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Dark Spore

Obwohl Spore von vielen für seine Kreativität und Innovationen gepriesen wurde, entschlossen sich Maxis in eine andere Richtung zu gehen. Somit handelt es sich bei Darkspore nicht um eine direkte Fortsetzung sondern um einen Titel, der für sich alleine steht.

Geschichte

Ihr befindet euch auf einem unbemannten Raumschiff, welches von einer künstlichen Intelligenz namens HELIX gesteuert wird. Diese beendete soeben ihre Forschungen, womit es Zeit wird euch aus dem künstlichen Tiefschlaf zu wecken. Nun erfährt ihr den Grund für euren Aufenthalt und welche Mission euch bevorsteht. HELIX berichtet, dass eine Rasse, die Crogenitors, vor vielen Jahren durch genetische Manipulation mächtige Kreaturen zu erschufen. Xylan, einer der Wissenschaftler, entdeckte die E-DNA, durch welche noch gravierendere Einflüsse in die Evolution möglich gemacht wurden. Leider war diese E-DNA instabil und rief unkontrollierbare Mutationen hervor. Jedes Lebewesen, dass mit ihr in Kontakt kam, wurde in ein Monster verwandelt, welche als Darkspore bezeichnet wird. Auf Grund dieser Gefahr entschlossen sie sich, die Verwendung der E-DNA zu verbieten und verbannten Xylan. Unberührt von den möglichen Gefahren infizierte sich dieser selbst mit der E-DNA und mutierte zu einem mächtigen Monster, dass alle Darkspores kontrollieren konnte. Er machte es sich zum Ziel, alle Planeten zu infizieren und die Crogenitors zu vernichten. In dem darauffolgendem Krieg wurden die Crogenitors besiegt und die Darkspores verbreiteten sich in weiten Teilen des Universums. Bevor die Darkspore jedoch zu ihrem vernichtenden Schlag ausholen konnten, versandten die Crogenitors einige von ihnen in Raumschiffen, wo sie in Sicherheit ausharren konnten, bis HELIX es schaffte, die E-DNA zu stabilisieren. Nun kann die E-DNA gefahrlos verwendet werden, um eine Armee aufzubauen, mit der die Darkspores besiegt werden können.

Gameplay

Darkspore wird von Maxis als ein „sci-fi Action-RPG“ bezeichnet und lässt sich mit Spielen wie Diablo oder Torchlight vergleichen. Ihr spielt jedoch nicht direkt als Held, der sich Horden von Gegnern stellt, sondern als Kommandant, der von dem Raumschiff aus das Geschehen lenkt. Von dort aus kommandiert ihr einen Squad von 3 Kreaturen, welche als Helden bezeichnet werden. Zu jedem Zeitpunkt lässt sich nur einer der Helden steuern, den man jedoch jederzeit durch einen der anderen beiden austauschen kann. Leider kann man diese Helden nicht von Grund auf gestalten und man muss sich mit den vorgefertigten abfinden. Insgesamt gibt es von diesen 100, die man sich im Laufe des Spiels freischalten muss. Hat man eine Kreatur freigeschaltet, kann diese einem Squad hinzugefügen und in einem Editor, der dem aus Spore ähnlich ist, mit neuen Ausrüstungen ausgestattet werden.
Weiters ist noch anzumerken, dass diese Helden kein Level im traditionellen Sinn haben. Ihr Fortschritt wird durch die Ausrüstung die sie tragen definiert, welche ebenfalls ein eigenes Level hat. Dies ist auch einer der undurchsichtigsten Elemente des Spiels. Stattet man zum Beispiel einen Level 0 Helden mit einer Level 10 Waffe aus, steigt dieser auf das Level 1 oder 2. Um den gesamten Fortschritt zu messen, gibt es noch das Crogenitor Level, welches unabhängig von den Helden steigt. Dieses wird verwendet um neue Helden und Upgrades freizuschalten.

