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Die Sims 3 – Jahreszeiten

Schon bei den Sims 2 gab es ein Jahreszeiten-Addon. Deshalb haben die Fans schon sehnsüchtig darauf gewartet, nicht ständig nur Sonnenschein zu haben. Vorbesteller erhielten eine Limited Edition, die das Gemeinschaftsgrundstück Eislounge und Jahreszeitengemälde beinhaltet. Aus dem Set kann man eine Bar, Barhocker, Pub-Tisch, Esszimmerstuhl, Esstisch, Kaffeetisch, Sofa, Zweisitzer, Säule, Doppeltürbogen, Kandelaber und Wandbeleuchtung im eigenen Haus verwenden. Dafür ist eine Online-Registrierung des Spiels erforderlich.

Jahreszeiten
Beim Start des Spiels sollte man zuerst unter Optionen die Jahreszeiten einstellen. Eine Jahreszeit kann zwischen drei und 28 Tagen dauern. Wenn man den kürzesten Wert wählt, dann dauert ein Jahr immerhin zwölf Tage. Möchte man, dass die Sims die verschiedenen Jahreszeiten voll auskosten können, sollte man auch ihre Lebensdauer anpassen. Dann ist es viel passender, dass Jahrestage gefeiert werden wie der Hochzeitstag oder der Jahrestag auf der Arbeit. Auf jeden Fall gibt es Weihnachtsgeld. Man kann einzelne Jahreszeiten auch deaktivieren, sodass man vielleicht immer nur Winter hat. Leider erkennt man nie, ob der Sim schwitzt oder friert, weil es keine Anzeige wie in Sims 2 gibt. Es gibt dann nur einen Wunsch, dass er sich gerne abkühlen/aufwärmen würde, aber ob man ihm den erfüllt und nach Hause schickt, ist nicht sicher. Später wird seine Haut blau und er kann an Erfrierung sterben. Außer jemand anderer wärmt ihn. Am nächsten Tag kann aber eine Meldung kommen, dass der Sim jetzt zwei Tage krank ist. Währenddessen kann er die anderen Mitbewohner anstecken. Er sollte die meiste Zeit daheim bleiben, aber wenn er das nicht macht, sinkt die verbleibende Zeit des Moodlet nicht. Mit einer Grippeimpfung im Krankenhaus um 200 Simoleons wird man geheilt oder sie wirkt ein Jahr vorbeugend. Husten und Schnupfen merkt man kaum und eine Hühnersuppe wie in Sims 2 gibt es nicht. In der Zeitung, im Fernsehen oder am Computer kann man die Wettervorhersage für die nächste Woche abfragen. Manchmal stimmt sie, manchmal nicht – wie im richtigen Leben. Zusätzlich gibt es über der Uhrzeit eine Anzeige der momentanen Jahreszeit, des Wetters und der Temperatur.

Für jede Jahreszeit gibt es ein entsprechendes Fest. Am ersten Tag wird der Park der vorgefertigten Stadt automatisch umgebaut, sodass für die restliche Zeit verschiedene Aktivitäten zur Auswahl stehen. Fürs Ausprobieren bekommt man Lose, die dann gegen diese jahresspezifischen Gegenstände umgetauscht werden können. Schade, dass es dafür kein Essen gibt. Am letzten Tag gibt es einen Feiertag, an dem alle Bewohner frei haben. Diesen nützen die Meisten als Familientag, weshalb davor nur wenige Sims im Park anzutreffen sind. Wünsche, die lila sind, können nur an diesem Tag erfüllt werden, wenn man nicht ein Jahr warten möchte.

Frühling ist die Zeit der Liebe, weshalb das Ende mit dem Liebestag gefeiert wird. Um den Partner fürs Leben zu finden, kann auch der Sim Online-Dating verwenden. Dort legt er zuerst ein Profil mit seinen Merkmalen, Favoriten und seiner Statur an. Wer hier nicht das Vorgefertigte übernimmt, den erwartet bei der ersten Begegnung eine böse Überraschung, da die Sims keine Lügner mögen. Man kann Mitteilungen senden, aber auch Freundschaftsanfragen erhalten. Bestätigt man diese, erscheinen sie in der Beziehungsleiste. Ganz altmodisch kann am Briefkasten auch ein Liebesbrief geschrieben werden und man erhält dann auch mehr oder weniger romantische Antworten darauf. Beim Liebesbarometer kann man sich anzeigen lassen, wie gut man zusammenpasst. Einsame Sims können sich in der Kusskabine (eine von einem Mann und eine von einer Frau besetzt) einen Kuss gegen Bezahlung abholen. Alternativ können sie sich auch hinter dem Stand etwas dazuverdienen. Weiters kann man Hufeisen werfen und auf der Tanzfläche langsam tanzen, wenn es einen nicht stört, dass das Gegenüber oft auf die eigenen Füße steigt. So kann man zum Frühlingskönig bzw. zur -königin ernannt werden. Wie zu Ostern kann man sich auf die Eiersuche machen. Die meisten werden in Lose umgewandelt, es kann aber auch ein Gartenzwerg dabei sein. Ab jetzt kann man auch Blumen sammeln, die vom Inventar aus mit einer Vase in der Wohnung aufgestellt werden können. Fleißige Sammler können an einer Allergie leiden. Abhilfe schafft wieder einmal eine Spritze im Krankenhaus.

