Review

Die Sims 4

Schon lange vorm Erscheinungstermin wurden die Sims 4 kritisiert, da einige Funktionen fehlen. Besonders Pools und Kleinkinder. Wie sehr das beim Spielen ins Gewicht fällt, kannst du hier nachlesen.

Übersicht

Erstelle einen Sim

Die erste Neuerung, die einem sofort auffällt ist, dass es weniger Vorlagen für den Körper des Sim gibt, da man die Körperteile direkt anfassen und verändern kann. Dabei ist es ratsam ihm zuerst die Kleidung abzulegen und die Konturen nur mit Unterwäsche zu verändern, damit man die Auswirkungen sofort sieht. Zu Beginn ist es noch etwas ungewohnt, weil man erst herausfinden muss, wo man hingreifen muss, um eine bestimmte Sache zu ändern. Die Frisuren sind doch sehr wenig und sie sehen etwas steif aus, sind aber schön geworden. Hüte kann man nun auf jede Frisur setzen, leider ist dabei die Auswahl nicht sehr groß. Die Kleidung ist moderner. Einige Outfits haben aber einen Schal dabei, den man leider nicht extra entfernen oder hinzufügen kann. Das Tragen von Stiefel wurde sogar intelligent umgesetzt, sodass bei weiten Hosen die Stiefel darunter getragen werden, bei Engen darüber. Es gibt immer rund fünf Farbvorschläge, denn individuell kann nicht mehr eingefärbt werden. Dabei verstehe ich aber nicht, warum dann nicht immer wenigstens derselbe Farbton zur Auswahl steht, damit man besser kombinieren kann. Die einzelnen Kleidungsstücke kann man nach Arten wie langärmlig/kurzärmlig/Rock/Hose filtern. Bei Add-ons ist dies sicher eine praktische Funktion. Dem Sim kann man auch noch eine Stimme und eine Gangart zuweisen, wobei letztere mehr weibliche Züge aufweist. Lieblingsessen und Sternzeichen gibt es nicht mehr, was eine Dimension beim Essen und Kennenlernen weglässt. Merkmale gibt es im Vergleich zum Vorgänger weniger und die meisten sind auch schon daher bekannt. Merkmale, die Fähigkeiten betreffen, wurden weggelassen, genauso auch Seltsame wie wasserscheu, neurotisch oder geistesabwesend. Dafür sind welche hinzugekommen, die Emotionen hervorrufen und zusätzlich gibt es Vielfraß und sprunghaft. Statt eines Lebenswunsches gibt es ein Bestreben. Diese sind oft mit der gewünschten Karriere kompatibel und bestehen aus vier Levels. Ein Level erreicht man, wenn man drei Anforderungen erfüllt hat, die automatisch mitgezählt werden. So ist es auch möglich das Bestreben jederzeit zu ändern und schon einige Anforderungen erfüllt zu haben. Am Ende bekommt man ein praktisches Bonus-Merkmal.

Nachbarschaft

Nachdem man seinen Haushalt erstellt hat, muss man sich für eine Welt entscheiden, wo sie einziehen sollen. Willow Creek ist besser für Großfamilien geeignet, da es größere Grundstücke gibt. Oasis Landing erinnert an eine Wüste mit einer begrünten Oase. Es ist aber möglich von einer Welt zur anderen zu reisen. In einer Welt gibt es sechs Bereiche, wobei vier davon Wohnviertel sind. Dann gibt es noch einen Park und ein Geschäftsviertel, wo sich ein Museun, ein Nachtclub, ein Fitnessstudio und eine Bibliothek befinden. Betritt man einen Ort, wirkt er zuerst ausgestorben, bevor nach und nach weitere Sims geladen werden. Es gibt keine offene Nachbarschaft mehr, da man immer einen Ladebildschirm sieht, wenn man von einem Haus zum anderen möchte. Diese dauern zwar nicht besonders lange, aber es ist trotzdem störend, wenn man warten muss, auch wenn man nur zwischen zwei Sims umschalten möchte, die in unterschiedlichen Bereichen etwas erledigen. Denn der andere Sim führt nicht immer die ihm aufgetragenen Aktionen aus. Somit sind auch Autos und Fahrräder hinfällig, da der Sim einfach an der Grundstücksgrenze verschwindet. Besonders am Weg zur Arbeit ist das ungewohnt. Da fragt man sich, warum die Sims nicht gleich unsichtbar sind, sondern erst noch ein Stück gehen müssen. Auch beim Joggen bemerkt man schnell die unsichtbaren Grenzen, da der Sim immer nur auf den vorgegebenen Strecken läuft. Wenn man sich im eigenen Viertel etwas umsieht, kann man einen Garten finden, der von allen bepflanzt und geerntet werden kann. Weiters befinden sich in jeder Welt ein versteckter Ort, der untersucht werden kann, um dort seltene Tiere und Pflanzen zu finden.

