Review

Story of Seasons

In "Story of Seasons" geht es darum in Eichbaumhausen als Farmer oder Farmerin zu arbeiten. Das Gameplay erinnert an "Harvest Moon", was nicht verwunderlich ist, da es von denselben Entwicklern ist, konnten den Titel aus markenrechtlichen Gründen jedoch nicht übernehmen.

Gameplay

Ein genaues Ziel ist vom Spiel nicht vorgegeben, doch bekommt man zu Beginn Unterstützung von Eda, die bei den ersten Schritten behilflich ist. Alle Infos können auch in Büchern nachgelesen werden. Es gibt zwar zahlreiche Trophäen, doch beim Gewinnen dieser gibt es nichts außer Ruhm und Ehre. Um in Genuss aller Tätigkeiten zu kommen, muss einerseits lange gespielt werden und andererseits genug Geld vorhanden sein. Welche Möglichkeiten es gibt um Geld zu verdienen, wird im Absatz Tätigkeiten genauer erläutert.

Jedes Jahr besteht aus jeweils 30 Tagen Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ein Tag ist beendet, wenn schlafen gegangen wird. Innerhalb eines Tages verlaufen die Minuten so schnell wie eine Sekunde in Realzeit. Aufgestanden wird vor Sonnenaufgang und später merkt man wie es langsam wieder dunkel und eine langsamere Musik gespielt wird. Es gibt auch verschiedenes Wetter wie Regen oder Hagel.

Tätigkeiten

story-of-seasons-feld2Bei all diesen Dingen dürfen die Herzen nicht außer Acht gelassen werden. Denn diese stehen für die Ausdauer und wenn die Farmerin erschöpft ist, dann kippt sie auf der Stelle um und kommt im Krankenhaus wieder zu sich. Das kann ziemlich mühsam werden, da es so nicht einmal möglich ist mehrere Felder durchzuackern. Die Gesundheit, die mit einem Smiley angezeigt wird, soll darauf einen Einfluss haben. Spätestens wenn nur mehr ein Herz übrig ist, sollte schlafen gegangen werden, damit am nächsten Tag wieder mit voller Energie in den Tag gestartet werden kann. Es gibt zwar die Möglichkeit der Ohnmacht durch Essen zu entkommen; die Herz-Leiste wird auf diese Weise aber nicht komplett voll.

Bestellen der Felder

story-of-seasons-feld1Die Felder können nur an bestimmten Stellen mit einer Hacke festgelegt werden, wobei Eines dann in 3×3 Kästchen geteilt wird. In jedem Feld können andere Samen gesäet werden, wie zum Beispiel Steckrüben oder Tomaten. Diese unterscheiden sich je nach Jahreszeit. Wem der Platz im Garten nicht reicht, kann auch öffentliche Felder pachten, wobei der Glückliche durch einen Wettbewerb festgelegt wird. So gilt es zum Beispiel an einem Tag besonders viel zu verkaufen.

Beim Gießen kann nicht viel falsch gemacht werden, da angezeigt wird, wie lange noch gegossen werden sollte. Bestenfalls sollte dies zweimal am Tag gemacht werden. Nach ungefähr sechs Feldern muss die Gießkanne erneut aufgefüllt werden. Es gibt aber die Möglichkeit eine mit größerem Volumen zu kaufen. Zum Ernten muss man sich nur auf das Feld stellen und einen Knopf drücken und schon wandern alle Früchte wie von Zauberhand in einen Behälter. Wer nicht so lange bis zur Reife warten möchte, kann mit einem Dünger nachhelfen. Es gibt auch die Möglichkeit Pflanzen im Gewächshaus oder am Reisfeld anzupflanzen.

Tiere

story-of-seasons-kuhWie es sich für eine Farm gehört, kann man auch zahlreiche Tiere besitzen. Kühe, Schafe, Hühner, Alpakas, Lamas, Hasen, Zebus, Ziegen und Kamele bringen einmal am Tag Milch, Eier oder Wolle. Während der Trächtigkeit, bekommt man keine Produkte von ihnen. Es muss nur selten das Futter nachgefüllt werden, von dem sich die Tiere dann selbst bedienen. Als Haustiere kann man sich Hund, Katze und Pferd halten.

story-of-seasons-safariAuf Pferde kann geritten werden, wenn man sich nicht immer auf den längeren, von vielen Abzweigungen gesäumten Weg, machen möchte. Mit diesen kommt man schneller voran bzw. kann sie mit einer Karotte bestechen, sodass man sofort am gewünschten Ziel ist. Später ist es auch möglich Bienen und Pilze zu züchten. Im weiteren Spielverlauf kann auch ein Safaripark mit Affen und Pinguinen betrieben werden.

Handeln

story-of-seasons-händlerAn bestimmten Tagen, die im Kalender neben dem Bett nachgelesen werden können, kommen Händler in die Stadt. Diese kaufen einem alles ab; für bevorzugte Dinge gibt es viel mehr Geld. Nervig ist nur die ständige Bestätigung wie der neue Kontostand aussieht.

