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Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia

Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia ist ein Remake des 2. Fire Emblem Teils, der damals für die NES erscheinen ist. Wie sich die Neuauflage im Vergleich zum letzten Teil schlägt erfährst du hier.

Übersicht

Handlung

Das Geschehen wird von zwei Seiten aus betrachtet. Alm und Cilica haben es sich zur Aufgabe gemacht die Probleme, die ihre Heimat plagen, aus der Welt zu schaffen.

Mich hat die Handlung nicht wirklich mitgerissen. Es gab zwar ein paar interessante Situationen, doch hatte ich das Gefühlt so gut wie alles schon hundert Mal irgendwo gehört zu haben. Der Vorgänger – Fire Emblem Fates – hatte die Besonderheit, dass das Geschehen von zwei verfeindeten Perspektiven betrachtet werden konnte, was die sonst eher fade Handlung ziemlich interessant machte. Hier ist dies leider nicht der Fall. Beide Perspektiven bringen zwar eine andere Sichtweise auf die Probleme, doch war hier einfach keine Tiefe vorhanden.

Erzählung

Fire-Emblem-Echoes-Shadows-of-Valentia-DialogDie Handlung wird wie üblich meist über Dialoge vermittelt, wobei dieses Mal so gut wie alles vertont ist. Dabei wurde so gut wie immer hervorragende Arbeit geleistet und der Charakter der unterschiedlichen Personen so gut vermittelt. Die Wut, die die Charaktere teils verspüren, bringen die Synchronsprecher manchmal nicht so gut hinüber als ob sie im Tonstudio nicht schreien hätten dürfen.

Natürlich gibt es auch wieder die großartig aussehenden Zwischensequenzen.

Im Vergleich zum Original ist die Handlung im Grunde gleich geblieben, doch wurde sie um Einiges ausgeschmückt. Viele der neuen Dialoge hätten etwas kürzer sein können und oft wird lange geschwafelt, was mir nicht so gefallen hat.

Gameplay

Da das Spiel ein Remake des zweiten Teils von Fire Emblem ist, der damals für die NES erschienen ist, ist das Gamplay teils überraschend anders als beim Vorgänger.

Wie bereits am Anfang angemerkt, wird das Geschehen von zwei Personen betrachtet. Der Spieler springt dabei anfangs zwischen Beiden hin und her, was oft verwirrend sein kann. Nachdem ich zahlreiche Schlachten mit Alm gemeistert habe und dann zu Cilica wechsle, dauert es immer ein bisschen bis ich mich an die anderen Einheiten wieder gewöhne. Zwar verhalten sich Bogenschützen auf beiden Seiten gleich, doch kann es sein, dass einer der beiden Einheiten besser ist und ich beim Anderen einen Spezialangriff vermisse, den der andere durchführen konnte.

Kämpfe

Fire-Emblem-Echoes-Shadows-of-Valentia-KampfDie Kämpfe sind wie gewohnt rundenbasiert, wobei eine Einheit nach einem Angriff nicht mehr bewegt werden kann und die Angegriffene einen Gegenangriff durchführen kann.

Im Vergleich zum Vorgänger können Einheiten nicht zusammengeschlossen werden, doch sonst ist vieles beim Alten geblieben. Sie können aber wieder miteinander sprechen und sich so besser verstehen. Dies machen sie nun während den Kämpfen, was noch unpassender ist als beim Vorgänger.

Es gibt nun nur mehr die Lebensenergie und nichts wie Mana oder Ausdauer. Wenn gezaubert oder ein Spezialangriff durchgeführt wird, dann wird einfach Lebensenergie abgezogen. Anfangs dachte ich, dass es das ganze Spiel einfacher macht, doch war ich überrascht wie sich das Konzept im Gameplay auswirkt. Oft führte ich einen starken Zauber nicht aus, da ich Angst hatte es würde meine Einheit zu sehr schwächen und so zu einem leichten Opfer machen. Andererseits lässt sich eine Einheit wieder heilen, was ihr erlaubt ständig magische Angriffe zu verwenden.

Eine Neuerung, die ich so erfolgreich ignoriert habe, dass ich mich erst beim Schreiben dieses Textes wieder erinnert habe, ist das Zeitenrad. Damit können in den Kämpfen ein paar Züge rückgängig gemacht werden. Da es mir wie cheaten vorkommt, habe ich davon nur einmal Gebrauch gemacht als der x-te Angriff gegen einen Feind daneben gegangen ist, als wäre dieser Luft und ich mir geschworen habe, diesen noch in dieser Runde in den Boden zu stampfen.

Was diesmal anders ist, ist dass oft weitere Einheiten beschworen – also herbeigezaubert – werden. Diese sind nicht so stark, aber können ziemlich lästig werden, da sie den Weg zu den eigentlichen Feinden erschweren.

Die unterschiedlichen Klassen sind alle sehr ähnlich zum Vorgänger, doch hatte ich das Gefühl, dass die Reiter sehr schwach sind.