Emotionen

Emotionen werden als große Neuerung angekündigt und man gewöhnt sich schnell daran, sodass man glaubt schon immer damit gespielt zu haben. Es gibt fünfzehn verschiedene Gefühle, wobei der Sim immer dann okay ist, wenn es kein anderes Gefühl gibt. Ein Sim ist glücklich, wenn alle Bedürfnisse erfüllt sind, und kann dann Andere aufmuntern. Schnell wird er energiegeladen, wenn er erfrischend duscht oder sportliche Aktivitäten ausübt. Wenn er dann ein Level abgeschlossen hat, wird er selbstsicher und kann dann Pinkeln wie ein Champion. Bald danach wird er sich unwohl fühlen, wenn er stinkt oder es im Zimmer unordentlich ist. Um kreative Fähigkeiten schneller lernen zu können, sollte der Sim inspiriert sein, was durch nachdenkliches Duschen eintritt. Bei mentalen Fähigkeiten sollte er vorher ein Buch lesen um konzentriert zu sein. Bei keinem Spaß mehr, wird der Sim angespannt, oder gelangweilt, wenn er lange dasselbe macht. Ein Sim wird kokett, wenn er flirtet oder kalt duscht. Sims werden verspielt, wenn sie lustige Interaktionen machen oder ein Schaumbad nehmen. Nicht so häufig kommt es vor, dass ein Sim benommen ist, weil er entweder einen Stromschlag bekommen hat oder zu viel Koffein getrunken hat. Beschämt ist er, wenn etwas Peinliches passiert, wie zum Beispiel wenn ein fremder Sim ihn am Klo sieht. Sims werden wütend, wenn sie beleidigt werden, aber dadurch haben sie mehr Kraft beim Boxen. Richtig traurig wird ein Sim, wenn er ein geringes Sozial-Bedürfnis oder eine Trennung hinter sich hat. Jede Emotion hat auch eigene Interaktionen, wie zum Beispiel bei beschämt unter der Bettdecke verstecken. Durch eine Liste von Moodlets, erfährt man den Grund für eine Emotion. Diese können sich auch schnell abwechseln – wie im richtigen Leben.

