Erfahrungsbericht: Going Underground (Crime Runners)
Er nennt sich Premium Escape Room und landet bei den weltweiten Rankings auf den vorderen Plätzen. Nun wurde es Zeit herauszufinden, ob die Auszeichnung zu Recht vergeben wurde oder ob andere Anbieter inzwischen schon aufgeholt haben.
Vorbereitung
Im Gegensatz zu den anderen Räumen des Anbieters, befindet sich die Location in der Nähe der Alser Straße. Die großen verklebten Fenster sind auch von der U-Bahn aus gut zu sehen. Es bietet sich an festes Schuhwerk zu tragen, weil man auch ein bisschen klettern und krabbeln muss. Für die persönlichen Gegenstände gibt es Schubladen, die je einer Gruppe gehören.
Setting
Man wird vom Operator in eine nachgebaute Trafik geschickt um dort die unterirdischen Wege zu erkunden. Das klingt zwar nach einem kühlen Vergnügen im Sommer, doch wurde es mit der Zeit immer wärmer. Aber vielleicht haben auch nur unsere Köpfe so geraucht. In der Einführung wird erwähnt, dass die Zeitungen nur Deko sind und das Lesen keine Hinweise zutage befördert. Auch sonst gibt es viele Gegenstände, die nur Deko sind. Die wirklich Nützlichen erkennt man, weil davon meist mehrere Stück notwendig sind. Gut zu wissen ist auch, dass die Bereiche in sich abgeschlossen sind, sodass keine Dinge mitgenommen werden müssen. Man sollte damit rechnen, dass sich die Umgebung ändern kann. Also sollte man keine Scheu haben durch eine Tür zu gehen, durch die man schon gekommen ist.
Rätsel
Die Rätsel können meist nur nacheinander gelöst werden und nicht parallel. Dafür ist gute Kommunikation nötig, weil jeder Spieler einen anderen Blickwinkel hat. Ohne Vorurteile bedienen zu wollen, vermute ich, dass sich Männer schwerer tun könnten, wenn Tonhöhen oder Farbnuancen im düsteren Licht zu erkennen sind.
Hilfestellungen
Ausgestattet mit einem Funkgerät, das man sich um den Hals hängen kann, kann man jederzeit Fragen stellen oder bekommt unaufgefordert Hinweise. An einer Stelle hätte ich mir einen Notizblock gewünscht um von einem langen Text die wichtigsten Punkte zusammenfassen zu können. Teilweise gibt es automatische Tipps, die in unserem Fall aber nicht geholfen haben.
Fazit
Im Gegensatz zu anderen Räumen hat man 90 Minuten Zeit. Währenddessen hat man aber keinen Zeitdruck und vergisst auch leicht, wo man sich befindet, weil man nie weiß, wann man das Ende erreicht. Ich würde eine größere Gruppe aus mindestens 4 Personen empfehlen, weil man öfters gleichzeitig etwas drücken muss. Ich fand die Größe und Verzweigungen der Räume super, auch wenn wir uns teilweise nur für ein Rätsel darin aufgehalten haben. Bei einem Premium Raum hätte ich mir aber mehr Videos und Spezialeffekte erwartet. Und Schlüssel musste man auch immer wieder finden.

Schreibe einen Kommentar