Automatische Kämpfe gibt es diesmal auch wieder und die Einheiten können jetzt auch leichter auf einmal befehligt werden. Über einen Button am Touchscreen können alle Einheiten z.B. zum Angriff aufgefordert werden.

Übersichtskarte

Der Spieler bewegt seine Truppe auf einer Übersichtskarte von Ort zu Ort. Die möglichen Pfade sind sehr einngeschränkt und man hat eher das Gefühl in der Hub-World eines klassischen Super Mario Spiels unterwegs zu sein.

Städte und Befestigungen

Interessant ist, dass über die Übersichtskarte auch Städte besucht werden können. Frei bewegen kann man sich dort nicht, sondern nur an bestimmte Orte springen um dort mit den Bewohnern zu sprechen.

Ein wichtiger Punkt ist immer der Schmied, wo unter anderem Waffen verbessert werden können. Weiters gibt es kleinere Nebenmissionen von NPCs wie z.B. das Beschaffen von bestimmten Items.

So wie die Städte funktionieren, funktionieren auch die Burgen und Schlösser, die einem so auf dem Weg unterkommen.

Angemerkt sollte noch werden, dass die Umgebung untersucht werden kann und so Items gefunden werden können.

Dungeons

Fire-Emblem-Echoes-Shadows-of-Valentia-DungeonWenn ein Dungeon betreten wird, dann ändert sich das Gameplay ziemlich stark. Das Spiel wechselt in eine 3rd-Person-Perspektive und der Held der Truppe kann direkt gesteuert werden. Die übrigen Charaktere sind nicht zu sehen. Zusätzlich zum Herumlaufen kann auch das Schwert geschwungen werden, womit sich gut die Kisten und Fässer öffnen lassen, die dort so herumstehen.

Neben den eigenen Einheiten sind auch Feinde unterwegs, die bekämpft werden müssen, wenn sie den Spieler erwischen.

Abhängig davon wie diese in dem Dungeon aufeinander treffen, ist der Anfang des Kampfs unterschiedlich.

Drehte man dem Feind beim Zusammentreffen den Rücken zu, kann dieser den ersten Zug machen. Sollte man es schaffen dem Feind mit dem Schwert eine zu verpassen, dann haben die gegnerischen Einheiten nicht die volle Energie.

Mit der Zeit können die Kämpfe ziemlich lästig werden, da sie immer in der gleichen Arena stattfinden und die Feinde meist sehr schwach sind.

Je länger man in einem Dungeon unterwegs ist, desto erschöpfter werden die Einheiten. Dies wird mit einem traurigen Smiley dargestellt und kann durch den Verzehr von Nahrung wieder verbessert werden. Wenn eine Einheit erschöpft ist, dann ist in einem Kampf die maximale Lebensenergie verringert. Zusätzlich können alle Einheiten bei einer Statue von Mila regeneriert werden, die in den Dungeons herumstehen und auch aufgesucht werden müssen, wenn eine Einheit zu einer anderen Klasse aufsteigen kann.

Items

Jede Einheit kann ein Item tragen. Dabei kann es sich um Dinge wie Waffen oder Schilde handeln, aber auch um Nahrungsmittel, die im Kampf gegen Energie verzehrt werden können.

Einheiten, die Ausrüstungsgegenstände wie Waffen oder Schilde länger verwenden, können für dieses Item Spezialangriffe lernen. Wenn die Waffe jedoch gewechselt wird, muss alles erneut erlernt werden. Dadurch kann es gelegentlich ein Nachteil sein, einer Einheit eine bessere Waffe zu geben.

Neben den bisher genannten Gegenständen können auch Ringe getragen werden, die eine Eigenschaft verbessern oder andere Boni bringen.

Fazit

stefan

Die Kämpfe sind wie immer großartig geworden, auch wenn die Auseinandersetzungen in den Dungeons langweilig werden können. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass das ganze Spiel einfacher geworden ist. Die Arenen sind - außerhalb von den Dungeons - gut gestaltet und bieten sehr viel Abwechslung. Obwohl jede Einheit nur ein Item tragen kann, ist dabei überraschende Tiefe vorhanden. Durch das längere Verwenden einer Waffe können Spezialangriffe gelernt werden. Die Möglichkeit ein Stück Brot herumzuschleppen um damit 10 HP zu regenerieren ist mir da nie in den Sinn gekommen. Die Handlung konnte mich nicht wirklich mitreißen, doch da ich Fire Emblem sowieso zu 100% wegen den Kämpfen und zu 0% wegen der Handlung spiele, hat es mir nichts ausgemacht.

PRO
  • großartige Kämpfe
  • Items haben überraschende strategische Tiefe
  • gute Vertonung der Dialoge
  • Dungeons lockern das Gameplay gut auf
CON
  • viele Dialoge, die keinen wirklichen Inhalt haben
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