Review

Just Dance 3

Draußen wird es wieder kalt und darum kommt jetzt wieder ein Bewegungsspiel auf den Markt. Just Dance ist jetzt schon der dritte Teil dieser erfolgreichen Serie. Wie jedes Mal gibt es viele verschiedene Lieder und einige Neuerungen.

Gameplay

Das Spielprinzip bleibt aber immer dasselbe: Mit der Wii-Remote in der rechten Hand versucht man die Bewegungen des Tänzer nachzuahmen, wie ein Spiegelbild. Je mehr man im Takt ist und umso mehr Energie man in die Bewegungen legt, desto mehr Punkte gibt es dafür. Ab einer gewissen Anzahl von Punkten gibt es einen Stern dazu. Pro Lied sind bis zu fünf Sterne erreichbar. Wenn man zwanzig davon gesammelt hat, wird ein neues Extra freigeschalten. Das sind meistens Tanz-Mash-Ups, bei denen in einem Lied verschiedene Tänzer ihre Moves zeigen. Interessant ist aber auch Simon-sagt-Modus. Dabei wird ganz normal getanzt, bis irgendwann eine Stimme aus der Remote etwas sagt. Das kann dann die Anweisung zum Schütteln, Drehen oder Stoppen sein. Bei Letzterem muss man in der Bewegung verharren, sonst werden Punkte abgezogen. Für die anderen Tätigkeiten gibt es Zusatzpunkte. Um die Motivation lange aufrecht zu erhalten gibt es Medaillien zu gewinnen. Diese gibt es in Bronze, Silber und Gold und verlangen einiges an Können. So soll man etwa mehrere Lieder hintereinander mit 5 Sternen tanzen. Eine andere Medaillie gewinnt man, indem man bei einem bestimmten Lied einen besonderen Move mit einer „good“-Bewertung ausübt. Nach jeder Bewegung werden die Bewertungen berechnet. Dabei gibt es „x“ für nicht ausgeführt, „ok“, „good“ und „perfect“. Die Berechnung dauert zwar ein wenig und wird erst während der nächsten Sequenz angezeigt, doch darüber kann man hinwegsehen. Leider gibt es zum Schluss keine Statistik, wie oft welche Bewertung vergeben wurde. Es werden auch nur die Bewegungen mit der rechten Hand genommen, weswegen diese Hand dann auch schneller ermüdet. Die Hand des Tänzers am Bildschirm ist auch bunt eingefärbt, damit man besser weiß, wie man die Bewegung ausführen soll. Auch wenn das für Linkshänder ungewohnt ist, muss man nichts extra auswählen, welche Hand man bevorzugt. Denn beim Tanzen kommen alle Körperteile gleich oft zum Einsatz. Wen das stört, sollte sich wohl die Version für die X-Box besorgen, welche über die Kamera die Bewegungen überprüft.

Spielablauf

Gleich nach dem Einlegen der CD kann losgelegt werden. Da ist kein nerviges Lesen von Anleitungen nötig. Einfach Lied auswählen und man kann lostanzen. Dabei ist für jeden Geschmack etwas dabei: Es gibt aktuelle Charthits wie „California Gurls“, „Price Day“, „Barbra Streisand“, „Satellite“ und „Party Rock Anthem“. Andererseits auch Oldies wie „Venus“, „Crazy little thing called love“, „I feel love“, „I’m so excited“ und „Video killed the radio star“. Für Tanzmuffel gibt es auch Lieder, bei denen man nicht stillsitzen kann und nun endlich auch dazu abshaken kann. Dazu gehören „Pump it“, Baby one more time“ und I don’t feel like dancing“. Auch fremdsprachige Lieder wie „Marcia Boila“, „Pata Pata“ und „Kurio Kouddah le jana“ sind dabei. Deutschsprachige sucht man zwar vergeblich, aber man muss auch bedenken, dass das Spiel aus Amerika kommt. Wenn man mit der Songauswahl trotzdem noch nicht ganz zufrieden ist, kann man auch aus dem Online-Shop Lieder um 300 WiiPoints (entspricht ungefähr 2 Euro) kaufen. Zu einem Lied können vier Remotes angemeldet werden. Ein Lied ist sogar für acht Spieler vorgesehen. Bei „Jamaican Dance“ halten jeweils zwei Spieler eine Remote. Da man nur in einer Reihe steht und die Arme im Takt bewegt ist das kein Hindernis. Außerdem kann der Rest der Gruppe auch durch eingeblendete Texte mitsingen. Es gibt zwar keine Punkte dafür, aber Spaß macht es trotzdem. Es gibt eigene Combo- und Duett-Lieder, wobei man sich die Tanzfigur zuvor aussuchen darf, die teilweise auch andere Bewegungen macht. Besonders schön umgesetzt wurde „Somethin‘ stupid“ von Robbie Williams und Nicole Kidman. Es gibt auch den Sweat-Modus. Dabei versucht man nicht möglichst viele Sterne zu bekommen, sondern Sweat-Points. Es gibt mehr Punkte, desto schweißtreibender und genauer die Übungen ausgeführt wurden. Damit kann auch ein Trainingsplan erstellt werden, mit der Vorgabe wieviele Sweat-Points pro Tag erreicht werden sollen.

