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Die Sims 3 – Inselparadies

Die Ferien haben begonnen und auch bei den Sims kommt seit Reiseabenteuer wieder Urlaubsfeeling auf. Am besten ist dazu die neue Stadt Isla Paradiso geeignet. Sie besteht aus einer großen Hauptinsel, auf der die wichtigsten Gemeinschaftsgrundstücke zu finden sind. Daneben gibt es noch kleinere Inseln für die Jobs und acht Inseln, die noch im Nebel versteckt sind und entdeckt werden wollen.

Beginnen wir im Erstelle-einen-Sim-Modus. Für Frauen gibt es vier lässige und drei Flechtfrisuren und zwei mit Kopfbedeckung. Zum Anziehen gibt es vierzehn Oberteile, fünf Röcke, acht Kleider, ein Paar Schuhe, eine Brille und eine Trillerpfeife um den Hals. Wer möchte kann zwischen fünf Tattoos wählen und einer weißen Gesichtsschminke, die wohl Sonnencreme darstellen soll. Bei den Männer gibt es sieben verschiedene Frisuren, drei davon mit einem Hut. Weiters stehen elf Oberteile, vier Hosen, eine Brille und dieselbe Pfeife zur Auswahl. Das neue Merkmal schwimmbegeistert sorgt für gute Laune im Wasser und Segler werden nicht so schnell seekrank. Ansonsten gibt es noch vier Lebenswünsche und sechs Lebenszeitbelohnungen, die alle Aspekte des Spiels abdecken.

Die Traumkarriere des Rettungsschwimmers beginnt man am einfachsten bei einem Strand, indem man den Hochsitz anklickt. Während der Gleitarbeitszeit von 10 bis 18 Uhr beobachtet man einen von drei Stränden. Warum sich der Sim dazu in den Büschen versteckt, ist mir nicht klar. Wenn ein Sim am Ertrinken ist, erscheint ein oranges Kreuz über seinen Kopf. Der Rettungsschwimmer läuft zu ihm hin (mit fortgeschrittener Karriere geht das auch schneller) und wirft ihm etwas zum Anhalten hin. Wieder im Trockenen bedanken sie sich und man bekommt eine Bonuszahlung. Doch oft kippen sie kurz darauf wieder um und müssen wiederbelebt werden. Während der Arbeitszeit kann man natürlich auch andere Aktivitäten machen, aber dann kann es passieren, dass man gerügt wird. Trotzdem kann es nicht schaden an seinen Athletik und Charisma Fähigkeiten zu arbeiten, weil sich dies positiv auf den Berufsfortschritt auswirkt. Keine Angst, falls drei Sims gleichzeitig gerettet werden müssen, dass jemand stirbt, weil diese, wenn es ihnen zu lange dauert, selbst aufstehen.

Erstmals sind die Sims auch ein wenig ein Strategie-Spiel, da ein Resort geführt werden kann. Dazu kann man entweder das vorgefertigte Hotel Tropico gratis kaufen oder eine Insel in ein Resort verwandeln. Bei den Inseln muss man aber beachten, dass einige sehr hügelig und klein sind. Über jede Wand kann man das Management-Menü aufrufen. Dort können Kundenbewertungen gelesen und Angestellte verwaltet werden. Zu den Angestellten gehören Rezeptionistin, Putzfrau und Barmixer. Es können drei Qualitätsstufen (mit entsprechender Bezahlung) ausgesucht, die Uniformen erstellt und die Schichten eingeteilt werden. Leider muss man selbst nachhelfen, da die Klos oft schmutzig oder kaputt sind. Mit den neuen Blaupausen können einfach neue Zimmer errichtet werden und gegebenenfalls auch als VIP gekennzeichnet werden. Falls man ein Resort von Grund auf selbst gestalten möchte, braucht man auf jeden Fall den Turm und den Empfangstisch. Im Kauf-Modus sind auch alle relevanten Gegenstände unter einem neuen Menüpunkt zusammengefasst. Da alle Neuanschaffungen von der eigenen Konto abgezogen werden, sollte man mit einem entsprechen großen Budget beginnen. Danach bekommt man täglich die Gewinne aufs Konto überwiesen. Die Gäste kritisieren die verschiedensten Wünsche, sind dann aber leicht zufrieden zu stellen. So möchte sie beim Buffett Frühstück, Sushi, Vegetarisches und für Kinder. Da man bei einem Tisch nur eine Essensart einstellen kann, benötigt man so acht Tische. Da wäre es besser, wenn man verschiedene Arten auf einem Tisch einstellen kann, die sich dann je nach Tageszeit ändert. Denn schließlich ist im Kühlschrank auch nicht immer alles zur Verfügung. Auch über einen Fitnessraum und eine Poolbar freuen sich die Sims – auch wenn man sie nie im Einsatz sieht. Denn endlich gibt es für das Schwimmbecken ein Zubehör, nämlich zwei Wasserrutschen und mehrere Wasserfälle, mit denen man sogar spielen kann. Weiters gibt es eine Kohlenfläche, über die – in drei verschiedenen Temperaturen – versucht werden muss, barfuß zu laufen.