Um überhaupt Sachen zum Verkaufen zu haben, sollte mit offenen Augen durch die Gegend gelaufen werden. Da können Steine, Äste, Insekten und Blumen eingesammelt werden. Steine und Äste können noch mit Hammer oder Axt bearbeitet werden um das Resultat teurer verkaufen zu können. Diese Dinge werden nicht jeden Tag neu gespawnt und Bäume können auch nicht gefällt werden.

story-of-seasons-fischenMit ein bisschen Geduld können auch aus den Teichen wertvolle Dinge geholt werden. Während des Schwimmens muss nur getaucht werden, wenn ein Symbol erscheint. Dabei ist es unwichtig, an welcher Stelle man sich gerade befindet. Das Ganze ist nur dreimal am Tag pro Teich möglich. Mit einer Angel kann theoretisch der ganze Tag an einem Steg verbracht werden, wenn nur die Ausdauer nicht einen Strich durch die Rechnung machen würde. Ein bisschen unlogisch ist nur, dass mit Köder noch immer Felsen gefischt werden. Es gibt auch die Möglichkeit einen Fischkäfig aufzustellen, sodass sich die Meerestiere dort vermehren können.

story-of-seasons-hausDie vielen gesammelten Dinge nehmen schnell die ganzen 50 Plätze in der Tasche weg, auch wenn Identische zusammengefasst werden. Zusätzlich können diese in Truhen im Haus gelagert werden. Es kann auch eine größere Tasche gekauft werden, die sehr teuer ist. Die Dinge können auch zum Schreinern, Kochen und Nähen verwendet werden, wobei zuerst ein Bauplan bzw. Rezept notwendig ist. Besonders bei der dringend benötigten Mistgabel war mir das zuerst nicht ganz klar. Die erstellten Gegenstände können natürlich auch verkauft werden.

Stadtleben

Um sich der Stadt vertraut zu machen, ist einige Eingewöhnungszeit nötig. Während üblicherweise zum nächsten Bereich erst gewechselt wird, wenn man den Rand des Bildschirmes erreicht hat, passiert der Wechsel bei diesem Spiel schon früher. Die Karte am unteren Bildschirm ist dabei nur bedingt hilfreich.

Neben seinem Haus und Garten ist es auch möglich die Plätze in der Stadt nach seinem eigenen Geschmack herzurichten, was neue Möbel und Anordnung betrifft.

story-of-seasons-heiratIn der Stadt sind einige Bewohner unterwegs, doch wenn man sich mit ihnen unterhalten möchte, sagen sie Standardsätze, sodass man mit ihnen nicht ins Gespräch kommen kann. Trotzdem ist es möglich einen Nachbarn zu heiraten und mit ihm eine Familie zu gründen. Um dies zu erreichen, können Geschenke gemacht werden, um so das Zuneigungslevel zu erhöhen.

Je nach Jahreszeit gibt es auch Ereignisse und Wettbewerbe wie zum Beispiel wer das beste Gemüse hat oder wer die meisten und längsten Fische fängt.

Mehrspielermodus

story-of-seasons-multiplayerEs gibt zwar einen Mehrspielermodus, doch dieser ist nicht sehr gut umgesetzt. Jeder Teilnehmer benötigt das Spiel. Trotzdem ist es nur möglich andere Farmen zu besuchen (lokal oder online). Es gibt auch die Möglichkeit mitzuhelfen, wobei dies nur auf einen Zauberstab beschränkt ist, der eine bessere Qualität der angebauten verspricht. Über Streetpass können nur belanglose Informationen abgefragt werden.

Tipps können in der umfangreichen englischsprachigen Fan-Seite nachgelesen werden.

Fazit

andrea

Story of Seasons bietet viele verschiedene Möglichkeiten um Geld zu verdienen. Sei es Dinge am Land und im Wasser einzusammeln, sich um Tiere zu kümmern oder Früchte von den eigenen Feldern zu ernten, es wird einem nie langweilig. Feste und Wettbewerbe bieten ein Ziel, auf das hingearbeitet werden kann, nur ist es ziemlich unwahrscheinlich diese schon beim ersten Mal zu gewinnen. Neulinge haben allerdings einen schwierigen Start: Das Tutorial ist zwar gut gemacht, doch fehlen danach Zielvorgaben. Erst nach zahlreichen Spieltagen werden weitere Tätigkeiten freigeschalten. Mühsam dabei waren nur die ewig langen Dialoge am Anfang, bei denen ich mir wie eine Marionette vorgekommen bin, die zu allem nickt und Amen sagt. Schade, dass auch ansonsten die Bewohner nicht viel zu sagen haben. Oft ärgert man sich über eine volle Tasche oder geringe Ausdauer. Diese Probleme lassen sich im Spiel zwar lösen, sind aber nicht so komfortabel. Besonders bei einer fast vollen Tasche ist es nervig, wenn nicht genau jener Gegenstand eingesammelt wird, den man möchte, sondern einer, der weiter entfernt am Boden liegt.

PRO
  • viele Tätigkeiten ...
  • Langzeitspielspaß
  • einfache Steuerung ...
  • gute Planung vorausgesetzt ...
CON
  • ... die sehr langsam freigeschalten werden
  • ... manchmal ungenauer Steuerung
  • ... ansonsten wird der Stauraum zu klein
  • Ausdauer wird bei anstrengenden Tätigkeiten schnell weniger
  • zuerst langatmige Dialoge, dann überhaupt keine mehr
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