Erfahrungsbericht: Die verlorene Rezeptur (Schlumberger)

Auch den Kellergewölben der Sektkellerei Schlumberger verbirgt sich ein Escape Room. Ob er mit den anderen Anbietern mithalten kann, erfährst du in diesem Bericht.

Vorbereitung

Im Keller hat es eine konstante Temperatur von 13 Grad, weshalb man auch im Sommer unbedingt eine Weste mitnehmen sollte. Glücklicherweise ist es im Raum etwas wärmer als im Gang. Es gibt einen kleinen Vorraum, wo man seine Taschen abstellen kann und sonst niemand hinkommt.

Setting

Der Raum wirkt etwas kahl und inszeniert, was teilweise der Location geschuldet ist. Auch wenn der Name des Raums darauf schließen lässt, dass man eine Rezeptur suchen muss, geht es eigentlich darum eine Kiste zu öffnen, in der eine Flasche Schlumberger auf einen wartet. Man muss das hofeigene Getränk nicht unbedingt kennen, auch wenn einige Grundbegriffe wie „brut“ oder die Flaschengröße hilfreich sind. Obwohl der Raum nicht besonders dunkel ist, stehen zwei Taschenlampen zur Verfügung, um auch gut arbeiten zu können, wenn man sich selbst Schatten macht.

Rätsel

In der Einführung bekommt man gleich einen Tipp, wo man zum Rätseln beginnen sollte. Auch danach ist immer klar, welches Rätsel zu welchem Zahlenschloss gehört. Teilweise sind Truhen sogar mit zwei Schlössern gesichert. Einmal gibt es auch ein Richtungsschloss, wobei es trotz Anleitung für Neulinge hilfreich gewesen wäre, die Bedienung vorab testen zu können. Es steht auch eine Tafel mit kleinen Kreidestücken und Schwamm zur Verfügung, wo man seine Teilergebnisse und einfachen Rechenschritte notieren kann. Leider ist die Tafel sehr vollgeschrieben mit einer Legende, die man später benötigt. So wäre eine tragbare Tafel hilfreicher, da diese dann auch in weiter entfernte Bereiche mitgenommen werden kann. Die Rätsel selbst sind nicht schwer und wenn man nicht weiterkommt, sollte man vielleicht überlegen, ob man nicht ein bisschen zu kompliziert denkt.

Hilfestellungen

Der Raum ist mit Kameras ausgestattet, sodass der Spielleiter sehen und hören kann, was man macht. Falls man nicht weiterkommt, wird mit einem Geräusch eine Nachricht am Bildschirm angekündigt. Diese geht persönlich auf die aktuelle Situation ein und gibt Hinweise, was man vielleicht übersehen hat.

Fazit

Als erfahrene Spielerin hab ich mich mehr als einmal erwischt die Gegenstände auf Technik zu untersuchen. Aber leider, es sind wirklich nur Zahlenschlösser zu knacken bzw. zweimal ist auch ein bisschen Geschicklichkeit gefragt. Die Anzahl von 4 Personen war gerade richtig, sodass Jede mithelfen kann und nicht gelangweilt herumsteht. Man merkt, dass es diesen Escape Room schon lange gibt, da die Zahlen auf den Schlössern schon abgegriffen waren und das Einstellen sich manchmal als schwieriger herausstellte als das Rätsel selbst. Schade, dass nicht gleich angeboten wurde die Flasche zu öffnen und Gläser bereitzustellen um auf den Sieg anstoßen zu können.
Veröffentlicht unter Escape Room

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