Um tauchen zu lernen, muss zuerst klein angefangen werden, indem man zuerst schnorchelt. Das funktioniert im Pool oder an tiefen Stellen im Meer. Im Meer können auch Steine gefunden werden. Ab Level zwei kann beim Felsenriff, einem von vier Grundstücken getaucht werden. Dabei bekommt man eine wunderschöne Unterwassersicht, die man aber mit dem Smartphone nicht fotografieren kann. In einem eher kleineren Gebiet kann man Fische, Muscheln, Oktopus, Tintenfisch, Aale und Quallen sammeln. Auch Delfine und Seepferdchen soll es geben, die ich aber nicht gefunden haben. Dabei sollte man immer das Sauerstoff-Moodlet im Auge behalten und gegebenenfalls schnell auftauchen, wenn man nicht ertrinken möchte. Vorsicht auch bei den Haien, die von Fisch und Fleisch im Inventar angelockt werden. Wenn sie länger beobachtet werden, greifen sie an und wenn man den Kampf verliert ist es mit dem Leben vorbei. Gut versteckt gibt es auch bis zu zwei Höhlen und Schatztruhen. Die schwarzen Höhlen können untersucht werden, wobei man das Ergebnis nur per Nachricht erfährt. Leider landet mein Sim manchmal ohne Kommentar an der Küste. Manche Truhen können erst mit höherer Fähigkeitenstufe geöffnet werden und werden danach nicht mehr so schnell wieder aufgefüllt. Nach dem Auftauchen kann man nicht sofort wieder abtauchen, da man erst den zweistündigen Druckausgleich abwarten muss. Am Strand direkt können es sich die Sims am automatisch mitgebrachten Strandtuch bequem machen und dazu einen Schirm aufspannen und Musik hören oder ein Buch lesen. Falls man von Mücken angegriffen wird, kann man einen Moskitospray auftragen, den es an der Rezeption oder im Supermarkt gibt. Im Sand können auch Burgen gebaut oder im Ozean geplanscht werden. Gegen Sonnenbrand gibt es aber leider keine Creme, da die Schminke nicht hilft.

Meerjungfrauen (und natürlich auch Meermänner) kann man am Strand oder Unterwasser treffen. Man erkennt sie an den schuppigen Beinen bzw. Schwanzflossen. Sie können nicht angerufen, sondern nur mittels Muschel gerufen werden. Um nicht an Austrocknung zu sterben, brauchen sie Wasser und um sich nicht in einen normalen Sim zu verwandeln benötigen sie alle 48 Stunden eine Begegnung mit dem Meer. Von normalen Speisen werden sie nicht satt, denn sie bevorzugen Fischgerichte und Seetang. Ihre Vorteile liegen darin, dass sie Tauchen maximiert haben und auch Haie kommandieren können, da sie selbst nicht von ihnen angegriffen werden. Beim Baby machen mit einem normalen Sim, besteht eine 50%-Chance, dass wieder eine Meerjungfrau entsteht. Die Fähigkeiten werden aber erst ab dem Teenager-Alter sichtbar.

Seinen Wohnsitz kann man nun auch auf ein Boot verlegen. Das mehrstöckige (mit Keller), eher kleinere Grundstück hat ein Steuerrad, das man mit entsprechender Geschicklichkeit mit Nebelhorn, höherer Motordrehanzahl oder Autopiloten ausstatten kann. Platzsparend ist das neue Badezimmer, das Hygiene und Harndrang gleichzeitig auffüllt. Mit der Leiter kann man auch – ohne genügend freie Fläche zu haben – schnell zwischen den Stockwerken gehen. Man hat die Wahl auf hoher See zu leben oder am Hafen anzulegen. Da das gesamte Haus zur Fortbewegung zu träge ist, kann man sich natürlich mit dem kostenlosen Wassertaxi chauffieren lassen. Stilvoller kann man sich mit einem Tretboot (Athletik wird leider nicht trainiert), Motorboot, Ruderboot, Segelboot (zum Angeln) oder Jetski fortbewegen. Ein Motorboot hat auch den Vorteil, dass man während einer Pause zu zweit Wasserski fahren kann und dabei einige Tricks lernt. Auch Windsurfen kann man ohne passender Ausrüstung lernen. Leider passiert es mir manchmal, dass die Boote nach der Benützung verschwinden. Aufgrund der versteckten Inseln und den Resorts kann man auch mehrere Grundstücke besitzen.

Hier gibt es noch eine Auflistung aller Gegenstände und Tätigkeiten und hier gibt es einen detaillierten Spielführer.

Fazit

andrea

Bei diesem Add-on gibt es viel zu entdecken, weil ein Inselparadies noch in keinem der Vorgänger vorgekommen ist. Von den Klamotten gefallen mir nur die Kleider, weil die anderen zu viele Ähnlichkeiten mit den schon vom Grundspiel Vorhandenen haben. Die Resorts sind allesamt gelungen, sodass Urlaubsfeeling aufkommt. Man hätte das aber noch erweitern können, indem man zum Beispiel Animateure einstellt oder Wassergymnastik anbietet. Tauchen ist wunderschön umgesetzt, aber leider ist das an zu wenigen Orten möglich. Wem die vier Tauchgrundstücke zu wenig sind, findet hier ein englischsprachiges Video zum selbest erstellen. Bisher war mein Spiel immer fehlerfrei, aber diesmal merke ich Probleme beim Erkunden von Höhlen und beim Verwenden von Booten. Das Wasser ist gut animiert, belastet aber auch sehr die Grafikkarte. Spieler, die gerne Grundstücke bebauen, sei dieses Spiel besonders ans Herz gelegt. Alle anderen sollten sich überlegen, ob ihnen die Neuerungen der Preis wert sind.

PRO
  • sommerliche Kleidung
  • Rettungsschwimmer-Karriere
  • Resorts führen ...
  • schöne Unterwasserwelt ...
  • Meerjungfauen
  • Hausboot
CON
  • keine Sonnencreme
  • ... was keine Herausforderung bietet
  • ... die aber auf vier Orte beschränkt ist
  • einige störende Bugs
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