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Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen Rio 2016 [WiiU]

Knapp drei Monate nachdem das Spiel für die tragbare Konsole erschienen ist, kann nun auch zu Hause vor dem Fernseher gewetteifert werden.

Gameplay

Mario-und-Sonic-bei-den-Olympischen-Spielen-Rio-2016-mario-und-sonicDer Schauplatz des Spiels befindet sich ausschließlich in Copacabana, der sehr komprimiert dargestellt wird. Man kann sich frei bewegen um die verschiedenen Modi auszuwählen oder Miis aus anderen Nationen zu treffen, die dann in wenigen Sätzen Interessantes über ihr Land erzählen. Hin und wieder trifft man auch auf Charaktere, die einen in einer Disziplin herausfordern wollen oder Tipps zu bestimmten Sportarten verraten. Die einzelnen Disziplinen werden nur über die Tasten des Gamepads gesteuert. Abwechslungsreiche Eingabemöglichkeiten wie Mikrofon oder Gyroscope sind im Gegensatz zum 3DS nicht möglich. Nach jedem Sieg erhält der Spieler Münzen und Ringe. Diese können in den jeweiligen Kioske gegen Kugeln eingetauscht werden. Diese Kugeln enthalten Sportoutfits, Kopfbedeckungen oder Stempel fürs Miiverse. Leider lässt es sich nicht verhindern, dass man manche auch öfters erhält. Die Outfits verbessern ein wenig die Fähigkeiten des Miis, aber nicht so sehr, dass man einen Unterschied bemerken würde.

Bei Fragen zum Gameplay muss sich der Spieler mit der knapp gehaltenen internen Anleitung oder sechs Kapitel mit nur wenigen Sätzen zufrieden geben.

Spielmodi

Zu Beginn ist nur das Einzelmatch freigeschaltet. Hier kann jede Disziplin ausgewählt und beliebig oft ausprobiert werden. Dabei können sich auch mehr Spieler austoben, wobei für Jeden eine eigene Fernbedienung nötig ist, anstatt einfach hintereinander antreten zu können. Störend ist auch der Splitscreen, wenn man gegen den Computer spielt. Seine Performance lenkt ab, weshalb es besser gewesen wäre, diese für Interessierte am Fernsehbildschirm oder am Gamepad anzuzeigen.

Mario-und-Sonic-bei-den-Olympischen-Spielen-Rio-2016-rhythmusNach einigen Siegen kann man sich im Rio-2016-Turniertor beweisen. Hier stehen drei zufällige Disziplinen zur Auswahl. Danach muss man sich dreimal in dieser beweisen: Zuerst in der Qualifikation, dann im Halbfinale und schließlich im Finale. Das Aufsteigen und Ausscheiden wird sehr anschaulich dargestellt. Trotzdem kann das ständige OK-Drücken mit der Zeit langweilig werden, weil die Gegner nur austauschbare Mii-Gesichter sind, die unterschiedlich erfolgreich abschneiden. Auch die Ladezeiten dazwischen stören den Spielfluss. Alle Disziplinen, in denen zumindest Podestplätze belegt wurden, stehen dann nicht mehr zur Auswahl. Erst wenn so in allen Sportarten Medaillen gewonnen wurden, gibt es einen neuen Durchgang, aber mit höherer Schwierigkeit. So wird man auch gezwungen, auch das Spiel, in dem man nicht so gut ist, lange auszuprobieren. Dieser Turnier-Modus kann auch zu Zweit absolviert werden, wobei nicht alle Disziplinen verfügbar sind.

Mario-und-Sonic-bei-den-Olympischen-Spielen-Rio-2016-teamsIrgendwann steht auch das Heldenduell zur Auswahl. Dabei tritt Team Mario gegen Team Sonic an, wobei sich der Spieler für eine Seite entscheiden muss. Nacheinander findet zufällige Sportarten statt. Dazu wählt man aus seinem Team jene der zehn Charaktere, deren Fähigkeiten am besten passen. Der Charakter, der danach verliert, scheidet aus. Der Sieger bekommt eine Karte, die entweder zwei seiner Athleten stärker macht oder zwei seines Gegners ausscheiden lässt. Besonders unfair ist dieses System, wenn eine Mannschaftssportart verloren wird, da man gleich vier Personen verliert und es damit schwer ist noch zu gewinnen.

Im amiibo-Modus bekommt man eine begrenzte Anzahl an Münzen und Ringe für jeden amiibo. Handelt es sich dabei um einen Mario oder Sonic dann kann am Ligaturnier teilgenommen werden.

Einen Online-Modus, der gut gepasst hätte, gibt es nicht. Stattdessen gibt es nur eine Online-Rangliste und reale Olympische Rekorde zum Vergleichen der eigenen Leistung. Laut Beschreibung soll es auch möglich sein Geisterdaten auszutauschen. Diese Option habe ich aber nicht gefunden.

Sportarten

100m, 100m-Staffel, Dreisprung, Speerwerfen, Schwimmen, Bogenschießen und Tischtennis sind schon aus den Vorgängern bekannt.

Mario-und-Sonic-bei-den-Olympischen-Spielen-Rio-2016-rugbyNeu hinzugekommen sind BMX, Fußball, 7er-Rugby, Beachvolleyball und Boxen. Im Gegensatz zur 3DS-Version wurde Rhythmische Sportgymnastik und Reiten komplett anders umgesetzt. Beim Springreiten geht es zum Beispiel nicht mehr darum möglichst schnell im richtigen Timing über die Hindernisse zu kommen, sondern dass der Reiter möglichst lange ein akrobatisches Kunststück durchführt. Während die benötigte Taste gedrückt wird, muss gleichzeitig gelenkt werden. Vor einem Hindernis wird trotz flachem Winkel immer abgesprungen.

Schade auch, dass Sportarten wie Basketball, Segeln, Taekwondo oder Golf fehlen, die aber bei der 3DS-Version enthalten sind.

Für Fußball, 7er-Rugby und Beachvolleyball gibt es auch noch einen Duell-Modus. Bei diesem erscheinen am Spielfeld Power-Ups, sodass auf den Gegner zum Beispiel ein Panzer geschleudert werden kann. Dadurch erzielt man noch zusätzliche Punkte, die dann bei einem Tor dazugezählt werden. So werden die Matches spannender und auch ungeübtere Personen haben so bessere Chancen auf den Sieg. Schade nur, dass dieses Feature nur für diese drei Sportarten zur Verfügung steht.

Die Steuerung wird beim ersten Mal zwar eingeblendet, doch da bei jeder Sportart eine andere Taste wichtig ist, muss man nochmal in der Erklärung nachschauen.

Fazit

andrea

Im Gegensatz zur 3DS-Version muss keine langweilige Story gespielt werden, sondern es können von Beginn an alle Sportarten ausgewählt werden. Nur leider ist die Anzahl weniger geworden und auch die Steuerung ist nicht so gut umgesetzt. Der Turniermodus ist herausfordernd und zieht sich durch oftmaliges Bestätigen und Laden in die Länge. Der Heldenmodus und die drei Sportarten mit den Powerups bringt Abwechslung ins Spiel. Schade, dass es keinen Online-Modus gibt.

PRO
  • neue Modi
  • Mehrspieler-Modus
  • Kennenlernen anderer Länder
CON
  • wenige Sportarten
  • kein Wettkampf online
  • Splitscreen im Einzelspieler-Modus unnötig
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