Leben

Auch der Live-Modus beinhaltet einige Überraschungen. So laufen die Sims mit zusammengekniffenen Beinen, wenn sie dringend aufs Klo müssen oder kippen einfach vorne über, wenn sie müde sind. Allgemein fällt auf, dass sie viel selbstständiger handeln und zum Beispiel Milch aus dem Kühlschrank holen oder in den Ohren bohren. Leider kann man die Länge der Aktionen nicht einstellen wie beispielsweise schlafen bis ausgeruht. Super praktisch ist es, dass man bei fehlenden Bedürfnissen einfach auf das Symbol daneben klickt und der Sim sich dann automatisch um das Auffüllen kümmert. Obwohl die Sims jetzt immer ein Handy bei sich haben, wachen sie nicht mehr mitten in der Nacht auf, wenn sie angerufen werden. Stattdessen darf der Spieler entscheiden, ob er abheben möchte oder nicht. Die Zeit wird nun noch schneller vorgespult, wenn alle Mitglieder des Haushalts bei der Arbeit sind oder schlafen. Jede Woche erhält man eine Rechnung und wenn diese nicht gezahlt wird, kommt nicht der Gerichtsvollzieher, sondern wird zuerst Strom und dann Wasser auf allen Grundstücken abgestellt. Damit verringern sich die Anzahl der möglichen Aktionen. Erwachsene können gesellschaftliche Ereignisse planen. Dazu zählen Verabredung, Hausparty, Geburtstagsparty, Gala-Abendessen und Hochzeitsfeier. Damit diese ein Erfolg wird und man vielleicht sogar die Gold-Medaille erhält, gibt es währenddessen eine Reihe von Punkten, die erledigt werden sollen. Wenn man alle in der Zeit schafft, erhält man ein kostenloses Objekt. Bei der Planung kann man einen Gastgeber, einen Entertainer, einen Caterer und einen Mixer auswählen. Leider beginnt das Ereignis sofort, sodass man nicht ein bisschen vorplanen kann und sich auf die Ziele einstellen kann. Am Computer kann man Brieffreunde finden, die einem dann eine Postkarte schicken aus schon bekannten Städten wie Appaloosa Plain und Barnacle Bay. Neu sind auch Errungenschaften, die für Langzeitspielspaß sorgen. Manchmal spinnt die Kamera, indem sie dem Sim nicht folgt oder plötzlich zum scrollen anfängt, oder nicht dort stehen bleibt, wo man sie haben möchte.

Multitasking

Wer sich von dieser Funktion eine große Zeitersparnis erwartet, wird enttäuscht. Aber hin und wieder sorgt sie doch für Überraschungen. Sims konnten schon immer reden und essen, aber diesmal dauert es dadurch länger, weil sie abgelenkt sind. Auch sonst plaudern sie immer, wenn sie fernsehen, lesen, spielen oder am Laufband trainieren. Dafür müssen sie nicht einmal nebeneinander sitzen, sondern sich nur im selben Raum aufhalten. So wird auch der Aufenthalt am Stillen Örtchen dazu verwendet ein Buch zu lesen oder zu essen. Wenn man sich mit einem Sim unterhält, kann es schnell passieren, dass sich andere dem Gespräch anschließen. Das hat zwar den Vorteil, dass man neue Bekanntschaften macht, aber bei Flirtereien kann das sehr störend sein. Hier wäre es gut, wenn man einzelne Sims vom Gespräch ausschließen könnte oder vorher gefragt wird, ob man sich mit diesem unterhalten möchte. Multitasking nützt man am besten aus, wenn man am Laufband einen Kochsender schaut um zwei Fähigkeiten auf einmal zu trainieren.

Fähigkeiten

Gut die Häfte der 19 Fähigkeiten sind schon von den Vorgängern bekannt. Praktisch ist, dass man das erste Buch zum Lernen einfach aus der Bibliothek mitnehmen kann. Auch für das Kaufen muss nicht in die Stadt gefahren werden, sondern es kann einfach am Bücherregal erfolgen. Einzige Schwachstelle ist, dass bei den Bänden nicht das erforderliche Level angezeigt wird. So kann sich ein Sim schnell langweilen oder ist verwirrt. Etwas enttäuschen ist, dass ein Sim erst als Lehrer für eine Fähigkeit fungieren kann, wenn er die zehnte und letzte Stufe erreicht hat. Abhilfe schafft die Belohnung Mentor.

Zum Angeln muss man nicht weit reisen, da es fast überall Angelplätze gibt. Ansonsten hat sich nicht viel geändert.

Bei der Fitness kann man die Ausdauer durch Joggen oder die Kraft durch Training am Boden (Dehnen, Rumpfbeugen, Liegestützen), am Boxsack oder auf der Hantelbank steigern. Joggen draußen in der Natur ist nicht gut umgesetzt, da der Sim eine automatisch ausgewählte Strecke läuft und dann aufhört. Fitness ist auch wichtig, wenn man sie nicht für die Karriere benötigt, denn ein Sim nimmt schnell zu, auch wenn er nur isst, wenn er hungrig ist.

