Review

Super Mario Odyssey

Lange mussten wir waren auf ein neues Open-World Super Mario Spiel warten. Die Trailers waren sehr vielversprechend, aber ob es die hohen Erwartungen erfüllen kann, erfährst du in dieser Review.

Übersicht

Story

Super-Mario-Odyssey-Bowser-und-Peach

Das nenn ich Marketing.

Bowser hat es sich diesmal in den Kopf gesetzt Peach heiraten zu müssen. Natürlich geht er dabei typisch unkreativ vor und entführt sie einfach so wie immer. Mehr muss ich wahrscheinlich nicht erklären.

Nett ist jedoch wie das Spiel fortschreitet. Bowser muss noch Einiges erledigen bis die Zeremonie begonnen werden kann und Mario ist ihm dicht auf den Fersen. Daher kommt es hin und wieder zu Zusammenstößen zwischen den Beiden und auch sonst wird gelegentlich das Spiel durch kurze Story-relevante Abschnitte unterbrochen.

Gameplay

Super-Mario-Odyssey-Welt

Nachdem genug Monde gesammelt wurden kann in das nächste Gebiet gereist werden.

Auf seiner Verfolgungsjagd ist Mario in einem Luftschiff namens Odyssey unterwegs, welches Monde benötigt um weiter entfernte Orte zu erreichen. Diese können in den unterschiedlichen Welten gefunden werden, die auf einem Globus ausgewählt werden können.

Leben gibt es nun nicht mehr und man verliert bei einem Tod 10 Münzen und beginnt beim letzten Checkpoint. Ebenfalls neu ist, dass man keinen Fallschaden nimmt. Mario hat eine Lebensenergie, die es ihm erlaubt zwei Treffer wegzustecken und mit Herzen wieder aufgeladen werden kann.

Monde

Diesmal müssen Monde – genau genommen – Halbmonde eingesammelt werden.

Wie es keinen wundern wird, gibt es Mode für das Besiegen von Endgegnern und ähnlich waghalsigen Aktionen. Zusätzlich sind viele sehr leicht zugänglich und es passiert oft, dass man auf dem Weg zu einem Bosskampf über ein paar stolpert. Zum Glück gibt für das Besiegen von Bossen gleich 3 Monde. Anzumerken ist noch, dass nach dem Einsammeln eines Mondes einfach weiter gespielt werden kann ohne die Welt neu betreten zu müssen.

Super-Mario-Odyssey-Mond

Juhu!

Um das Spiel durchzuspielen ist nur ein Bruchteil von diesen nötig, was nicht besonders schwer ist. Möchte man jedoch alle finden, kann es ganz schön schwierig werden.

NPC, die in der Gegend herum stehen, geben oft Tipps und in fast jeder Welt ist ein Papagei, der einem immer den Namen eines Mondes verrät, was auf dessen Versteck hinweist.

Einige Monde werden immer auf die gleiche Weise gefunden wie z.B. durch einen Captain Toad (aus Captain Toad: Treasure Tracker), der immer einen für Mario parat hat. Dieses Recycling störte mich eigentlich nicht und ich fand es immer sehr witzig das kleine Kerlchen zu finden.

Münzen

Wie immer gibt es Münzen, mit denen nun sogar etwas gekauft werden kann und zwar in der „Crazy Cap“.

Neben den herkömmlichen Münzen gibt es nun auch lilane, von denen es in jeder Welt nur eine Version gibt. Diese können dazu verwendet werden um bestimmte Outfits oder Souvenirs zu kaufen, die für diese Welt typisch sind. Wie die Monde gibt es von diesen nur eine bestimmte Anzahl.

Die gelben Münzen können ebenfalls verwendet werden um Outfits und andere Dinge zu kaufen, doch gibt es von diesen so viele, dass man nicht weiß wo hin damit, besonders da die Münzen nach einiger Zeit wieder an der selben Stelle auftauchen.

Wie die Souvenirs im Luftschiff aufgestellt bzw. die Aufkleber außen angebracht werden, wird vom Spiel vorgegeben.