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Sommer bietet nichts Neues, weil es ja immer sonnig war“, sollte man meinen. Das stimmt aber nicht unbedingt. Erstmals kann man im Meer schwimmen, allerdings nicht im Teich im eigenen Garten. Verbringt man viel Zeit draußen, wird man zuerst braun und bekommt viel später einen Sonnenbrand. Man kann aber auch mit der Bräunungskabine nachhelfen, wobei das Ergebnis nicht immer perfekt sein muss. Im Park kann man Fußball spielen – abwechselnd als Stürmer und Torwart. Rollschuhfahren schaut zu Beginn lustig aus, weil die Sims noch unsicher sind und oft hinfallen. Anhand einer Anzeige sieht man aber wie sie sich verbessern. Zum Schluss können sie Pirouetten drehen und rückwärtsfahren. Typisch amerikanisch gibt es ein Hotdog-Wettessen, dessen Gewinner eine Wochenration Hotdog erhält. Zu Beginn ist es aber ziemlich unappetitlich anzusehen, wenn sie sich übergeben müssen. Leider bringt es keinen Vorteil, wenn man hungrig am Wettkampf teilnimmt, da der Sim dabei verhungern kann. Kinder freuen sich über die Gesichtsbemalung (50 Simoleons) und die Wasserbombenschlacht, bei der man sich auch sichtbar verbessern kann. Die Erwachsenen hingegen können eine Poolparty feiern, aber nur wenn sie einen Pool im Garten haben. Dort kann man ausprobieren wer von zwei Sims am längsten die Luft anhalten kann. Mit einem Sprungbrett lernen sie langsam spektakuläre Sprünge. Zum Schluss kann man mit den Losen ein Feuerwerk kaufen. Dieses sieht man am besten von der Stadtansicht. Kinder sind zu klein, können aber Leuchtstäbe in der Hand halten.

Der Herbst steht ganz im Zeichen des Gruseltags. Im Park gibt es ein Spukhaus, aus dem manche schon als Geist herausgekommen sind. Aber zum Glück nur für ein paar Stunden. Es gibt ein Kuchen-Wettessen und Apfel-Schnappen aus einem Bottich. Kürbisse bekommt man durch Ernten im Park oder durch Samen. Mittels Schnitzen entstehen Gesichter, die dumm, böse, traditionell, wie ein Geist oder eine Katze aussehen. Diese kann man dann beleuchten und hoffen, dass sie nicht zertrampelt werden. Während Erwachsene ein Festessen veranstalten, zu dem jeder Gast leckere Gerichte mitbringt, gehen die Kinder von Haus zu Haus. Dabei können sie in viele verschiedene Kostüme schlüpfen: Alien, Muskelmann, Tiger, Kuhpflanze oder sie gehen nur mit Maske. Wenn jemand zu Hause ist, geben diese gerne Süßigkeiten. Erwachsene hingegen können sich nicht so leicht verkleiden. Nur bei einer Kostümparty ziehen sie automatisch ein zufälliges Kostüm an. Während dieser Jahreszeit sollte man auch das Laub rechen, das von Ahorn, Kirschbaum, Birke etc. stammt. Denn wie im richtigen Leben verlieren immergrüne Bäume keine Blätter. Im Laubhaufen können die Kinder spielen, die Erwachsenen techteln und zum Schluss den Mist verbrennen.