Charisma lernt man fast nebenbei durchs Reden und benötigt dafür keine bestimmte Freundesanzahl mehr. Praktisch ist, dass man später um Kredite und Beförderungen bitten kann.

Die Gartenfähigkeit wurde zum Vorgänger verbessert, da man die verschiedenen Pflanzen auch kreuzen und veredeln kann. Zusätzlich kann man auch Bonsais trimmen.

Geschicklichkeit muss man bald lernen, da die Geräte sehr oft kaputt gehen. Die Reparatur hinterlässt einen Müllhaufen, in dem man meist zwei gewöhnliche Teile findet. Diese kann man dann für die Verbesserung der Geräte verwenden, wobei auch mehrere gleichzeitig aktiviert sein können. Falls man nicht selbst Hand anlegen möchte, kann man keinen Handwerker mehr rufen, sondern ersetzt ganz einfach den Gegenstand und der Preis wird vom Konto abgezogen. Witziges Detail am Rande: Der defekte Computer raucht nicht mehr, sondern erhält einen Bluescreen. Es gibt auch die Möglichkeit die Fähigkeit zu erhöhen, indem man den Schreinertisch verwendet. Dabei entstehen auch praktische Dinge aus Holz wie Skulpturen und Tische. Leider sind die Animationen bei allen Objekten gleich.

Als Instrument kann man jetzt nicht nur Gitarre, sondern auch Klavier und Geige lernen. Jede davon ist allerdings eine eigene Fähigkeit. Wenn man besser wird, kann man für Trinkgeld spielen und eigene Lieder schreiben. Das Trinkgeld ist aber leider nicht so üppig wie in den Sims 3. Praktisch ist, dass man das Klavier nicht sofort ins Haus stellen muss, sondern zuerst im Nachtclub üben kann. Nach jedem Level kann man eine neue Musikrichtung spielen, die auch für jedes Instrument anders ist.

Am Kochen wird man nicht vorbeikommen, wenn man sich nicht nur von Cerealien ernähren möchte. Denn sonst verpasst man auch lustige Szenen. So schneidet sich der Sim zu Beginn noch oft in den Finger, während er später schon Kunststücke wie das Jonglieren mit Behälter draufhat. Trotzdem sollte man seinen Sim nicht aus den Augen lassen, da etwas anbrennen könnte. Es gibt nämlich keine Feuerwehr mehr, sodass man einen Brand selbst löschen müsste. Es stehen schon Beginn an viele Rezepte zur Auswahl und ein nerviges Lernen ebendieser entfällt. Man hat die Wahl zwischen einer, vier oder acht Portionen. Wenn man eigene Zutaten verwendet kommt es billiger und man wird so auch nicht gezwungen regelmäßig den Kühlschrank aufzufüllen. Für übriggebliebenes Essen gibt es nicht mehr die Option die Reste aufzuheben, aber man kann die Teller selbst in den Kühlschrank verschieben. Neu ist, dass sich beim Erreichen von Stufe vom die Feinschmecker-Fähigkeit freischaltet. Damit kann man Gourmet-Rezepte nachkochen und lernt es auch nebenbei beim Fernsehen am passenden Kanal.

Die Logikfähigkeit kann durch Schach, Kartenspiel für Zwei, ein großes Mikroskop und Observatorium gesteigert werden. Beim Mikroskop kann man zwölf Bilder sammeln durch Proben von Pflanzen, Fossilien und Kristallen und mit dem Observatorium 15 Weltraumbilder.

Bei der Malerei kann man wie gewohnt zwischen drei Größen wählen. Diesmal wiederholen sich aber nicht so oft die Bilder, da es verschiedene Stile wie Pop Art, Realismus, Abstrakte Kunst, Surrealismus und Impressionismus gibt. Bei bestimmten Emotionen entsteht auch ein besonderes Bild.

