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Cityconomy

In Cityconomy übernimmst du zahlreiche Arbeiten, die in einer Stadt anfallen. Von der Müllabfuhr bis zum Abschleppdienst gibt es viele unterschiedliche Arbeitsbereiche, in denen deine Hilfe gefragt ist.

Stadt

Cityconomy-StadtDie Stadt ist in mehrere Stadteile geteilt, wobei diese nach und nach freigeschaltet werden. Diese sehen abwechslungsreich aus und können durch deren Stadtbild klar auseinander gehalten werden.

Obwohl sich auch andere Personen in der Stadt herumtreiben, wirkt diese meist wie ausgestorben. Neben Fußgängern sind auch Fahrzeuge unterwegs, zu denen besser Abstand gehalten wird, da sie sehr abrupt bremsen oder abbiegen.

In der Stadt gibt es einige wichtige Gebäude wie Tankstellen, Werkstätten, Müllverbrennungsanlagen usw., die auch gekauft werden können. Werden Tankstellen und Werkstätten erworben, kann dort kostenlos aufgetankt bzw. das Fahrzeug repariert werden. Die restlichen Gebäude bringen tägliches Einkommen.

Aufträge

Cityconomy-ZeitlimitDie Aufträge können über das Menü ausgewählt werden und müssen dann in einer bestimmten Zeit erledigt werden. Da man für die Aufgaben im Durchschnitt mehr als 20 Stunden Zeit hat, wobei es sich bei den Stunden um Echtzeit handelt, sollten nur Personen damit Probleme haben, die am Stück 20 Stunden vorm PC sitzen um einen kleinen Straßenabschnitt zu kehren, was nur einige Minuten dauern sollte. Im Spiel fällt das Zeitlimit daher nicht weiter auf und kann völlig ignoriert werden.

Ein weiteres Zeitlimit gibt es für die Annahme der verschiedenen Aufträge, die überraschend kurz sind. Es reicht schon sich im Shop nach einem neuen Fahrzeug umzusehen oder noch schnell zur Tankstelle zu fahren um einen Auftrag zu versäumen. Sollte jedoch einer ablaufen sein, ist dies kein Problem, da sofort ein Neuer erscheint mit der gleichen Tätigkeit, lediglich an einem anderen Ort.

Cityconomy-AufträgePro Tätigkeit gibt es immer nur einen Auftrag, was nur störend wird, wenn man in eine Flotte Kehrfahrzeuge investiert hat, nur um dann feststellen zu müssen, dass immer nur einer im Einsatz sein kann.

Alle Arbeiten werden mit dazupassenden Fahrzeugen erledigt, wobei nur bei der Müllabfuhr der gemütliche Platz vorm Lenkrad verlassen werden muss.

Neben den Aufträgen im Menü gibt es noch die Möglichkeit Aufgaben von Personen anzunehmen. Da es sich um ein Spiel handelt, macht es Sinn den Arbeitsalltag mit den Bitten der Bevölkerung sich um bestimmte Problemchen zu kümmern, etwas aufzulockern. Auch die Begründungen – wenn auch nicht besonders realistisch – sind eine Abwechslung vom faden Arbeitsalltag. Genau genommen unterscheiden sich diese Aufgaben nur, dass sie bei Personen angenommen werden müssen, die danach den Spieler bezahlen. Letzteres geht nicht automatisch und die Personen müssen danach erneut aufgesucht werden um das Geld einzutreiben.

Neben Geld bekommt man noch Erfahrungspunkte und die Zufriedenheit der Bevölkerung erhöht sich, die mit einem Smilie dargestellt ist.

Wer nicht alleine arbeiten möchte, kann auch mit anderen im Multiplayer spielen, der bis zu fünf Spieler unterstüzt.

Ein kritischer Blick auf das Auftragssystem macht klar, dass dies so in der Realität nicht funktionieren würde. Quer mit dem Müllwagen durch die Stadt fahren um ein paar Container zu leeren, nur um dann ans andere Ende zu fahren um dort die Nächsten abzuholen, ist nicht besonders effizient. In dem Spiel stört dies überhaupt nicht und es sollte noch in Erinnerung gerufen werden, dass es sich bei dem Spiel um keine Wirtschaftssimulation handelt, sondern die Arbeiten realistisch darstellen soll.

