Erfahrungsbericht: The Dark Secret of the Congressman (Crime Runners)

Nachdem ich den zweiten Teil der Trilogie bereits gespielt habe, wurde es nun endlich Zeit für den ersten Teil.

Vorbereitung

Ein paar Tage vor dem Termin erhält man einen Link zu einem Video, das die Story kurz erzählt. Wer es sich aber nicht ansieht, verliert keine Informationen, da es vor Ort sowieso eine Einführung gibt. Die Filliale beim Schottentor ist durch die großflächige Werbung nicht zu übersehen und wenn man an der Tür klingelt, fühlt man sich schon ein bisschen wie ein Privatdetektiv. Drinnen wirkt es noch ein bisschen kahl wie beim letzten Besuch. Obwohl ein großer Fernseher in und vor dem Raum angeschlossen ist, wird der bei unserem Kapitel nicht wirklich benutzt. Nachdem die Taschen in großen Kisten verstaut wurden und die Kosten mit Karte beglichen wurden, geht es auch schon los. Ausgestattet mit einem Walkie-Talkie, einer Schreibtafel und Taschenlampen für jede Person ging es los.

Setting

Man befindet sich im Arbeitszimmer von Simon Dickson, einem Nationalratsabgeordneten, der verschwunden ist. Trotz der Anweisung zuerst den Lichtschalter zu suchen, müssen ein paar Rätsel vorher gelöst werden, bevor man den ungewöhnlichen Schalter drücken kann. Der Raum ist karg eingerichtet und düster, sodass man eingravierte Buchstaben nur mit Hilfe der Lampe erfühlen kann. Hin und wieder gibt es Lautsprecher-Durchsagen, die etwas leise sind, sodass wir froh waren, dass darin nicht ein Codewort zur Lösung enthalten war.

Rätsel

Es gibt einige Zahlenschlösser und Schlüssel, wo man durchprobieren muss, wo was passt. Bei den Rätseln muss zuerst herausgefunden, was überhaupt kombiniert werden muss und dann für jede Ziffer eine ein bisschen andere Aufgabe gelöst werden, sodass man auch gut parallel arbeiten kann. Die Schreibtafel erweist gute Dienste, da man sich gut die Zwischenlösungen notieren kann und nach dem Lösen durch einen Tastendruck wieder löschen kann. Es wäre nicht schlecht, wenn in der Gruppe zumindest eine Person dabei ist, die grob weiß, wie eine Schreibmaschine funktioniert. Es ist auch nicht nötig alle gefundenen Gegenstände zu verwenden bzw. kann man auch durch Ausprobieren die letzte Zahl für einen Code herausfinden. Für das Abschlussrätsel hat man nur 5 Minuten Zeit, auch wenn man davor schnell war. Es ist aber gut parallel lösbar, auch wenn bei uns die Anzahl der funktionierenden Taschenlampen eine Einschränkung war.

Hilfestellungen

Die Crime Runners nennen ihren Gamemaster den Operator. Damit soll man sich nicht wie in einem Escape Room fühlen, sondern als Ermittler, der von einem Hacker Aufträge bekommt. So kann über den Bildschirm ein Text eingeblendet werden, falls man schon zu lange an einer Stelle hängt. Alternativ kann man auch über das Walkie-Talkie Fragen stellen, wobei keine langen Erklärungen nötig sind, weil über die Kamera zugeschaut und -gehört wird. Am Ende hat man auch die Chance nachzufragen, wenn man irgedetwas nicht verstanden hat.

Fazit

Nach dem beeindruckenden zweiten Teil der Trilogie, merkt man, dass bei diesem Raum die Technik noch nicht so ausgereift war: Zahlreiche Schlösser, düstere Umgebung und ein leiser Sound führen dazu, dass man nicht so richtig in die Geschichte eintauchen kann. Der Politiker wirkt in den Videos sehr von sich eingenommen, sodass man ihm zutraut krumme Dinge zu tun, was durch Tonaufnahmen auch bestätigt wird. Es machte Spaß die Rätsel zu lösen, weil schnell klar wurde, was zu tun ist. Im großen Raum haben auch viele Personen gleichzeitig Platz ohne sich gegenseitig im Weg zu stehen.

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