Review

The Amazing Spiderman

The Amazing Spiderman ist das Spiel zum gleichnamigen Film und schließt an dessen Handlung an. Um sicher zu gehen, dass ich niemandem zu viel verrate, werde ich keine Details zu der Geschichte erwähnen. Es sei nur gesagt, dass die Handlung zwar keine Meisterleistung ist, doch gut zum Film passt.

Der Großteil des Geschehens spielt sich nicht zwischen den Hochhäusern New Yorks ab, sondern in abgegrenzten Gebieten wie zum Beispiel Forschungseinrichtungen oder anderen Räumlichkeiten. In diesen müssen auch fast alle Missionen absolviert werden. Neben diesen gibt es natürlich auch die weltberühmte Metropole, die als offene Welt die Schauplätze der Missionen verbindet. Hier kann man auf dem Weg zur nächsten Aufgabe Passanten helfen, die Polizei bei Verfolgungsjagden unterstützen oder Seiten von Comicbüchern einsammeln. Diese Tätigkeiten sind jedoch nicht besonders spannend und wiederholen sich ständig. Das Einsammeln der Comicbuchseiten hat jedoch den Vorteil, dass man dadurch klassische Comics freischaltet, die man sich danach im Menü ansehen kann. Von diesen Seiten sind jedoch sehr viele vorhanden und diese sind obendrein nicht besonders gut versteckt. Oft erblickt man beim Einsammeln einer Seite bereits die nächste und springt so von Seite zu Seite. Das was die Stadt wirklich interessant macht ist die Freiheit, nach Lust und Laune herumzuschwingen. Dies sieht zwar großartig aus, ist aber sehr simpel gehalten. Es reicht, die Richtung vorzugeben und man muss sich über nichts anderes Gedanken machen. So ist es auch unmöglich auf der Straße aufzuschlagen, denn egal wie nahe am Boden man auch ist, Spiderman schafft es immer wieder sich zu fangen. Weiters werden die Spinnweben, die als seine Seile dienen, nicht an den Häusern befestigt sondern direkt in der Leere über seinem Kopf. Es wird zwar darauf geachtet, dass man in der Nähe von niedrigen Häusern über eine gewisse Höhe nicht hinaus kommt, doch ist das ein Spielelement, auf das wirklich mehr Wert gelegt werden sollte.

In den abgeschlossenen Gebieten macht das Herumschwingen keinen großen Spaß und der Fokus des Spiels verlagert sich auf Kämpfe und Interaktionen mit anderen Gefahren. Das Kampfsystem ist wie das Schwingen zwar einfach gehalten doch schön anzusehen. Alle Schläge werden mit einer Taste ausgeführt, wobei man noch zusätzlich seine Spinnweben einsetzten oder herumstehende Objekte auf die Gegner schleudern kann. Versetzt man einem Gegner einen schweren Schlag, hat man die Möglichkeit ihn mit den Spinnweben am Boden oder der Wand zu befestigen was auch einen beachtlichen Bonus einbringt. Der Bonus erhöht sich jedoch nur, wenn man bei einem Kampf nicht getroffen wird, wodurch es wichtig ist auf den „Spinnensinn“ zu achten, der in Form von Blitzen über Spidermans Kopf erscheint und vor Angriffen der Feinde warnt. Im Laufe des Spiels schaltet man neue Techniken frei und verbessert die Fähigkeiten des Helden, was unabdingbare Vorteile bietet. Besonders empfehlenswert ist das Upgrade, das es ermöglicht, Feinde unerkannt auszuschalten. Das ermöglicht eine defensive Vorgehensweise, wird jedoch schnell zur lästigen Routine. Wird man jedoch entdeckt und in einen Kampf verwickelt, kann man sich durch einen Knopfdruck schnell aus dem Staub machen. Der Superheld zieht sich daraufhin automatisch in eine dunkle Ecke zurück, in der er vor feindseligen Blicken geschützt ist. Will man möglichst schnell die Distanz zu den Gegnern verringern, kann man sich an einen heranziehen und mit einem anschließenden Hieb diesen auch gleich angreifen. Dies ist besonders bei mit Schusswaffen ausgestatteten Feinden vorteilhaft. Nebenbei hat Spiderman die Möglichkeit, für eine Reporterin, die ihm eine Kamera geschenkt hat, Fotos von vorgegeben Objekten zu machen.

Damit der Spieler in den Genuss von Spidermans übermenschlichen Reflexen kommt, kann dieser durch die Aktivierung des „Web Rush Mode“ die Zeit verlangsamen und sich in Ruhe einen Überblick über das Geschehen verschaffen. Nun erscheinen an der Umgebung gelbe Silhouetten, die anzeigen, an welchen Stellen man sich heran- oder hinaufziehen kann. Nimmt man den Finger von der Taste, bewegt sich Spiderman automatisch zu der gewünschten Stelle. So können auch einzelne Gegner aus einer Gruppe ausgewählt werden oder andere Gefahren um vieles leichter überwunden werden.

Gelegentlich werden Quick Time-Events eingesetzt, bei denen man wiederholt eine Taste betätigen muss, während Spiderman in einer abgehackten Animation eine Tätigkeit durchführt. Besonders störend daran ist, dass man an derartigen Stellen steckenbleiben kann – auch wenn man das restliche Spiel mit gottgleicher Leistung bewältigt hat.

Fazit

stefan

Das Spiel macht wirklich Spaß und man hat den Großteil der Zeit das Gefühl den Platz mit Spiderman getauscht zu haben. Leider gibt es nur wenige Missionen und die Aufgaben, die man nebenbei erledigen kann, sind nicht besonders spannend. Die Steuerung macht manchmal Probleme, und flieht man wiederholt in eine schattige Ecke, kann man auch die Orientierung verlieren. Es ist keine große Herausforderung, die zahlreichen Gegner zu überwinden, und auch die Bossgegner stellen abgesehen von ein paar Ausnahmen keine große Gefahr dar. Weiters bietet das Spiel noch zusätzliche Extras wie Biographien der Charaktere und alte Comics, die die Anfänge des Superhelden und die ersten Auftritte der Gegner, die in dem Spiel vorkommen, zeigen. Besonders Spiderman-Fans ist das Spiel ans Herz zu legen, doch sollten auch die auf eine Preisreduzierung warten, da für den vollen Preis zu wenig geboten wird.

PRO
  • man fühlt sich wie Spiderman
  • Herumschwingen macht Spaß
  • Handlung passt zum Film
  • Neuinterpretation von klassischen Bösewichten
CON
  • eintönige Nebenmissionen
  • Quick Time-Events sind die einzige Herausforderung
  • Hauptmissionen nicht besonders lang
  • schwankender Schwierigkeitsgrad
  • Indoor-Bereiche werden schnell langweilig
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