Review

Serious Sam 3 BFE

Croteam hat es wieder einmal geschafft sämtliche Vorurteile, die man gegenüber dem Ego-Shooter Genre haben kann, in ein einziges Spiel zu packen. Das Resultat ist ein hirnloser, gewaltverherrlichender, blutiger, obszöner, sexistischer, humorvoller und vor allem exzessiver Actionhit.

Geschichte

„What the hell was that?! – Sam

Serious Sam 3 BFE ist ein Prequel und spielt vor den Ereignissen des ersten Teils, doch ist die Geschichte genaugenommen unwichtig. Es hat etwas mit Ägypten und den Pyramiden zu tun. Das Einzige das man wissen muss ist, wohin man gehen soll, welche Waffen man hat und wo die nächsten Aliens auf ein Freiticket in die Hölle warten.
Jeder, der diese Einstellung für unangebracht hält und mehr über die Geschichte wissen möchte, sollte sich dieses Spiel besser nicht anschaffen.

Gameplay

„Stop the foreplay and get serious!“ – Sam

Der Anfang des Spiels ist schleppend, doch hat man die ersten Level einmal überwunden, wird der Spielfluss erhöht und man trifft auch häufiger auf die Horden an Gegnern, für die die Reihe bekannt ist. Meist befindet man sich dabei auf einem großen Platz auf dem Munition und Verbandskasten verteilt sind. Es herrscht völlige Stille, die nur durch den Wind und die Schritte eures Helden unterbrochen wird. Diese Ruhe ist jedoch nicht von Dauer und man beginnt die Schreie und Tritte der heraneilenden Aliens zu hören. Nun fängt auch die Musik an zu spielen und es bleiben noch wenige Momente Zeit, bevor die ersten Gegner bedrohlich nahe kommen. Das einzige, dass man nun tun muss, ist eine passende Waffe auszuwählen und schon kann munter drauflos geschossen werden. Leider muss man einige Waffen nachladen was nicht wirklich zum Spiel passt, doch sollte man sich dadurch nicht den Spaß verderben lassen. Eine weitere Neuerung sind zerstörbare Bauten wie Wände, Säulen und Statuen, die im Feuergefecht aber nur wenig Schutz bieten, da sie schnell von Raketen in kleine Stücke gebombt werden.

Die Level sind mit wenigen Ausnahmen linear gestaltet, doch fühlen sie sich durch die Größe und durchdachtes Design nur selten einengend an. Neben den Abschnitten unter freiem Himmel muss man hin und wieder düstere Tempel durchqueren, in denen es manchmal ziemlich gruselig ist. Ein nettes Detail, das man nur in den überirdischen Levels sehen kann, sind die Pyramiden am Horizont, die immer größer werden, je näher man ihnen kommt.

Fühlt man sich in der Kampagne einsam, kann man diese auch im Multiplayer online mit bis zu 16 Spieler oder lokal mit bis zu 4 Spieler bewältigen.

Grafik und Sound

„What are you looking at?“ – Sam

Die Grafik sieht, mit Ausnahme weniger verwaschener Texturen, wirklich gut aus und ist für dieses Spiel mehr als ausreichend.

Der Soundtrack ist eine Mischung aus Metal und orientalischen Stücken, die gut in das Spiel integriert wurden und zur tollen Atmosphäre beitragen. Bemerkenswert ist auch, dass jeder Gegner einzigartige Geräusche macht und es sehr leicht ist, dessen Gattung zu erkennen.

Anmerkung

Das BFE im Titel steht für „Before First Encounter“ und weist darauf hin, dass das Spiel zeitlich vor dem ersten Teil (Serious Sam: The First Encounter) spielt.

Fazit

stefan

„Ahhh, my old love.“ - Sam Serious Sam 3 BFE ist ein Shooter, mit dem man in die Vergangenheit des Ego-Shooter Gameplays reist. In eine Zeit in der eure Gesundheit noch mit Zahlen dargestellt wurde, Raketen ohne Mühe ausgewichen werden konnte und am Ende eines Levels überdimensionale Endgegner darauf warteten ausradiert zu werden. Man ist die ganze Zeit auf sich alleine gestellt und muss nicht auf hirnlose Kameraden warten, um durch die nächste Tür gehen zu dürfen. Auch stören Zwischensequenzen, die euch die Kontrolle über das Spiel entziehen, nur selten den Spielfluss. Das Spiel ist genau das, was es sein soll und was es werden sollte. Jeder der sich über eine mangelhafte Geschichte, unrealistisches Gameplay oder klischeehaftem Humor beschwert, hat nicht verstanden um was es in dem Spiel geht. Daher ist es besonders wichtig, dass man sich einen Kauf sehr gut überlegt.

PRO
  • ziemlich „Serious“
  • hat die Altersbeschränkung redlich verdient
  • der alten Formel treu geblieben
  • der Humor passt einfach
  • mitreißende Action
  • Horden von Gegnern
  • toller Soundtrack
  • lange Kampagne
  • viele Geheimnisse
CON
  • die Mimik von Sam ist in den Zwischensequenzen schlecht animiert
  • wenig neues
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