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Assassin’s Creed: Unity

Ubisoft startet mit dem neuen Next-Gen-Spiel, Assassin's Creed Unity ein weiteres Kapitel der erfolgreichen Spiele-Reihe. Obwohl der Release um zwei Wochen verschoben wurde, gab es bereits nach den ersten paar Tagen starke Kritik. Der sogenannte "No Face Bug", der den Charakteren im Spiel die Gesichter raubte, nahm den Fans die Freude am Spiel. Der Fehler wurde, dank eines sehr großen Updates behoben, doch die Meinung Vieler ist, dass Assassin’s Creed immer mehr abnimmt, andere behaupten jedoch, dass es Ubisoft's größter Erfolg ist. Was verbirgt sich nun alles in Assassin’s Creed Unity?

„Viva la revolution“

Die Handlung in Assassin’s Creed Unity ist relativ unabhängig von den Vorgängern und einige Videosequenzen bieten ausreichend Aufschluss über das, was im AC Universum relevant ist.

Wie immer befindet man sich in einer historisch bedeutenden Zeit im Paris des 18. Jahrhunderts, während die Französische Revolution wütet. Man spielt den Meisterassassinen Arno Victor Dorian, der für Gerechtigkeit kämpft. Zu Beginn der Handlung wird der Vater des jungen Arno ermordet und er wird von einem Mann namens Monsieur de la Serre und seiner Tochter Elise aufgenommen und großgezogen. Als Arno eines Abends wegen des Mordes an seinem Vormund beschuldigt wird, sperrt man ihn in die Bastille, wo die Geschichte und die Revolution ihren Anfang findet.
Durch den Sturm auf die Bastille entkommt Arno mit einem Assassinen, dem er sich anschließt um den wahren Mörder zu finden und um seine Elise, der er im Laufe der Zeit sehr nahe gekommen ist, zurück zu gewinnen.
Jedoch gehört sie dem Templer Orden an, dem Erzfeind der Assassinen, was einen dramatischen Konflikt darstellt.

Am Anfang und am Ende erlebt die Handlung durchaus ihre Höhepunkte, wobei sie relativ schnell durchzuspielen ist. Man wird, wie in jedem Assassin’s Creed, von einem Attentat ins nächste gebracht und erfährt so immer mehr über die Intrigen der Templer. In diesem Open-World-Spiel ist die Story zwar maßgebend, nimmt aber verhältnismäßig wenig Spielerlebnis und Zeit ein. Dazu kommen jedoch sehr viele Koop-Missionen und Nebenquests, mit denen man auf eine hohe Spielstundenanzahl kommen kann. Mit jedem Pariser Viertel, das man aufdeckt, kann man immer mehr Quests oder Gegenstände lösen und finden.

Gameplay

Mit Unity kommt auch ein neues Gameplay, wie zum Beispiel den Parkour Modus. Dieser setzt ein, wenn man nach oben oder nach unten klettern will. Anders als in den Vorgängern, in dem es nur das einfache Klettern gab, kann man jetzt relativ flüssig seinen Weg durch Paris gehen. Aufwärts ist das Klettern zwar sehr ähnlich doch musste man in den Vorgängern entweder herunter springen oder sich Kante für Kante fallen lassen, das war zeitintensiv und unspecktakulär. Mitthilfe des Parkour Modus kann man nun aber einen sogenannten kontrolierten Abstieg volziehen indem das System selbst entscheidet wie tief Arno springen kann ohne Leben zu Verlieren und Objekte wie Stanken oder ähnliches werden so integriert das der Abstieg schnell und effektiv von statten läuft. Eine einfache Tastenkombination sagt Arno wie er vorwärts kommen soll. Das ist leicht zu bedienen und sieht gut aus. Aber hier treten besonders nervige Glitches auf, die einem entweder in der Wand verschwinden lassen oder den liebe Arno nicht dahin klettert lassen, wo es gerade günstiger wäre. Jedoch kann es auch an wenigen Stellen in Paris vorkommen das das System einen anderen Weg klettern will und es kommt zu komplikationen in denen man schnell eine andere Vorgehensweise suchen sollte. Mit ein bisschen Übung stellt man sich darauf ein und mit der Zeit weiß man wo und wie man klettern sollte, damit sowas nicht passiert.