Outfits

Dass man eine Mütze und die restliche Kleidung unabhängig voneinander auswählen kann, ist zwar nett, doch meiner Meinung überflüssig, da es viel besser aussieht, wenn Beides aufeinander abgestimmt ist. Alles andere ist Blasphemie.

Cappy

Super-Mario-Odyssey-Cappy

Durch Cappy können die unterschiedlichsten Kreaturen gesteuert werden.

Was genau Cappy ist, kann ich nicht wirklich sagen. Er sieht wie ein Geist aus, der besonders gerne von Hüten Besitz ergreift. Mario kann ihn wie ein Frisbee werfen um Schalter zu aktivieren oder Türen zu öffnen. Zusätzlich kann auf die Mütze auch gesprungen werden was es dem Spieler erlaubt weitere Distanzen zu überwinden.

Die bedeutendste Fähigkeit von Cappy ist jedoch Mario zu erlauben die Kontrolle von Feinden zu übernehmen. Dazu muss er lediglich auf ihn geworfen werden und schon fährt Mario in einen Gumba, der nun einen Exorzisten benötigt. Meist bekommt man so die Möglichkeit neue Ort zu erreichen oder sich deren Waffen zunutze zu machen.

Neben Gegner können auch andere Dinge besessen werden wie z.B. einen Stein, der so bewegt werden kann.

Welten

Super-Mario-Odyssey-Stadt

Mario auf einem Moped unterwegs in einer Großstadt.

Die Welten sind sehr unterschiedlich und bieten viel Abwechslung. Besonders für Aufmerksamkeit sorgte vor dem Erscheinen eine Welt, die einer modernen Stadt nachgebildet ist, in der sich auch – halbwegs – realistisch aussehende Menschen herumtreiben. Anfangs wusste ich nicht recht, was ich darüber denken soll, doch ist es im Grunde nicht viel anders als die übrigen Welten und man gewöhnt sich schnell an das untypische Erscheinungsbild.

In jeder Welt sind bestimmte Lebewesen zu Hause, die alle sehr ausgefallen sind.

Bei manchen Monden ändert sich nach deren Auffinden die Welt ein wenig, wodurch es immer etwas Neues zu sehen gibt, wenn man wieder einmal vorbei schaut.

Für jede Welt gibt es eine Karte zur Orientierung. Diese ist wie für einen Touristen gestaltet und enthält an den Rändern Beschreibungen zu den diversen Sehenswürdigkeiten oder Aktivitäten. Hier kann man auch schnell zu den einzelnen Checkpoints reisen.

Schwierigkeit

Super Mario Odyssey würde ich allgemein als leicht einstufen. Im Vergleich zu dem, was heutzutage als Spiel durchgeht, ist es eher auf der schwierigen Seite, doch wenn wir ehrlich sind, sind die meisten „AAA-Titel“ heutzutage nur mehr aufwändig gestaltete Cowclicker.

Teilweise gibt es Bosse bzw. Abschnitte, die ziemlich schwierig sind und danach wird es sofort wieder leichter. Man kann diese auch unendlich oft probieren, doch braucht man nicht zu glauben, dass nach ein paar Fehlversuchen Luigi kommt und es macht. Derartige Sprünge in der Schwierigkeit bin ich von Nintendo eigentlich nicht gewöhnt und vielleicht war ich einfach zu blöd um das zu verstehen.

Wer das Spiel zu 100% erledigen möchte, wird sich an den Monden die Zähne ausbeißen, die teilweise echt gut versteckt und nur schwer zu erreichen sind.

Endgame

Nachdem die Story abgeschlossen wird, wird der Spieler direkt darauf aufmerksam gemacht, dass es noch viel zu tun gibt und dem Spieler wird sofort Neues geboten.