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Im Winter kann man natürlich viel im Schnee machen: Schnee-Engel, Iglu (mit Übernachtungsmöglichkeit), Schneeballschlacht und fünf verschiedene Arten von Schneemännern: Alien, Trauriger Clown, Sensenmann, Böse und Hockey. Das Aussehen beeinflussen die Merkmale. Unter dem angegebenen Link kann man sich detaillierter informieren. Weiters kann man in der Halfpipe fahren und muss dazu nicht einmal ein Snowboard besitzen. Schlittschuhlaufen kann man entweder auf der Rollschuhbahn oder am zugefrorenen Teich. Es wird dieselbe Fähigkeit wie beim Rollschuhfahren trainiert. Bei starkem Schnee können sich die Kinder freuen, denn sie bekommen schneefrei. Um Weihnachtsstimmung am Schneeflockentag aufkommen zu lassen, kann man die Hausbeleuchtung mittels der Eingangstür einschalten. Mit einem Flachdach funktioniert das aber nicht. Passend dazu kann man ein Geschenkefest veranstalten, welches aber zu jeder Jahreszeit zur Auswahl steht. Dazu bringen alle Gäste Päckchen, die auf einer 4×4 Kästchen großen Fläche gleich nach dem Eingang abgelegt werden. Dafür sollte keine Deckenlampe hängen und der Eingang eben sein. Alle Sims setzen sich um den Berg und einer nach dem anderen nimmt ein Geschenk und macht es auf. Die Freude bei Spielkonsolen, Staffeleien, etc. sind natürlich groß, genauso wie die Enttäuschung, wenn ein Stück Kohle darin versteckt ist. Da würde nur mehr ein Weihnachtsbaum fehlen. Diesen gibt es zum Glück gratis im Store. Über den Winter werden Pflanzen inaktiv, außer man hält sie im Haus. Für diesen Zweck gibt es ein Gewächshaus im Store zu kaufen, an dem noch gearbeitet wird. Sims, die bei diesem Wetter im Meer schwimmen gehen, erhalten ein Moodlet, dass sie im Eisbärenclub aufgenommen wurden.

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Aus den Sims 2 schon bekannt und eigentlich zu Supernatural besser passend, gibt es Aliens. Am besten lernt man sie im Sommer zwischen 0 und 4 Uhr kennen, wenn ein männlicher Sim in der Nacht mit dem Teleskop Galaxien absucht. Zusätzlich kann man auch Meteroiten analysieren und platzieren um entführt zu werden. Auch Zweifler am Übernatürlichen haben höhere Chancen. Dann landet in der Straße ein Ufo mit einem Außerirdischen, welcher den Sim mitnimmt. Wenn er wieder zurückkommt, fühlt er sich komisch und kann schwanger sein. Frauen hingegen können kein Alienbaby bekommen. Nach der Geburt kann man entscheiden, ob man das Kind aufziehen möchte, oder ob man es lieber dem anderen Elternteil überlassen möchte. Trotzdem kann man weiterhin Besuch von den Aliens bekommen. Freundet man sich mit ihnen an und überredet sie zum Einziehen, bringen sie ihr Ufo mit, welches wie ein Auto funktioniert. Nach Verbesserungen können sie ins Weltall reisen oder eine Invasion starten. Als neuen Job können sie als Testobjekt im Wissenschaftsinstitut arbeiten. Aliens haben eine grüne Hautfarbe, abstehende Ohren und eine metallisch klingende Stimme. Sie haben eine hohe Logik und Geschicklichkeit und können Sims abtasten, erforschen und abzapfen. Energie-Bedürfnis haben sie keines, stattdessen muss die Gedächtnisleiste gefüllt sein.

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Neue Gegenstände
Bei den Frauen gibt es zwei zerzauste Frisuren, die ich meinem Sim nicht antun möchte. Aber wenigstens passen die drei Frisuren mit Mützen zum Outdoor-Outfit. Passend zum Meerjungfrau-Bikini kann man auch einen Seestern im Haar tragen. Als Kostüm gibt es nur ein Hotdog und zwei Masken. Die neue Kategorie Outdoor ist sehr mickrig ausgefallen: fünf warme Pullover, ein Mantel und eine Skihose. Bei den Accessoires sind wenigstens ein Paar Sportschuhe, ein Paar Stiefel, zwei Paar Handschuhe, Skibrille und eine Maske hinzugekommen. Originell ist der Schlafanzug und der Neoprenanzug mit Flossen. Bei den Männern und Kindern sieht es genauso düster aus. Die Kinder haben wenigstens noch je ein Superman- und Kuhpflanzenkostüm. Im Kauf-Modus gibt es eine Dusche, einen Whirlpool, eine Wassereismaschine, eine Mülltonne, einen Grill, siebzehn Tische, eine Bar, zwei Doppelbetten, vier Sessel, vier Sofas, einen Barhocker, jeweils ein Snowboard für Kinder und Erwachsene, einen Wassereiswagen, siebzehn Lampen, zwanzig Dekorationen (inklusive einem Mistelzweig, unter dem man sich küssen kann), drei Bilder, drei Spiegel, einen Vorhang, einen Teppich, drei Regale, zwei Kommoden, einen Teddybären, ein Schaukeltier, eine Rutsche, ein Klettergerüst, eine Aqualiege, einen Zaun, ein Zauntor, vier Türen, zwei Fenster und noch die Gegenstände, die auf den Festen zu finden sind. Weiters gibt es noch einen Regenschirm, der vom Inventar aus automatisch aufgespannt wird, wenn es regnet. Allerdings wird er schnell kaputt. Abhilfe schafft ein Sim mit Geschicklichkeit auf Stufe 3, indem er den am Boden liegenden Schirm entweder unzerstörbar oder leuchtend macht. Störend ist auch, dass das Schirmhalten nicht in die anderen Aktivitäten integriert wurde, sodass der Sim für eine Tätigkeit wie Mist ausleeren den Schirm abspannt und so nass wird. Der Sonnenschirm hingegen kann für beide Wetterumschwünge verwendet werden. Weiters gibt es nur ein neues Gericht, den Kürbiskuchen. Allerdings gibt es am Festivalsgelände passend zur Jahreszeit Speisen wie Nachos, Glühwein, Pommes Frites, Zimt-Donuts, Schweinemett-Schnitte und Lebkuchen. Acht neue Lebenszeitbelohnungen lassen das Wetter kontrollieren, Krankheiten verhindern und beim Wettessen besser abschneiden. Im Bau-Modus gibt es die Entwurfs-Funktion für alle, die nicht so gerne Zimmer einrichten. Denn jetzt lassen sich vorgefertigte Räume einfach platzieren. Eigene Entwürfe kann man aber – warum auch immer – nicht speichern.