Auch das Kampfsystem wurde neu gestaltet. In den Vorgängern konnte man mit egal welcher Waffe alle Gegner besiegen, jetzt ist das alles stark abhängig von dem Rüstungswert von Arno und den Reflexen des Spielers, da es viele Gegnerklassen und Stufen gibt. Feinde greifen willkürlich an und warten nicht mehr bis man seinen Angriff ausgeführt hat, was dazu führt, dass man bei einer großen Anzahl an Gegnern lieber zu einer Rauchbombe greift und seine Parkour Fähigkeiten anwendet.
Das macht das Kämpfen aber realistischer und wenn Rüstung und Waffe stark genug sind, kann man immer noch mit einigen schicken Kampfmoves alle Gegner besiegen.
Versteckte Attentate sind in Unity essenziell oder empfehlenswert um so viele Wachen wie möglich zu eliminieren und um, im Falle eines Falles, hinterher nicht so viel Ärger zu haben. Mit dem neuen Schleichmodus kann man aus jeder Position Attentate verüben, egal ob erhöht, um die Ecke oder zwei Ziele von vorne. Aber auch hier ist gesagt: Übung macht den Meister.

„Vereint euch“

Unity verfügt über einen neuen Multiplayer-Modus. Nach dem langen Prolog zur Einführung in Gameplay und Storyline, kann man eine Vielzahl an Koop-Missionen mit bis zu drei weiteren Spielern starten. Diese Missionen sind unabhängig von der Haupthandlung und spiegeln regelrecht historische Szenarien der Französischen Revolution wieder und sind zudem viel schwieriger als der Rest des Spiels. Am meisten Spaß macht es natürlich wenn man mit Freunden oder kooperativen Spielern spielt, was bei einer öffentlichen Sitzung natürlich schwer zu organisieren ist und wenn alle einfach losstürmen, geht das Teamfeeling verloren.

Bei jeder Koop Mission wird Paris neu generiert und auf die jeweilige Situation abgestimmt (z.b. versteckt Synch-Punkte) und das führt zu langen Ladezeiten. Es kann auch recht schnell zu Rucklern kommen, da sollte man das System ein wenig Zeit geben. Das stört schon ein wenig, ist also noch ausbaufähig.
Wenn man allerdings keine Mission spielen will, hat man noch die Möglichkeit andere Spieler in seine Welt einzuladen um gemeinsam ohne irgendein Ziel durch Paris zu schlendern und die atemberaubende Graphik zu bewundern. Jedoch ist Unity nicht ans Internet gebunden, sodass man alle Missionen auch alleine offline spielen kann und um alle Belohnungen zu erhalten, müssen Einige bis zu dreimal durchgespielt werden.

