Review

Decay – The Mare

Vor wenigen Tagen ist ein neues Horror-Adventure von Shining Gate Software und Daedalic Entertainment erschienen. Wie wir uns durch den Albtraum schlagen, könnt ihr in den nachfolgenden Zeilen lesen.

Geschichte

decay-the-mare-zimmerUnser Name ist Sam und wir befinden uns momentan in der Institution „Reaching Dreams“. Aufgrund von Drogenproblemen und das eher unglamouröse Leben, welches wir bisher geführt haben, entschlossen wir uns dorthin zu gehen. Doch schon in der ersten Nacht laufen die Dinge aus dem Ruder und wir befinden uns in einem Albtraum, welcher uns zu verschlingen droht. Aus diesem gilt es nun auszubrechen. Nebenbei bekommen wir auch noch einige Geschichtsfetzen zu einer zweiten Person mit, welche später noch eine größere Rolle spielt.

Und das war es auch schon größtenteils… Wenn ich mehr dazu schreiben würde, würde ich euch direkt die Kernelemente der Story verraten, sowie das Ende. Meines Erachtens hätte in Decay – The Mare noch viel mehr Geschichte hineingehört. Schade eigentlich, so wurde viel Potenzial verschenkt…

Gameplay

Decay – The Mare ist ein Adventure. Das heißt wir bewegen uns mit der Maus fort. Durch Pfeile an den Bildschirmrändern können wir die Sicht verändern. Gegenstdecay-the-mare-Albtraumände untersuchen, aufheben, etc. geschieht per Mausklick. Die gefundenen Gegenstände können wir im Inventar, oben links das i-Symbol, untersuchen, kombinieren und verwenden. Auch für die weniger bewanderten Adventure-Spieler und Rätsel-Cracks bietet das Spiel eine Lösung, denn in der unteren rechten Ecke verbirgt sich ein ?-Symbol, mit welchem wir uns Tipps geben lassen können. Super, falls wir einmal nicht weiterwissen, denn so leuchten die Richtungspfeile auf um uns den Weg zu weisen, oder sagen uns, wenn wir uns im aktuellen Raum noch weiter umsehen müssen.

decay-the-mare-beobachterZügige und geübte Spieler sind mit rund einer halben bis maximal dreiviertel Stunde durch eine der drei Episoden durch. Für neue Spieler in diesem Genre ist eine Stunde ziemlich gut gemessen. Alles in allem bietet das Spiel zwischen 2-4 Stunden Spieldauer. Leider recht wenig. Hier hätte man mit geeigneten Story-Elementen noch einiges rausholen können.

Von den Rätseln in Decay – The Mare war ich relativ enttäuscht. Während einige zu offensichtlich zu lösen waren, musste ich einige auch einfach durch Ausprobieren lösen. Das ist wirklich ungeschickt gemacht und verdirbt schnell den Spielspaß… Wenn man von den Rätseln im Spiel mal absieht, gab es jedoch noch zwei coole Features. Das wären zum einen eine Polaroid-Kamera und eine Taschenuhr. Während man mit der Kamera Fotos der aktuellen Räume machen kann, um unsichtbare Texte zu sehen, kann man mit der Taschenuhr die Zeit manipulieren. So kann man sich Wege schaffen, etc.

Zudem gibt es noch zwei alternative End-Szenen, wobei jedoch eine davon nicht ganz so überraschend ist… Leider.

Grafik & Sounddecay-the-mare-zeit

Die Grafik im Spiel ist schön gestaltet und mit Liebe zum Detail gezeichnet worden. Es finden sich viele Gemälde in den Räumen wieder, Blutflecken an der Wand und achtlos liegengelassene Gegenstände. Man merkt, dass hier ein Großteil der Arbeit hineingeflossen ist.

decay-the-mare-raetselAuch die Soundkulisse in Decay kann überzeugen. Es kommt eine Art Gänsehaut-Gefühl auf, wenn man sich durch die dunklen, verwüsteten Räume klickt. Auch hier wurde tolle Arbeit geleistet.
Alles in allem kommt ein schönes Feeling im Spiel auf, welches uns schon einmal innehalten und staunen lässt.

Leider fehlt es hier allgemein noch ein wenig um das Spiel, wie z.B. in Steam eingeordnet, als Horror-Adventure durchgehen zu lassen. Ein Spiel ist nicht gleicschachth unter Horror einzustufen, nur weil einmal eine Gestalt am Fenster auftaucht, uns ein kopfloser Toter gegenüber steht oder eine Kreatur nach uns greift. Hier hätte man mehr auf den Grusel-Faktor setzen und mit der Psyche des Menschen spielen müssen.

Fazit

florian_m

Leider konnte mich Decay - The Mare gar nicht überzeugen. Die für mich einzig positiven Aspekte des Spiels waren das Feeling, die Grafik und der Sound. Die Geschichte hätte viel mehr ausgeschmückt werden, die Rätsel knackiger gestaltet (und auf keinen Fall willkürlich) und das Horror-Genre richtig implementiert werden. So wurde viel Potential verschenkt, was echt schade ist. Für den Kaufpreis von rund 10 Euro für ca. 3 Stunden Spielzeit kann ich das Spiel leider nicht empfehlen.

PRO
  • Grafik schön gestaltet
  • Stimmiger Sound
  • Gruseliges, unwohliges Feeling
CON
  • Geschichte kaum vorhanden
  • Spielzeit bei rund 3 Stunden zu kurz
  • Zu wenig Horror für ein Horror-Adventure
  • Rätsel willkürlich oder zu einfach
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