Review

Forza Horizon

In Forza Horizon schlüpft man in die Schuhe eines aufstrebenden Fahrers, der es gerade noch geschafft hat sich für das Horizon-Event zu qualifizieren. Nun muss er auf dem Weg zum ersten Platz seine Fähigkeiten hinter dem Lenkrad unter Beweis stellen. Schauplatz dieser Veranstaltung ist eine fiktive Version von Colorado, dem das Aussehen der Landschaft nachempfunden ist.

Gameplay

Der Fortschritt, den man in dem Event macht, wird in Form von Armbändern in verschiedenen Farben dargestellt. Diese erlauben die Teilnahme an bestimmten Rennen, mit denen man sich Punkte verdienen kann die wiederum ein neues Armband freischalten. In jedem dieser Rennen hat man neben seinen üblichen Kontrahenten einen Rivalen, der auf Grund einer Zwangsstörung vor jedem Start eine niveaulose Aussage tätigen muss, ehe er sich in sein Fahrzeug setzen kann. Das erste Mal ist das vielleicht noch amüsant doch empfindet man bald nur noch Mitleid.

Neben den herkömmlichen Rennen gibt es noch „Showcase-Events“ bei denen man zum Beispiel gegen ein Flugzeug oder einen Helikopter antreten muss. Weiters können die computergesteuerten Fahrer, denen man auf den Straßen Colorados begegnet, herausgefordert werden. Das bringt zwar lediglich Geld, doch ist es ziemlich praktisch wenn man auf dem Weg zu einem Rennen ein wenig verdienen kann. Am Straßenrand befinden sich hin und wieder Kameras, die entweder die aktuelle Geschwindigkeit messen oder die durchschnittliche auf dem Weg zur nächsten. Doch nicht bei alle Aktivitäten geht es um die Geschwindigkeit. So gibt es 100 zerstörbare Schilder der Tuning-Werkstatt, die einen prozentualen Rabatt gewähren der mit der Anzahl der bereits zerstörten Schilder wächst. Erwähnenswert sind noch die sogenannten „Barn-Finds“. Dies sind verwahrloste Oldtimer die in Scheunen untergebracht sind. Auf der Karte werden diese nicht exakt angezeigt sondern nur als Bereich in dem die Scheune noch gesucht werden muss. Hat man das Fahrzeug schließlich gefunden, wird es vom Horizon-Mechaniker restauriert und kann danach wieder in Rennen eingesetzt werden. Selbst wenn man von all diesen Aktivitäten nichts macht erhält man jederzeit Popularität, sobald man die Zuschauer mit einem tollkühnen Fahrstil begeistert.

Will man an einem Rennen teilnehmen muss man zuerst zu der Anmeldung fahren. Sollte sich dort herausstellen, dass das Auto nicht den Vorgaben entspricht, kann es einfach gegen eines aus der Garage getauscht oder gegen ein neu gekauftes getauscht werden. Auch etwaige Up- bzw. Downgrades können vor Ort vorgenommen werden.

Forza Horizon ist im Vergleich zu den Forza Motorsport-Spielen eher auf Spaß als auf Realismus ausgelegt. Auch der Fortschritt den man im Spiel macht wird sehr deutlich hervorgehoben und dem Spieler wird sehr oft gezeigt wie großartig er ist. Egal wie nichtig die Tätigkeiten auch sind – es werden ständig Punkte-Kombos angezeigt, Challenges erledigt, Komplimente der hübschen Veranstalterin gemacht und in der ersten Spielstunde wird man von den freigeschalteten Achievements fast erdrückt.

Vieles ist auch gleich geblieben. Man hat erneut die Möglichkeit, die Schwierigkeit individuell einzustellen was sich auf das Preisgeld auswirkt. Das Aussehen der Fahrzeuge kann durch Aufkleber angepasst und vollständige Designs auch über das Internet gekauft bzw. verkauft werden.

Leider ist auch die Monetarisierung weiter in den Vordergrund gerückt. Wie beim Vorgänger werden Fahrzeuge aus den DLCs beim Händler angezeigt und während den Landezeiten wird man auf weitere Möglichkeiten Geld auszugeben aufmerksam gemacht. Selbst beim Betrachten der Übersichtskarte ist man davor nicht geschützt und am unteren Bildschirmrand ist stets die Aufforderung zu sehen sich eine Karte zu kaufen auf der die zuvor erwähnten Schilder der Tuning-Werkstatt eingezeichnet sind.

Multiplayer

Wie zu erwarten kann man beim Multiplayer gegen andere Spieler Rennen fahren. Besonders amüsant fand ich den Spielmodus „Cat and Mouse“. In diesem besteht jedes Team aus einer Maus und drei Katzen. Die Aufgabe der Mäuse ist das Ziel zu erreichen, während die Katzen die gegnerische Maus behindern und die eigene schützen müssen.

Fazit

stefan

Die Landschaft von Forza Horizon ist sehr schön gestaltet und es macht sehr viel Spaß mit dem Auto seiner Träume das Straßennetz zu erkunden. Es gibt immer was zu tun und die verschiedenen Aktivitäten machen das Spiel abwechslungsreich. Musikalische Begleitung gibt es in Form von drei Radiosendern, die jedoch keine große Abwechslung bieten. Leider ist die Handlung langweilig und die NPC lächerlich, was gelegentlich ziemlich stören kann. Abgesehen davon ist der Singleplayer gut gelungen. Das Wichtigste was es zu Forza Horizon zu sagen gibt ist womöglich, dass es ein Spin-off und nicht wie die Spiele der Forza Motorsport-Reihe ist. Ich möchte das besonders hervorheben, da einige Spieler falsche Erwartungen an das Spiel haben könnten. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Spiel dadurch schlechter ist, es ist einfach anders.

PRO
  • individuell anpassbare Schwierigkeit
  • großartige Grafik
  • toller Sound
  • viele Fahrzeuge
  • lustige Multiplayer-Modi
CON
  • Radiosender und Musik bieten wenig Abwechslung
  • ständige Lobeshymnen
  • zwangsneurotische NPC mit Minderwertigkeitskomplexen
  • Handlung
  • DLC-Umsetzung und Integration
Veröffentlicht unter Review

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