„Kleider machen Leute“

Die Fans wünschten sich mehr Individualität und Ubisoft erfüllte ihnen diesen Wunsch. Um mehr Vielfalt in das Spiel zu bringen und um auf den Geschmack und die Spielweise eines jeden Spielers einzugehen und ihm selbst zu überlassen, kann jeder seinen eigenen Arno gestalten. Das geschieht mit Objekten, wie Kleidungs-/Ausrüstungsgegenstände, oder Fähigkeiten,wie Spezialisierung in unterschiedlichen Waffentypen, die er gekauft oder verdient hat. Ubisoft bietet viele Ausrüstungsgegenstände in den Kategorien: Kopf, Brust, Arm und Beine, die man mit vorgegebenen Farbkombinationen zusätzlich gestalten kann.
Auch seine Waffen kann man selbst wählen. So kann nun zwischen Einhändig, Lang, Schwer oder Flinten gewählt werden. Leider ist es so, dass besonders starke Gegenstände nicht besonders gut aussehen, aber das ist jedem selbst überlassen und man kann auch eine Spezialmontur drüber ziehen ohne den Rüstungswert zu mindern.
Nach Missionsabschluss erhält man neben der Belohnung auch sogenannte Synch-Punkte, die man selbständig auf Gesundheits-, Kampf- oder Schleichfähigkeiten verteilen kann und um Schlösserkunde oder Ähnliches zu erlernen. Dabei ensteht ein komplett eigener Charakter den man in singel- als auch im multiplayer mitführt, ein Charakter der sich optisch durch andere Kleidung und Farben, wie auch durch andere Fähigkeiten von den anderen Spielern Unterscheidet oder im optimal Fall, das Team sogar ergänzt.

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Graphik und Extras

Besonders viel Mühe hat sich Ubisoft bei der Konstruktion von Paris gemacht. Die Map wurde beinahe im Verhältnis von 1:1 an das damalige Paris angepasst, sodass man eine virtuelle Stadtrundfahrt machen könnte. Einige Sehenswürdigkeiten wie „Notre Dame“ oder das „Louvre“ wurden besonders detailliert gestaltet. Das erlaubt den Spielern etwas über Paris zu lernen und die lebendige Stadt mit einer, für ein Open-World-Spiel, erstaunlichen Graphik zu bestaunen. Die Graphik und die riesige offene Welt führt leider auch mit sich das das Spiel zu Beginn eine Lange Ladezeit hat und bei jeder gestarteten Koop Mission kommt ebenfalls eine doch recht lange Wartezeit hinzu.
Zudem werden eine Vielzahl an NPCs generiert, die alle unterschiedlich auf deine Aktionen reagieren. Wachen aber reagieren manchmal unrealistisch, was dem Spieler aber meistens zu Gunsten kommt, wenn ein Attentat ungesehen bleibt.
Elemente wie Blut, Wasser oder Kleidung sind ebenfalls sehr gut animiert und passen sich realistisch den Bewegungen an.

Um alles freispielen zu können, benötigt man die Companion App, die kostenlos im App Store erhältlich ist, die allerdings noch zahlreiche Bugs enthält, sodass man auch auf sie verzichten kann. Mit dieser App kann man lediglich eine Hand von Assassinen in simulierte Missionen schicken die nach ca. 24 Stunden abgeschlossen wird. Zudem belegt sie einen halben GB an Speicher.

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Fazit

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Assassin's Creed Unity ist ein stark umstrittenes Spiel, weil es den Anforderungen vieler Gamer nicht gerecht werden will. Meiner Meinung nach ist Ubisoft ein gute Spiel gelungen: Die Story ist nicht langweilig, sondern spannend, die Graphik ist umwerfend und die Möglichkeiten, die man hat, sind umfangreich, sodass einem nicht so schnell der Spaß am Spielen vergeht. Obwohl das Spiel wirklich von Bugs und Glitches geplagt ist, muss man diese allerdings entschuldigen, wenn man das Ausmaß von Unity beachtet, zudem wurden die schlimmsten Fehler bereits nach dem ersten Patch behoben. Lobenswert sind vor allem der Detailgrad und die dynamischen Bewegungen, mit einigen Komplikationen wie zum Beispiel beim Klettern, muss man aber leider rechnen.

PRO
  • gute Graphik
  • vielfältig und dynamisch
  • riesiges Paris
  • viele Spielstunden
  • kostenloser Story DLC für alle Systeme (als Entschuldigung für die Startschwierigkeiten)
CON
  • viele Bugs und Glitches
  • nicht voll funktionsfähige Companion App
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Ein Kommentar auf “Review: Assassin’s Creed: Unity
  1. Zatman sagt:

    Brauchbar.

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