Weitere Neuerungen bekommt man nur in Kombination mit anderen Erweiterungsspielen zu sehen. Bei Reiseabenteuer scheint im Urlaub immer die Sonne, da es dort keine Jahreszeiten und kein Wetter gibt. Hunde aus Einfach tierisch können sich vor Gewitter schrecken und nass werden. Kalt ist ihnen aber komischerweise nie. Besitzer von Supernatural bekommen einen Wetterstein auf ein zufälliges Grundstück gesetzt. Dort können Hexen mit einem hohen Zauberlevel grünen Regen heraufbeschwören, Feen Blumenregen, der verwelkte Pflanzen wieder zum Leben erweckt, Werwölfe einen Schneesturm, damit seltene Sammelobjekte vom Himmel fallen und Vampire einen starken Nebel, mit dem sie ihren Durst besser stillen können. Allerdings kann der nur einmal pro Tag benutzt werden. Auf der Rollschuhbahn merkt man auch Unterschiede: Werwölfe sind auf allen Vieren unterwegs, Feen schweben und Vampire drehen sich im Kreis. Besonders letztere sollten mit Regen kein so großes Problem haben wie mit Sonne. Leider wurde das aber nicht bedacht.

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Grafik und Sound
Bei der Grafik haben sich die Entwickler richtig bemüht: Die Pflanzen blühen langsam, genauso wie dann auch die Blätter fallen. Im Winter gibt es Eiszapfen, beschlagene Scheiben, und man kann den Atem der Sims sehen. Im Sommer sind die Tage auch länger als im Winter. Es gibt Regen, Hagel, Gewitter, Schnee, Nebel und Wind in unterschiedlichen Stärken. Es bilden sich Pfützen, in denen man rumstampfen kann und die auch wieder trocknen. Es sieht süß aus, wenn die Sims versuchen die Tropfen mit der Zunge zu fangen. Ein bisschen verwirrend finde ich nur, dass die Gegenstände draußen nicht nass werden und man trotz Regen die Pflanzen gießen muss. Auch der Sound ist realistisch: Beim ersten Donner habe ich mich sogar erschreckt.

Hier und hier findest du noch mehr detailliertete Informationen.

Fazit

andrea

Bei diesem Spiel sollte man sich nur das erwarten, was der Name verspricht, nämlich Jahreszeiten. Neben zu wenig Kleidung wurden auch wenige Ideen umgesetzt. Wie wäre es mit surfen, einem Bademeister, skifahren, rodeln oder Wetterfühligkeit? Die vielen versteckten Fähigkeiten sind zwar eine gute Idee, aber es gibt keine Karriere, bei der sie gebraucht werden könnten. Super ist aber die grafische Umsetzung der Jahreszeiten und die möglichen Einstellungen. So passt man wie im richtigen Leben seine Aktivitäten dem Wetter an. Aber für den Preis ist mir das zu wenig.

PRO
  • realistisches Wetter
  • Feste feiern
  • neue versteckte Fähigkeiten
  • Aliens kehren zurück
CON
  • Sim wird leicht krank
  • Sim ist oft kalt oder heiß
  • wenig Neuerungen
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