oder auch geklont werden können.

Länderkarten: Damit bekommt man am Anfang von jedem Zug zusätzliche Gulden.

Söldner

Wenn man gerade nicht genug Gulden hat, können Söldner angeheuert werden und noch im selben Zug verwendet werden. Diese sind je einen Gulden wert und das Ganze klingt anfangs nach einem sehr guten Deal.

Möchten wir also eine Karte um 10 Gulden, können wir schnell 10 Söldner anheuern und das Objekt bzw. die Karte der Begierde kaufen. Die Söldner werden jetzt aber wieder in das Deck gemischt und wenn man anfangs noch nicht so viele Karten hat, wird man im nächsten Zug sicher wieder einige davon bekommen. Andere bereits erworbene Karten, mit denen mehr gekauft werden könnte, werden so mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit gezogen und die Kaufkraft kann stark sinken.

Wir müssen die Söldner also wieder loswerden. Zum Glück lassen sich diese ins Empire stecken, aber pro Zug kann das nur mit einem Söldner gemacht werden. Es gibt die Möglichkeit mehr davon pro Zug los zu werden, doch dauert das etwas bis man so weit ist.

Dies ist ein wirklich interessantes Spiel-Element, das mir sehr gut gefällt.

Gebäude

Gebäude sind sehr teuer und geben dem Spieler in jeder Runde ein paar Gulden. Weiters sind diese meiner Meinung nach die schönsten Karten im Spiel. Nachdem ein Gebäude gekauft wird, wandert es zuerst ins Deck und wird dann hoffentlich bald gezogen, da diese ausgespielt werden müssen ehe sie etwas bringt.

Diese Karten können die Kaufkraft verstärken, doch ist die Investition sehr hoch. Viele dieser Karten kosten um die 10 Gulden, was anfangs schwer ohne zusätzliche Söldner zu erreichen ist. Mit den neuen Söldnern wird es dann noch etwas schwerer an die Karte zu kommen und es können schon mal ein paar Runden vergehen bis diese endlich eingesetzt werden kann. Würde man die Gulden gleich in andere Karten stecken, kann die Kaufkraft oft effektiver erhöht werden und wenn man diese erst später erwirbt, hat man oft bereits mehr Gulden als man brauchen kann.

Gebäude bieten jedoch noch die Möglichkeit eine Karte in die nächste Runde mitzunehmen, was – richtig eingesetzt – sehr effektiv genutzt werden kann.

Wettrüsten

Meist wird aus dem Spiel ein Wettrüsten und nachdem es nichts mehr zu kaufen gibt, werden die nächsten Runden damit verbracht wiederholt anzugreifen, was mehr als einschläfernd ist.

Das Ganze kann auf eine Frage reduziert werden: „Greif ich jetzt mit einer Karte an, oder hole ich mir damit Gulden um eine weitere Karte zu kaufen“.

Bereits früh anzugreifen ist eine schlechte Idee, da der Gegner die Zeit nutzen kann um mehr Karten an sich zu reißen und sich das Blatt anfangs sehr schnell wenden kann. Dies macht das Spiel zwar spannend, doch riskieren will man dies nicht. Die KI ist ebenfalls eher zurückhaltend, was den Spieler nur mehr dazu ermutigt anfangs lieber nicht anzugreifen.

Zauberkarten

Um es einfach zu machen, werde ich jetzt alle Karten mit diversen Fähigkeiten, als Zauberkarten bezeichnen und diese können unglaublich mächtig, aber auch fast nutzlos sein.

VEmpire-The-Kings-of-Darkness-Angriffskarte

Mit dieser Angriffskarte kann öfter angegriffen werden.

Karten, mit denen man dem Feind einmalig 3 Punkte abziehen kann, bringen einfach nichts auf lange Sicht, es sein denn, man beginnt das Spiel sehr offensiv. Weiters schläft der Gegner ja nicht. Wenn ich also – sagen wir – 6 Gulden für eine derartige Karte ausgebe, der Feind aber eine Angriffskarte kauft, die ebenfalls 3 Schaden zufügt, dann kann dieser sie jedes Mal ausspielen, wenn er sie zieht und das nicht nur zum Angreifen, sondern auch um Gulden zu bekommen. Ein weitaus besserer Schachzug.

Manche Karten erlauben es dem Spieler weitere zu ziehen, was einen unglaublichen Vorteil bringt, da so die Kaufkraft pro Zug stark gesteigert werden kann. Hat man mehrere von dieser Karte, ist es sogar möglich sein ganzes Deck zu ziehen um dann aus allen Karten Gulden zu machen.
Es sollte noch angemerkt werden, dass der Gegner sich diese Karten natürlich auch kaufen kann, was eine interessante Situation ergeben kann. Ist die aktuell verfügbare Zauberkarte von geringem Nutzen, kann ich sie kaufen in der Hoffnung, dass danach eine bessere kommt. Sollte dies wirklich der Fall sein, kann es passieren, dass ich nicht genug Gulden habe und der Gegner kommt zum Zug und kann sich die Karte holen.

Tutorial

Das Spiel beinhaltet ein Tutorial, dass das Spiel erklärt. Ich habe es zwar brav gelesen, doch fühlte ich mich nicht wirklich auf meinen ersten Kampf vorbereitet. Es dauerte jedoch nicht lange bis ich verstanden habe wie alles zusammenhängt.

KI

Gespielt werden kann entweder gegen leichte, mittlere oder schwere Gegner. Anfangs ist man auf jeden Fall gut beraten mit der Auswahl eines leichten Gegners, da man so besser den Überblick behalten kann.

Eindruck

stefan

VEmpire - The Kings of Darkness ist im Großen und Ganzen ein sehr gutes Spiel und bietet unglaubliche strategische Tiefe, sowie sehr schöne Karten. Leider gibt es noch Probleme die den Spielspaß trüben. Da es online nicht viele Spieler gibt, bleibt nur die KI, die jedoch sehr passiv ist und die Duelle vorhersehbar und langweilig machen können. Nur wenn von Anfang an sehr offensiv gespielt wird, wird es spannend, doch steigt so auch das Risiko zu verlieren. Zur Zeit wird an einem asynchronen Multiplayer gearbeitet, der es möglich macht mit jemandem zu spielen ohne dass dieser die Ganze Zeit online sein muss - so ähnlich wie Briefschach.

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