Sogar die gründlichsten Spieler werden noch was zu tun haben, da es nun neue Monde zu finden gibt und einige Welten, die man anfangs nur für einen Bosskampf besuchte, verbergen sich bei genauerem Hinsehen auch noch Monde. Diese können natürlich auch vor dem Beenden der Story gefunden werden, doch sind mir diese selbst anfangs nicht aufgefallen.

Etwas unschön ist, dass alle neuen Monde auf der Karte eingezeichnet werden. Meist ist dann nicht mehr viel Gehirnschmalz nötig um den Mond zu finden.

Zusätzlich sind nun die unterschiedlichen Lebewesen wieder reiselustiger und können danach auch in den restlichen Welten angetroffen werden, wo sie meist ihre Umgebung kommentieren als wären sie Touristen.

Dies macht das weiterspielen sehr motivierend und es ist eines der wenigen Spiele, wo ich einfach weiterspielte. Normalerweise wirken nach dem Abschließen der Hauptstory oder des Besiegen des Endbosses alle restlichen Tätigkeiten so bedeutungslos, dass ich keine Lust mehr habe den Rest zu machen.

Multiplayer

Diesmal gibt es auch einen Coop Modus in dem ein zweiter Spieler Cappy übernehmen kann. Viel kann er dabei nicht machen, dennoch ist es nett, dass eine weitere Person an dem Spaß teilhaben kann. Gut ist auch, dass dafür keine weiteren Joy-Cons gekauft werden müssen, denn jeder Spieler kommt mit einem aus. Etwas lästig ist jedoch, dass die Person die Mario steuert die Kamera nicht mehr frei bewegen kann was mich etwas unsicher gemacht hat.

Steuerung

Die Steuerung ist unglaublich simpel und es lässt sich alles mit nur drei Tasten erledigen. Will man das Spiel jedoch meistern, muss man lernen, wie diese kombiniert werden können, denn bei Super Mario Odyssey sind sehr komplexe Bewegungsabläufe möglich, die jedoch nicht nötig sind um das Spiel durchzuspielen. So ist es den Entwicklern gelungen das Spiel zugänglich zu machen und zugleich Hardcore Gamern die Möglichkeit zu geben mehr herauszuholen. Leider werden diese fortgeschrittenen Moves nicht wirklich erklärt und wer zum Experimentieren zu faul ist, muss sich im Internet umschauen. Ich habe jedoch die Koopers, gegen die Rennen gelaufen werden können, dabei beobachtet wie sie derartige Sprünge vollziehen.

amiibos

Neu mit dem Spiel erschienen sind 3 amiibos die Mario, Peach und Bowser in Hochzeitskleidung zeigen. Diese können verwendet werden um dieses Outfit auch im Spiel freizuschalten. Besonders interessant ist hier der Mario-amiibo, der den Spieler kurzzeitig unverwundbar macht. Weiter Informationen zu der amiibo-Unterstützung findest du hier.

Fazit

stefan

Während in Super Mario 64 manche Sterne die Opferung seines Erstgeborenen verlangten, stolpert man hier förmlich über die Monde. Nichtsdestotrotz fand ich das Spiel sehr motivierend und hatte nie das Gefühl überfordert zu sein. Dennoch hätte ich mich über eine höhere Schwierigkeit sehr gefreut. Die unterschiedlichen Welten sind sehr abwechslungsreich, was auch auf deren Bewohner zutrifft. Passend zu der Umgebung gibt es auch unterschiedliche Outfits, die meist mit besonderen Münzen gekauft werden müssen, die es nur in der jeweiligen Welt gibt. Ein kleines Manko, das mich immer gestört hat, ist dass Cappy auf einem Feinde immer das Aussehen der typischen Mario-Mütze hat, auch wenn man gerade ein anderes Outfit trägt. In den Zwischensequenzen ist er jedoch immer richtig gekleidet.

PRO
  • Cappy wurde großartig umgesetzt
  • Sehr viel Abwechslung
  • Tolle Musik
  • Großartige Steuerung
  • Sehr viele Outfits die auch ohne amiibos freigeschaltet werden können
CON
  • Teils etwas zu leicht
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