Review

Tied Together

Als großer Fan von Coop-Spielen freute ich mich, dass nun eins auf der Switch erschienen ist. Allerdings darf man nicht den selben Fehler machen und es mit dem Gleichnamigen verwechseln, von dem wir bereits ein Preview während einer Messe geschrieben haben. Welche Unterschiede diese beiden Spiele haben, erfährst du in diesem Review.

Gameplay

tied-together-2-sprungWissenschaftler möchten die Kooperationsfähigkeit testen, weshalb sie vier Monster (einäugiger Taz, zweiäugige Izzy, dreiäugiger Eppo, vieräugig Dabber) in einer unbekannten Gegend aussetzen.

tied-together-2-lavaDer Niedlichkeitfaktor kann dabei leider nicht mit der Karotte und der Selerie mithalten. Um das Ganze schwieriger zu machen, sind sie mit einer Schnur aneinander gebunden. Das ist leider mehr hinderlich als hilfreich, weil man sich so einander auch in die Tiefe ziehen kann, wenn man sich nicht rechtzeitig an der Wand anhält. Im anderen Spiel war dies aus Gummi, sodass man sich auch gegenseitig über Hindernisse katapulieren konnte. Hier ist man auf Trampoline, Wind und Luftballons angewiesen. Wenn man nicht ständig aufpasst, kann man leicht sterben, weil man Dornen und Lava erst spät sieht, da die Levels höher als der Bildschirm sind.

Levels

tied-together-2-luftballonZur Auswahl stehen der Duo Modus mit 40 Levels und der Party Modus mit 25 Levels, die Ersterem sehr ähnlich sind. Bei zwei Spieler reichen praktischerweise die zwei Joy-Con der Switch aus, sonst benötigt man aber weitere Joy-Con. Die Reihenfolge der Monster ist zufällig, denn in der Mitte fühlt man sich ein wenig hilflos, da man kaum den Weg mitbestimmen kann.

Es sind von Anfang an alle Levels freigeschalten, womit die Motivation sinkt alle beenden zu wollen. Nebenbei wird auch die Zeit, die man zum Beenden braucht gestoppt und dafür Medaillen vergeben, die aber keinerlei Auswirkung außer aufs eigene Ego haben.

tied-together-2-stachelnDie Schwierigkeit ist nicht wirklich aufsteigend, da man schon ziemlich früh alle Objekte kennenlernt. Wenn ein Monster stirbt, kann es von den anderen wiederbelebt werden, indem es geschlagen wird. An den Objekten klebt dann auch die Farbe. Oft bleibt man an irgendwelchen Vorsprüngen hängen und kommt nicht mehr weiter, weshalb ein gezielter Selbstmord Abhilfe schaffen kann.

tied-together-2-schlossWo genau das Ziel eines Levels ist, erkennt man gar nicht so genau, weil es kein Merkmal wie zum Beispiel die Fahne bei Super Mario gibt. Meist gibt es ein versperrtes Gitter und wenn man den Schlüssel dafür eingesammelt hat, kann das Ende nicht mehr weit sein. Die Meisten sind auch locker unter einer Minute bewältigbar.

Fazit

andrea

Grundsätzlich ist die Idee für das kooperative Spielen gut. Im Vergleich zu einem Ähnlichen bietet es aber zu wenig Kreativität, da die Levels sich kaum unterscheiden. Da man unbedingt Mitspieler braucht und nicht online welche suchen kann, ist es schade, dass die Steuerung etwas gewöhnungsbedürftig ist und man manchmal nur mit Glück das Ziel erreicht. Für Kinder kann die Darstellung des kaum vermeidbaren Todes etwas zu brutal sein.

PRO
  • Zusammenarbeit wird gestärkt
CON
  • kein Singlemodus
  • wenig abwechslungsreiche Levels
  • keine aufsteigende Schwierigkeit
  • alle Levels von Beginn an frei geschaltet
Veröffentlicht unter Review

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