Die Schreib-Fähigkeit kann leider nur am Computer geübt werden und nicht am modernen Handy, das Jeder besitzt. Es gibt einige Genres, die verfasst werden können und auch Liebesbriefe und Entschuldigungen. Bei der passenden Karriere können Sims auch interviewt werden um danach einen positiven oder negativen Artikel darüber zu verfassen. Dabei macht es anscheinend nichts aus, wenn man immer dieselben Interviewpartner hat. Nach Beendigung eines Romans, kann man diesen am Briefkasten selbst veröffentlichen, an einen Verlag oder einem Literaturzirkel schicken. Dementsprechend gibt es auch mehr oder weniger Tantieme. Trotzdem lässt es sich mit den täglichen Einnahmen von den verschiedenen Büchern gut leben.

Mixen lernt man am besten mit Büchern. Denn wenn man in der Bar aushelfen möchte, bekommt man kein Gehalt und muss die Gästewünsche selbst zahlen. Trotzdem sieht man beeindruckende Kunstgriffe und neue Rezepte.

Erstmals kann man Videospiele nicht nur spielen um das Spaß-Bedürfnis aufzufüllen, sondern auch um Geld zu verdienen. Zur Auswahl stehen Sims Forever, MySims Go, Blocks und F.O.R.E.V.E.R, die man in Einsteiger- und Profi-Turniere spielen kann. Leider verliert man oft. Abhängig davon dürfte ein hohes Level sein und die Zeit, die man vorher damit verbracht hat. Dazu muss man aber nicht immer vor dem Computer sitzen, sondern kann auch das Handy oder das Motion-Spielsystem verwenden.

Während man früher mit Hacken seinen Kontostand verbessern konnte, gibt es nun eine eigene Fähigkeit namens Programmieren. Während man zuerst nur Plugins, Spielmods, Apps und Viren programmieren kann, ist später sogar möglich das Bankkonto und die Schulnoten zu hacken. Geldverdienen kann man mit Aufträgen.

Als Schelm kann man Streiche spielen. Während es zu Beginn nur schelmische Interaktionen sind wie zum Beispiel auf eine falsche Party einladen, kann man später bei dicken Sims nach dem Entbindungstermin fragen. Es macht aber nicht so viel Spaß wie bei den Streichen, da das Gegenüber meist lachen kann.

Auch als Komiker kann man Geld verdienen. Dazu übt man lustige Reden am Mikrofon und kann diese dann am Computer aufschreiben und verbessern.

Ganz neu ist die Raumfahrttechnik. Doch um die lernen zu können muss das Steampunk-Flugobjekt zuerst zusammengebaut und dann schrittweise verbessert werden. Dann kann man den Weltraum erkunden. Dort trifft man Entscheidungen, wodurch man Meteorsteine, Geld, Samen oder sogar kleine Aliens finden kann.

