Review

Phineas und Ferb – Quer durch die 2. Dimension

Phineas und Ferb ist eine kindgerechte Zeichentrickserie, die seit 2007 ausgestrahlt wird. Es geht hauptsächlich darum, dass sich Phineas Flynn und sein Stiefbruder Ferb Fletcher in den Sommerferien langweilen und deshalb ein Gerät bauen. Dadurch durchkreuzen sie die Pläne der Vernichtung von Mr. Heinz Doofenschmirtz. Unterstützt werden sie dabei vom Schnabeltier Perry, das Agent P genannt wird. Sein Chef ist Major Monogam von OOCA (Organisation Ohne Cooles Acronym). Die Schwester Candace Flynn möchte ihrer Mutter von den Geräten erzählen, schafft es aber nicht. Isabella ist Pfadfinderin und in den kleinen rothaarigen Phineas verliebt. Vanessa ist die Tochter von Doofenschmirtz und der große, schüchterne und grünhaarige Ferb ist in sie verliebt. Weiters gibt es noch den stämmigen Schlägertyp Buford und den Streber Baljeet. In jeder Episode wird auch mindestens ein Lied gesungen.

2011 wurde der erste Film der Serie mit demselben Namen wie dieses Videospiel im Fernsehen gezeigt. Phineas und Ferb helfen dem plötzlich nett gewordenen Mr. Doofenschmirtz, einen Andere-Dimensionen-Inator zu bauen. In der 2.Dimension treffen sie auf den bösen Mr. Doofenschmirtz, der den Guten gefangen nimmt. Weiters werden auf die Jungs Roboter gehetzt und das Schnabeltier enthüllt seine Identität als Agent. Sie bekommen auch Unterstützung durch ihre alternativen Ichs. Mit Hilfe der Dimensions-Fernbedienung können sie nach Durchquerung diverser Welten in ihre eigene zurückkehren. Mittels des Amnesie-Inators wird die Geschichte vergessen, sodass Phineas und Ferb nicht mehr wissen, dass ihr Schnabeltier ein Agent ist.

Diese Geschichte muss man jetzt nicht unbedingt kennen, um das Spiel zu verstehen, aber sie erleichtert es. Die Steuerung ist einfach: Mit der Kreuz-Taste springt man und wenn man sie zweimal hintereinander drückt, bleibt man dank eines kleinen Propellers länger und höher in der Luft. Mit der Quadrat-Taste verwendet man die Waffe, die gerade ausgewählt ist. Für die verschiedenen Waffen drückt man am Steuerkreuz entweder hinauf oder hinunter. Mittels der Dreieck-Taste wechselt man zwischen den zwei Figuren hin und her. Mit dem Joystick kann man sich frei in der Welt bewegen. Manchmal hilft es auch, eine Taste länger gedrückt zu halten.

Insgesamt gibt es 24 Levels, die in sechs Dimensionen spielen. Jede Dimension hat ein Thema, um das es sich dreht. So gibt es Gelatine, Luftballons, Retro, Zwerge und Roboter. Der Ablauf eines Levels ähnelt sich sehr: Wenn man alle Gegner abgeschossen hat, öffnet sich eine Tür, wo es weitergeht. Dazwischen muss man über Plattformen springen und einen Knopf drücken, damit man weiterkommt. Zwischendurch muss man Gegenstände finden, die dann automatisch zusammengebaut werden. Hin und wieder gibt es Rutschpartien, bei denen man versucht, möglichst viele Teile einzusammeln, und manchmal muss man über Löcher hinweg springen. Dann gibt es noch Zugwagons, auf denen parallel die Gegner fahren. Hat man sie besiegt, muss man sich entscheiden, auf welchem Gleis man weiterfährt, weil eines in den Abgrund führt. Wenn man sich falsch entscheidet, muss man es erneut versuchen. Weiters sollte man aufpassen, dass man über Hindernisse drüberspringt, sodass man nicht hinuntergeschubst wird. Dann gibt es noch eigene Levels, bei denen man automatisch fliegt und versucht alle Gegner, die vor einem erscheinen, zu erschießen. Endgegner sind größer und man muss ihnen zuerst ausweichen, bevor man auf sie schießen darf. Dann gibt es noch eine Art Minispiel, bei dem Viren versuchen, zwei Stationen zu besetzen. Diese Schädlinge muss man dann verjagen. Dabei sind die eigenen Figuren so klein, dass man sie leicht aus den Augen verliert. Insgesamt spielt man ungefähr eine Viertelstunde an einem Level, was einer Durchspielzeit von sechs Stunden entspricht. Danach kann man jedes Level einzeln auswählen und so alles ein zweites Mal durchspielen. Positiv zum Spielspaß trägt bei, dass man nicht sterben kann und immer wiederbelebt wird. Man steht auch nie unter Zeitdruck, außer einmal, wo es aber sehr human bemessen wurde. Man muss auch nie einen Weg entlanglaufen, einen Gegenstand einsammeln und dann wieder zurücklaufen, weil es für den Retourweg immer eine Abkürzung gibt. Es gibt kein Steckenbleiben, weil entweder angezeigt wird, welche Taste man drücken soll oder welche Waffe.