Jeder Held hat neben der Standardattacke, drei Fähigkeiten, die von Anfang an verfügbar sind. Zwei von diesen können nur durch den Helden selbst verwendet werden, während die dritte immer eingesetzt werden kann, egal welchen Helden man steuert.

Das Raumschiff in dem ihr euch befindet wird als Menü dargestellt. Hier könnt ihr euch den nächsten Planeten, zu dem ihr reisen wollt aussuchen, eure Kreaturen verwalten oder mit anderen Spielern chatten sowie Gruppen bilden. Da in diesen Bereich sehr viele Funktionen gepackt wurden ist es sehr unübersichtlich und durch die Integration der Spiele Lobby wird man hin und wieder von Gruppeneinladungen anderer Spieler gestört.

Die Levels die ihr absolvieren müsst sind Bereiche auf verschiedenen Planeten, die von den Darkspore infiziert wurden. Diese sind sehr schön und abwechslungsreich gestaltet, doch ist eure Aufgabe immer gleich: Ihr müsst von A nach B rennen und dabei alles was euch in den Weg kommt zerstören. Dies wird sehr schnell langweilig und die Ausrüstung die man finden kann motiviert nicht wirklich.

Das gesamte Spiel wirkt unausgewogen, da die zwei größten Gameplay-Elemente, die Kreaturen und die Levels, nicht wirklich zusammen passen. Während man hirnlos ein Level nach dem anderen abarbeiten kann, muss man bei der Anpassung der Kreaturen sehr viel Zeit investieren, um das meiste aus ihnen herauszuholen. Jeder Held hat sehr viele Werte, auf die man achten muss und welche gemeinsam einen schlagkräftigen Squad bilden muss auch durchdacht werden.

Grafik und Sound

Das Spiel sieht sehr gut aus und besonders die fantasiereichen sowie abwechslungsreichen Levels werden euch in Erinnerung bleiben. Die Effekte können sich auch sehen lassen, doch verdecken diese oft Teile des Geschehens.

Die Soundeffekte sind ebenfalls gut und passen zum Gesamteindruck.

Anmerkungen

DRM

Um Darkspore spielen zu können, muss ein EA-Account angelegt werden, der dauerhaft an die Seriennummer gebunden ist. Dieser darf nicht übertragen werden, wodurch ein Verkauf erschwert wird. Zudem wird eine aktive Internetverbindung benötigt, selbst wenn man alleine spielt. Bricht die Verbindung während des Spielens ab, muss man es beenden und neu starten.

Altersbeschränkung

Obwohl das Spiel von den Genies der USK ab 12 Jahren freigegeben wurde, muss man 14 Jahre alt sein, um den erforderlichen EA-Account anzulegen. Bei ihrer intensiven Suche nach Blut und Busen haben diese wahrscheinlich das Kleingedruckte auf der Rückseite der Spielverpackung übersehen.

Fazit

stefan

Für alle, die auf eine Fortsetzung des ersten Teils gewartet haben, wird Darkspore eine Enttäuschung sein. Anstatt dem Spieler die Möglichkeit zu geben eine Kreatur zu erstellen wurden massenhaft vorgefertigte erstellt. Die Anpassungen, die man an diesen durchführen kann, sind geringfügig und es ist als würde man sie nur mit einer neuen Rüstung oder Waffe ausstatten, so wie es bei ähnlichen Spielen auch ist. All ihre Fähigkeiten sind von Anfang an verfügbar und lassen sich an einer Hand abzählen. Die Levels sind zwar schön anzusehen aber unterscheiden sich vom Layout kaum voneinander. Es ist immer das selbe zu tun: Von A nach B und dort einen Endgegner besiegen.

PRO
  • Aussehen der Levels ist sehr schön gestaltet
  • abwechslungsreiche Kreaturen
CON
  • wenig Motivation
  • lineare Levels
  • hirnloses Rennen von A nach B
  • Kreaturen können nicht erschaffen werden
  • DRM (ununterbrochene Onlineverbindung wird benötigt)
  • unübersichtliches Menü
  • teilweise unnötig komplex
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