Karriere

Es stehen acht verschiedene Karrieren zur Auswahl: Astronaut, Verbrecher, Gastronomie, Entertainer, Maler, Geheimagent, Technikguru und Schriftsteller. Nach Erreichen der fünften Stufe hat man die Wahl zwischen zwei Zweigen. Leider kann man diese Entscheidung nicht mehr ändern. Überhaupt ist es schwieriger geworden befördert zu werden. Es steht zwar geschrieben, welche zwei bis drei Voraussetzungen erfüllt sein müssen und mit welche Emotion man zur Arbeit kommen soll, trotzdem muss man danach immer noch ein paar Arbeitstage abwarten. Sonst wurde man manchmal auch befördert, wenn man nicht alle Ansprüche erreichte. Bei jeder Beförderung wird ein weitere Gegenstand im Kauf-Modus freigeschalten, von dem auch ein kostenloses Exemplar ins Familieninventar gelegt wird. Deshalb zahlt es sich aus, alle Karrieren zu besuchen, damit man Zugriff auf alle Objekte hat. Dann gibt es noch eine Tagesaufgabe, die etwas mit dem Job zu tun hat. Allerdings ist nicht ganz klar, wie lange ein Tag dauert, d.h. ob man die auch an seinen freien Tagen erledigen kann, oder ob es dann am Werktag wieder zurückgesetzt wird. Eine Karriere einzuschlagen ist allerdings ganz einfach. Es gibt zwar keine Zeitungen mehr, aber wofür hat man elektrische Geräte. Somit kann man auch zwischen allen Berufen wählen und nicht nur von einer zufälligen Vorauswahl. Wenn die Arbeitszeit beginnt, steht leider keine Fahrgemeinschaft vor der Tür, sondern man kann seinen Sim erst mit Beginn der Arbeitszeit wegschicken. Bis er aber beim Grundstücksrand ist um sich dort in Luft aufzulösen, vergehen auch einige Minuten. Man kommt also immer ein bisschen zu spät, was aber anscheinend keine Auswirkungen hat. Während der Sim auf der Arbeit ist, hat man keinen Zugriff auf seine Bedürfnisse oder persönliche Infos, um planen zu können, welche nach der Rückkehr als Erstes erfüllt werden müssen. Nur wenn man auf das Portrait klickt, kann man die Art der Anstrengung wählen. Es gibt auch wieder die Chance Gelegenheiten zu erhalten, wobei man eine Frage beantworten muss, die Einfluss auf die Beförderung hat. Die Fragen sind diesmal aus dem Leben gegriffen. Denn statt zu wählen, ob man den roten oder grünen Knopf drücken möchte, hat man die Wahl seinen Kollegen zu verpetzen oder auch nicht. Trotzdem kann bei derselben Fragestellung einem die Antwort besser sein und einmal die andere. Leider gibt es keine Möglichkeit diese Herausforderung zu überspringen, wenn man zum Beispiel kurz vor der Beförderung steht und nichts Riskieren möchte.

Kinder

Babys könne nicht erstellt werden, aber erarbeitet. Entweder schnell über eine Adoption oder durch die Aktion „Baby machen“ im Bett, in der Rakete oder im Observatorium. In Duschen und Umkleidekabinen gibt es diese Möglichkeit nicht mehr. Nach der freudigen Musik beginnt die drei Tage andauernde morgendliche Übelkeit. Als netten Zusatz kann man auf der Toilette einen Schwangerschaftstest machen um auf Nummer sicher zu gehen. Während der Schwangerschaft muss man normal arbeiten gehen und kann auch sein normales Outfit anbehalten und keine hässliche Umstandsmode. Im Laufe des letztes Tages kommen die Wehen. Dann kann man entweder ins Krankenhaus fahren oder daheim entbinden, wenn man eine Wiege aufgestellt hat. Das Objekt Baby – kein Spaß – das steht sogar in Primas offiziellen Lösungsbuch, kann man schaukeln, Grimassen schneiden, liebkosen, angurren, hüpfen lassen und Windeln wechseln. Man kann es nicht nur mit der Flasche füttern, sondern auch stillen – natürlich verpixelt dargestellt. Wenn man genug hat, kann man es jederzeit altern lassen.

Normalerweise würde dann aus dem Baby ein Kleinkind werden, doch nun müssen Kinder Fähigkeiten und für die Schule lernen. Kreativität wird durch die Benutzung des Puppenhauses, des Kreativkunst-Tisches, der Spielzeugkiste und durch Geschichtenerzählen gesteigert. Die Mentale Fähigkeit verbessert man durch den Chemiebaukasten, Schach, Rechenspiele oder Recherchen am Computer. Die Motorik steigt am Klettergerüst, am Spielturm, auf der Spielmatte und durch Tippen am Computer. Die Sozialfähigkeit wird durch sprechen mit Sims oder Plüschtieren verbessert, genauso wie durch Anschauen von Sim.tv am Computer. Hat man eine Fähigkeit maximiert, kann man schon die dazupassenden erwachsenen Fähigkeiten lernen. Um ein Einser-Schüler zu sein, muss man sich mehr anstrengen als in den Vorgängern. Neben Hausaufgaben machen, muss man auch an den Fähigkeiten feilen und Zusatzaufgaben lösen. Privatschulen und Internate gibt es nicht mehr.

