Review

Grim Tales – Die Vergeltung

Von der Serie Grim Tales sind schon "Die Braut", "Das Vermächtnis", "Gefährliche Wünsche", "Die Steinkönigin" und "Bloody Mary" erschienen. Mit "Die Vergeltung" ist nun der sechste Teil erschienen, der unabhängig von den Vorgänger gespielt werden kann.

Story

Nachdem dem Neffen der Protagonistin vorgeworfen wird seine Schwester Elisabeth McGray ermordet zu haben, wird man bei Gericht vorgeladen um eine Aussage zu machen. Dort befinden sich auch die Beweisstücke, mit denen wir in die Vergangenheit reisen können, um als Detektiv eigene Untersuchungen tätigen zu können. Wurden alle fünf Hinweise in Form von Fotos und Zetteln gefunden, ist die Zeitreise zu Ende und der nächste Ausflug kann angetreten werden. Das ganze Spiel wiederholt sich dann noch zweimal. Der Vorteil der Zeitreise liegt darin, dass die Personen einen nicht bemerken und sich auch nicht bewegen können. Trotzdem erscheint immer wieder ein schwarzer Geist, der einen davon abhalten möchte seine Nase weiter in die Familiengeschichte zu stecken.

Adventure

Grundsätzlich ist das Spiel wie ein einfaches Adventure aufgebaut: Nach und nach werden weitere Ort freigeschalten, untersucht werden können. Die gefundenen Gegenstände landen im Inventar und müssen an der richtigen Stelle verwendet werden. Auf der einfachen Schwierigkeitsstufe glitzern die relevanten Bereiche. Störend ist hierbei, dass der anklickbare Bereich größer als der angezeigte Bereich ist. So kann man auch durch eine Tür gehen, wenn man die Wand daneben anklickt. Dies erweckt den Anschein als wäre noch ein Gegenstand dort verborgen, bekommt stattdessen aber dasselbe Ereignis noch einmal zu sehen.

Rätsel

Meistens fehlt von einer Dekoration die zweite Hälfte, die sich dann in irgendeiner Truhe versteckt. So muss bei jedem gefundenen Ding überlegt werden, in welche Lücke das passen würde und an den Ort zurückgehen. Eine etwas schnellere Navigation bietet der Übersichtsplan, der etwas gewöhnungsbedürftig ist. Die Mechanismen zum Öffnen von Behältnern sind meist daneben auf einem Zettel aufgezeichnet und hilfreich.

Bevor eine Tür geöffnet werden kann, muss meistens zuerst eine Minispiel gelöst werden, welches aber auch übersprungen werden kann. Dies sollte jedoch vermieden werden, da diese Rätsel Spaß machen und die Gehirnzellen ein wenig anstrengen. Die Anleitung, die nicht automatisch angezeigt wird, beschränkt sich nur auf das Wichtigste und ist nicht sofort verständlich.

Im Inventar befinden sich praktische Dinge wie eine Schere oder ein Schraubenzieher so lange, wie sie benötigt werden. Leider sind viele Kombinationen nicht möglich, sondern nur die eine Richtige. So kann man ein Metallstück aus der Hecke nicht mit einem Magnet herausholen und die Sträucher auch nicht wegschneiden, sondern muss es mit der Harpune herholen. Diese Harpune muss aber erst aus ihren Einzelteilen zusammengebaut werden, wobei auch hier eine strenge Reihenfolge eingehalten werden muss. Auch wenn der Teil schon fertig aussieht, benötigt man noch immer etwas, solange im Inventar ein Plus-Zeichen angezeigt wird. Leider verraten auch die Gedanken der Protagonistin nicht, was noch fehlt.

Wimmelbilder

Beim erstmaligen Betreten von Räumen, wartet dort meist ein Wimmelbild. Allerdings gibt es davon nicht so viele, wie man es von anderen Wimmelbild-Adventuren gewohnt ist. Weiters sind diese relativ einfach, weil es nur 12 Gegenstände zu finden gibt und blindes Herumklicken nicht erkannt und deshalb auch nicht bestraft wird. Daher ist es möglich einfach alle „wichtig aussehenden“ Gegenstände anzuklicken, ohne überhaupt die Liste gelesen zu haben. Orange gefärbte Begriffe benötigten zuerst noch einen anderen Gegenstand. Diese sind leicht auszumachen, da sich das Aussehen des Mauszeigers verändert, wenn dieser darüber bewegt wird. Die Wörter sind im Sprachgebrauch weit verbreitet, nur manchmal stellt man sich eine andere Form darunter vor. Vereinzelt kommen Waffen oder Werkzeuge vor, die man nicht unbedingt kennen muss, wie zum Beispiel Ahle. Wenn man nicht weiterkommt, zeigt ein Tipp die richtige Stelle an. Diese sind nach einer gewissen Zeit aufgeladen und können auch im Adventure-Teil verwendet werden.

Grafik und Sound

Die Grafik ist durchschnittlich, nur die Münder bewegen sich nicht zum gesprochenen Text. Meistens sind die Bilder statisch, nur manchmal wird vorher ein kurzer Film gezeigt. Die komplette Sprachausgabe ist auf Englisch, wobei nur wenig gesprochen wird. Die Untertitel sind auf Deutsch. Verwirrend ist nur, dass Hinweise am oberen Bildschirmrand angezeigt werden, wo man aber nicht so häufig hinsieht, da die Untertitel und das Inventar am unteren Bildschirmrand sind. Die Schauplätze werden mit gruseliger Musik untermalt, sodass man weiß, dass bald etwas Spannendes passieren muss.

Fazit

andrea

Die Geschichte von Grim Tales - Die Vergeltung klingt spannend. Nur bald merkt man, dass übernatürliche Kräfte vorkommen und bei den ganzen Verwandtschaften blickt man nicht so leicht durch. Wer sich ein Spiel erwartet, das zur Häfte aus Wimmelbildern und zur anderen Hälfte aus Adventure besteht, wird enttäuscht. Die Wimmelbilder sind selten und nicht so gut umgesetzt, wie man es erwarten würde. Das Adventure besteht aus vielen unnötigen Schauplatzwechsel und Enttäuschungen, wenn man nicht den Gegenstand bekommt, den man so dringend bräuchte. Die Minispiele hingegen sind abwechslungsreich und interessant und hätten ruhig mehr sein können. Nach vier bis fünf Stunden sieht man den Abspann.

PRO
  • kniffilige Minispiele
CON
  • wenig Wimmelbilder
  • viele Schauplatzwechsel
  • undurchsichtige Story
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