Nun zu den Charakteren und Waffen. Im Laufe des Spiels werden sechs Charaktere freigeschaltet, wobei jeder eine bevorzugte Waffe und eine zusätzliche Fähigkeit hat. Die Auswahl hilft nur dabei, die Gegner schneller zu besiegen, bringt aber keinen großen Vorteil. Man wählt immer zwei Figuren aus, kann aber hin und her wechseln. Der vom Computer gesteuerte Charakter ist aber schlau, sodass er manchmal mehr Gegner trifft als der Spieler und auch Münzen einsammelt. Manchmal ist er zwar im Weg, weil er sich selbstständig bewegt, aber wenn gefordert ist, dass beide Figuren auf verschiedenen Plattformen stehenbleiben, macht er das auch. Verschwindet ein Charakter vom Bildschirm, wird der hintere nachgeflogen. Phineas bevorzugt den Baseballwerfer und erholt sich schnell. Ferb verwendet gerne den Antigravitationsstrahl um schwere Gegenstände zu bewegen und ist belastbar. Agent P’s Favorit ist der Karbonator, der Orangensaft spritzt und richtet zusätzlichen Schaden an. Agent T verwendet am liebsten den Ninja-Handschuh, mit dem er an Wänden hochspringen kann. Weiters hat er einen Reflektorpanzer. Der Widerstand-Phineas liebt den Digitalzerhackerocca gegen die Viren und hat einen Nachladebonus. Und der Widerstands-Ferb hat den OOCA-Markierer als Favorit, der Verstärkung herbeiruft, und besitzt einen Notfallmove. Die einzelnen Waffen verbessern sich, je häufiger man sie verwendet. Auf der Werkbank, die man meistens am Beginn eines Levels findet, kann man mit Chips seine Waffen verbessern.

Abschließend noch ein paar Worte zu Grafik und Sound. Die Grafik ist dreidimensional, aber manchmal trifft man eine Plattform nur anhand des Schattens. Da die Kameraperspektive vorgegeben ist, sieht man manche Dinge zuerst gar nicht. Die Levels sind einfach designt, schauen aber aus wie in der Serie. Auffalend ist die Retro-Dimension, in der alles schwarz-weiß ist, was man als eine Hommage an die erste Mickey-Maus-Serie interpretieren kann. Zum Sound kann man sagen, dass hauptsächlich die Schießgeräusche zu hören sind. Normalerweise werden Dialoge unten eingeblendet, nur bei den Filmsequenzen leider nicht. Deshalb sollte man unterwegs nie auf Kopfhörer vergessen, wenn man seine Nachbarn nicht stören möchte. Als Stimmen wurden aber die originalen Synchronsprecher genommen, womit auch ein Wiedererkennungswert gegeben ist.

Fazit

andrea

Das Spiel ist perfekt für Kinder und Ungeübte, auch wenn sie die Serie nicht kennen. Kurze Ladezeiten und kompakte Missionen sind perfekt, um Zwischendurch ein bisschen zu spielen. Leider hat man das Gefühl, auf der PSP eine abgespeckte Version der Wii zu erhalten, weil es nur 6 statt 10 Charaktere, keinen Koop-Modus (z.B. mittels Ad-hoc), keine Minispiele (für Tickets, mit denen man Outfits kaufen kann) und keine Trophäen zu gewinnen gibt. Die Levels sind alle schaffbar, aber mehr als 12 Stunden wird man sich nicht damit beschäftigen. Leider kann man auch keine einzelnen Levels wiederholen. Dafür ist der Preis dann doch eher zu hoch.

PRO
  • kindgerecht
  • kompakte Levels
  • verschiedene Fähigkeiten
  • guter computergesteuerter Partner
  • bekannte Stimmen
  • kurze Ladezeiten
CON
  • kaum Unterschiede bei den Waffen
  • vorgegebene Kameraperspektive
  • keinen Koop-Modus

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