Teenager sind nun genauso groß wie Junge Erwachsene, womit es schwierig ist gleichaltrige Freunde zu finden. Sie bringen auch keine Schulfreunde mehr nach Hause oder sind bei ihnen eingeladen. Neben der Schule kann diese Altersklasse auch einen von fünf Nebenjobs annehmen: Babysitter, Barista, Fastfood-Angestellte, Handarbeiter (Gärtner) und Einzelhandel, die jeweils drei Levels haben. Auch hierfür muss meistens Charisma gelernt werden um befördert zu werden. Fähigkeiten und Interaktionen sind ident mit jenen der Erwachsenen, ausgenommen Techtelmechtel. Besonderheiten wie rebellische Tage und Autofahren lernen wurden weggelassen.

Bau Modus

Im Bau Modus befindet sich auch der Kaufmodus, auf den ich zuerst eingehen möchte. Wie immer kann man nach Zimmer oder Funktion sortieren. Neu und praktisch ist auch die Suchfunktion. Die neuen Gegenstände wurden schon im Text erwähnt, ansonsten gibt es keine einschneidenden Änderungen.

Der neue Baumodus erleichtert einiges, bringt aber auch Probleme mit sich. Praktisch ist auf jeden Fall, dass man komplette Räume verschieben oder vergrößern kann. Dazu gibt es auch wieder gestaltete Zimmer, wobei man eigene in der Galerie abspeichern kann, damit sie Fans auch verwenden können. Groß angepriesen wurde, dass man Fundamente jetzt auch zu fertigen Häusern hinzufügen kann. Mir erschließt sich diesmal aber nicht die Verwendung davon, da diesmal dort keine Zimmer gebaut werden können. Treppen passen sich nun automatisch der Höhe an, womit ein ödes Ausprobieren der verschiedenen Arten hinfällig ist. Schön ist die Idee auch Balkone und Terrassen dazugebaut werden können. Positiv anzumerken ist, dass die Geländefarbe kostenlos ist, womit man Gras, Sand, Stein und Pflaster selbst aufmalen kann. Auch Brunnen verschönern den Garten.

Fazit

andrea

Dass die offene Nachbarschaft aufgrund von Stabilationsproblemen gestrichen wurde, kann man noch nachvollziehen. Dadurch, dass man den Ladebalken auch sieht, wenn man den Nachbarn besuchen möchte und das Betreuen von Charakteren auf unterschiedlichen Grundstücken nicht funktioniert, mutieren die Sims zu Stubenhockern. Das ist aber gar nicht so schlecht wie es klingt: Neunzehn unterschiedliche Fähigkeiten warten darauf ausprobiert zu werden und zahlreiche gewonnene Bestreben und Lebenszeitbelohnungen erleichtern das Gameplay mit Bonus-Merkmalen. Auch Errungenschaften und Sammlungen wollen vervollständigt werden. Am besten ist es mit Erwachsenen alles zu erkunden, da Teenager, und Kinder nicht so spannende Besonderheiten haben. Das merkt man auch daran, dass Babys nur Objekte sind und Kleinkinder weggelassen wurden.

PRO
  • Emotionen fügen sich gut ins Spielgeschehen ein
  • Langzeitspielspaß durch viele Ziele
  • mehr Fähigkeiten, die auch abwechslungsreicher sind
  • mehr Animationen
CON
  • keine einheitlich vorgegebenen Farben (wenn man schon nicht beliebig einfärben kann)
  • Ladezeiten auch bei Nachbarhäusern, deshalb am besten mit dem ganzen Haushalt verreisen
  • kaum Besonderheiten der jüngeren Altersklassen
  • eintönige Karrieren
Getagged mit: , , , ,
Veröffentlicht unter Review

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*