Grafik

Die Grafik ist bunter geworden. Statt einem einfachen Hintergrund passt dieser zum Lied: Bei „This is Halloween“ tanzt man am Friedhof und die Tänzer sind gruselig verkleidet. Bei Katy Perry hingegen sieht es wie eine große Bühne aus mit Videowalls, wo die Bewegungen übetragen werden. Die Tänzer (und damit meine ich auch Tänzerinnen) sind immer anders angezogen, aber es passt zum Lied. Es wird auch immer eine kleine Geschichte erzählt. Oft wird zwar kritisiert, dass man die Mii nicht als Tänzer dabei ist. Doch ich finde, dass diese süßen Figuren gar nicht zur schrillen Umsetzung der Videos passen und sicher auch nicht zu gelenkig sind. Am unteren Bildschirmrand werden auch Piktogramme eingeblendet, die anzeigen, wann und welche neue Bewegung ausgeführt wird. Am Anfang ist man aber so auf den Tänzer fokussiert, dass man diese Symbole gar nicht richtig wahrnehmen kann. Oft ist es auch schwierig, daraus die Tanzfigur abzulesen. Wenn sie einen aber zu verwirren, kann man sie in den Optionen auch ausstellen, genau so wie die Texte.

Sound

Der Sound ist wichtig bei einem Spiel, bei dem es um Musik geht. An den Liedern ist nichts auszusetzen. Überraschend ist aber, dass auch der Lautsprecher von der Remote verwendet wurde. So ertönt Jubel, wenn man gegen Mitspieler gewonnen hat und auch die Anweisungen zu „Simon sagt“ hört man auch und sieht nicht nur am Bildschirm. Schade nur, dass man die Ausgabe durch die Handhaltung verdeckt. Es gibt auch immer ein Geräusch, wenn ein Stern ertanzt wurde, oder man mehrere gute Moves gemacht hat.

Vergleich

Im 1. Teil gab es noch einen Menüpunkt „Aufwärmen“. Dieser beinhaltete einfache Dehnübungen. Für die weiteren Teile wurde er dann aber weggelassen. Teilweise war es auch störend, dass man immer ein neues Lied auswählen musste, wenn man gerade so wild getanzt hat. Im zweiten Teil wurde das durch den Marathon-Modus geändert und auch im dritten Teil gibt es die Möglichkeit viele Lieder zufällig nacheinander spielen zu können. Im zweiten Teil gab es statt dem Sweat-Modus noch einen Kalorienzähler. Im neuesten Spiel fehlt auch die Möglichkeit an bestimmten Stellen im Lied eigene Tanzschritte auszuführen und zwischen langer und kurzer Version zu wählen. Den Simon-sagt-Modus und den Online-Shop gab es auch schon in Teil 2. Daher gibt es wenig Neuerungen im 3.Teil.

Fazit

andrea

Wer noch kein Just Dance zu Hause hat, ist mit diesem Teil am besten bedient. Alle anderen sollten sich ihre Entscheidung gut überlegen, ob sie nicht lieber den zweiten Teil mit downgeloadeten Liedern erweitern, als den dritten Teil mit rund 30 Euro zu kaufen. Aber die Bewegungserkennung wurde verbessert und für die Langzeitmotivation ist es super, dass man Geschenke und Medaillien freischalten kann. Wer auch schon Erfahrung aus den vorigen Teilen hat, hat jetzt sicher einen Vorteil, weil die Moves schneller und komplizierter geworden sind. Noch immer fehlt die Möglichkeit einzelne Sequenzen zu üben. Aber Übung macht den Meister. Und jetzt warten wir noch auf Teil 4, wo die Bewegungserkennung dank dem Motion plus, vielleicht noch genauer wird.

PRO
  • zwei neue Tanz-Modi
  • Medaillen
  • Lieder, die zum Tanzen verleiten
CON
  • Bewertung dauert und ist nicht immer nachvollziehbar
  • Piktogramme sind eher ungenau
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