Review

Pocket Card Jockey

Bei diesem Spiel handelt es sich laut Beschreibung um eine Mischung aus Solitär und Pferderennen. Was einen wirklich erwartet, erkläre ich in diesem Review.

Story

pocket-card-jockey-dialogDer Spieler schlüpft in die Rolle eines eher untalentierten Jockeys. Dieser hat aber viel Selbstvertrauen und möchte die großen Pferderennen gewinnen. Ein Trainer unterstützt ihn dabei reiche Pferdebesitzer zu überreden ihr Pferd zur Verfügung zu stellen. Verliert man dann ein Rennen ist dieser trotz Geldgwinn sehr unzufrieden. Nach drei verlorenen Rennen wird das Pferd erwachsen, nach weiteren drei Niederlagen wird es in Pension geschickt, wo es für die Zucht verwendet werden kann.

Gameplay

Ein Pferderennen kann in drei Phasen eingeteilt werden. Phase 1 und 2 wechseln sich mehrmals ab, abhängig davon wie lange die Strecke ist. Phase 3 bildet den Abschluss.

Phase 1

pocket-card-jockey-phase1Diese Phase basiert auf Solitär. Dabei ist aber nicht das bekannte Spiel auf dem Computer gemeint, sondern eines mit eigenen Regeln. Nur die Karten sind diesselben: Ass, die Zahlen 2 bis 10, Bube, Dame und König in den Farben rot und schwarz.

Die Regeln sind einfach zu verstehen, aber schwierig auszuführen: Ziel ist es auf einem Stapel alle Karten aus ungefähr fünf Spalten abzulegen. Dabei darf eine Karte nur auf den Stapel gelegt werden, wenn diese einen Wert um eins höher oder niedriger als die oberste Karte am Stapel hat. Nach einem König folgt wieder ein Ass. Für jede abgelegte Karte gibt es Punkte.

Das Schwierige ist, dass auch bei den vorgegebenen Spalten nur die oberste Karte verwendet werden kann. So gibt es meistens mehrere Möglichkeiten oder auch keine. Bei letzterem muss eine Karte aus dem verdeckten Stapel gezogen werden, die meist nicht brauchbar ist.

Durch das ständige Ziehen sollte man aufpassen nicht in der Eile eine weitere Karte zu ziehen, obwohl gerade eine brauchbare aufgedeckt wurde, da es nicht möglich ist einen Zug rückgängig zu machen.

Ist der Kartenvorrat aufgebraucht, werden die übriggebliebenen Karten als Minuspunkte gewertet. Während der ganzen Phase läuft die Zeit ab, mit der man aber trotz Nachdenkpausen gut auskommt.

Anders ist es beim Start, wo es nur zählt möglichst schnell eine Spalte abgearbeitet zu haben, da sonst der Zeitverlust kaum mehr aufgeholt werden kann.

Phase 2

pocket-card-jockey-phase2In dieser Phase geht es um die Positionierung im Feld. Die in der vorigen Phase gsammelten Punkte können nun verwendet werden um eine Linie zur gewünschten Position zu ziehen oder man wandelt die Punkte in Geschwindigkeit um.

Möglichst viele Geschwindigkeitspunkte gibt es, wenn sich das Pferd im weißen Bereich aufhält, wobei es eine Vorhersage gibt, wohin sich dieser verschieben kann. Am Weg können Karten eingesammelt werden, die die Fähigkeiten des Tieres verbessern. Trotzdem sollte man nicht zu ehrgeizig sein, denn bei einem Zusammenstoß mit den Konkurrenten, wird man weit zurückgeworfen.

Phase 3

pocket-card-jockey-phase3Jetzt kommt der Zielsprint, wo die gesammelten Geschwindigkeitspunkte wichtig sind.

Weiters steht noch eine gewisse Anzahl an Karten mit einem Herz zur Verfügung, die für einen kurzen Sprint eingesetzt werden können. Die Zahl der Karten ist abhängig von der Anzahl an perfekt abgeschlossenen Solitär-Spielen (Phase 1). Leider merkt man bei einem Sprint nicht immer einen Unterschied bei der der Geschwindigkeit.

Für das Pferd kann noch entschieden werden, ob es weiter innen oder außer laufen soll, was aber wenig Unterschied macht. Die Möglichkeit die Gegner zu schneiden gibt es nicht. Manchmal verliert man in diesem Gewusel auch das eigene Reittier aus den Augen.

Zubehör

pocket-card-jockey-shopIn unregelmäßigen Abständen taucht ein Shop auf, in dem Zubehör gekauft werden kann. Der Zweck von Karotte, Maske und Gerte wird aber nicht erläutert. Allerdings bemerkt man im Spiel Hilfen, indem zum Beispiel die obersten Karten des verdeckten Stapels gezeigt werden, was in den wenigsten Fällen hilfreich ist. Weiters gibt es teure Puzzleteile zu kaufen. Diese werden zufällig aufgedeckt und können auch doppelt vorkommen. Bei jedem neuen Pferd beginnt man wieder von vorne.

Grafik und Sound

pocket-card-jockey-startDa das Spiel in Japan auch für iOS und Android erschienen ist, darf man sich keine besonders gute Grafik erwarten. Aber trotzdem ist man von den einfach gezeichneten und einfärbigen Pferden enttäuscht.

Der Sound ist zwar flott, passt aber nicht wirklich zu einem Rennspiel. Das komplette Spiel ist auf Englisch, obwohl es aufgrund der langen Dialogen und Vokabeln in mehrere Sprachen übersetzt werden sollte.

Fazit

andrea

Wer sich bei diesem Spiel einen süchtig-machenden Zeitvertreib erwartet, wird enttäuscht. Denn leider ist die Schwierigkeit schon von Anfang an hoch und teilweise auch von Glück abhängig, welche Karte man bekommt. Auch trotz guten Kartenpartien verliert man, weil das System undurchsichtig ist. Gespeichert wird automatisch, sodass ein verlorenes Rennen nicht wiederholt werden kann. Wer Pocket Card Jockey trotzdem einmal ausprobieren möchte, kann mit der Demo die ersten Rennen bestreiten.

PRO
  • Vorausplanung nötig
  • neues Gameplay
CON
  • kompliziertes System
  • hohe Schwierigkeit
  • einfache Grafik
  • langweilige Dialoge
  • basiert mehr auf Glück als auf Können
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