Fahrzeuge

Während mit dem Fahrzeug eine Arbeit durchgeführt wird, ist es in einem Arbeitsmodus, was bedeutet, dass es nur sehr langsam fahren kann. Bei einigen Fahrzeugen ist dies belanglos, da sie nur betriebsbereit sein können, wenn die Handbremse gezogen wurde. Bei anderen ist der Wechsel zwischen zum Arbeitsmodus und zurück nicht so genau festgelegt, wenn das Fahrzeug z.B. einen Kran besitzt. In diesem Fall wird in den Arbeitsmodus gewechselt, wenn der Kran um eine bestimmte Länge ausgefahren ist und wieder zurück, wenn er wieder nahe genug an die Ausgangsposition gebracht wurde. Dies klingt zwar wie eine Kleinigkeit, doch ist es angenehm, wenn der Wechsel zwischen den beiden Modi so flüssig ist.

Berufe

Cityconomy-RPGZu Beginn kann nur ein Beruf ausgeübt werden, den sich der Spieler aussuchen kann. Weitere Berufe müssen erst freigeschaltet werden. Dazu muss genug Geld sowie Smilies gesammelt werden. Zusätzlich gibt es für jeden Beruf einen Skill-Tree. Nachdem man z.B. genug Restmüll eingesammelt hat, kann man den Müllwagen für Altpapier freischalten, oder einen Perk, mit dem jeder Auftrag mehr Geld bringt. Dazu werden Erfahrungspunkte benötigt, die mit dem Erledigen von Aufträgen gesammelt werden. Zu beachten ist, dass diese für jeden Tätigkeitsbereich unterschiedlich sind. Fleißige Straßenkehrer können sich so nur einen neuen Müllwagen freischalten, wenn sie auch in diesem Bereich etwas leisten.

Gärtner

Cityconomy-GärtnerAls Gärtner müssen Grünflächen gepflegt werden, wobei diese nicht nur Rasen, sondern auch Hecken beinhalten. Das Gefährt, der „Gehölzpflege-LKW“, hat dazu einen futuristisch aussehenden beweglichen Arm, an dem ein Rasenmäher befestigt ist. Dieser kann sehr präzise bewegt werden, wodurch es eine Freude ist damit das Gras rund um Bäume zu mähen. Auch Hecken können damit gut zurecht gestutzt werden, wobei nur die obere Seite abgemäht werden muss, während der Rest weiter wuchern darf.

Klempner

Der Klempner muss sich um verstopfte Rohre des Abwassersystems und volle Senkgruben kümmern. Diese Aufgaben sind zwar nicht die Saubersten, doch zum Glück kann er alles vom Steuer seines Fahrzeuges aus machen. Vom Spieler wird nur erwartet, zu der richtigen Stelle zu fahren und dort einen Schlauch in den Abgrund fahren zu lassen.

Abschleppfahrer

Die Jagd nach Falschparkern ist wieder interaktiver. Nachdem der Abschleppwagen neben dem Auto gesichert wurde, muss Jenes mit einem Kran auf die Ladefläche gehoben werden. Wie auch die anderen Tätigkeiten funktioniert diese nicht nur sehr gut, sondern sieht – dank der gut eingebauten Physik-Engine – auch sehr gut aus. Etwas störend ist, dass beim Abladen der Fahrzeuge nicht wirklich auf diese aufgepasst werden muss und es kein Problem ist, wenn sie noch am Abschleppwagen anstoßen, nachdem sie aus einer beachtlichen Höhe fallen gelassen wurden.

Straßenkehrer

Als Straßenkehrer gilt es nicht nur die Straße sauber zu halten, sondern auch Schlaglöcher zu füllen. Beim Säubern der Straße muss entweder diese gereinigt werden oder auch verstreuter Müll eingesaugt werden. Ersteres ist nicht besonders spannend, da lediglich über den verschmutzten Straßenabschnitt gefahren werden muss. Letzteres verlangt ein Kehrfahrzeug, das mit einem riesigen Staubsauger ausgestattet ist, mit dem der Müll aufgesaugt werden muss. Besonders beweglich ist der Schlauch nicht, doch stellt dies kein Problem dar.

Müllmann

Cityconomy-MüllabfuhrDie Müllabfuhr ist die einzige Arbeit, bei der Hand angelegt werden muss. Beim Container angekommen, muss durch einen Knopfdruck auf der Seite des Wagens die Gabel nach unten gelassen werden, auf der dann der Container befestigt wird. Dieser muss vom Spieler nicht nur geholt, sondern danach auch wieder zurückgestellt werden. Neben Restmüll kann noch Plastik, Papier und Glas eingesammelt werden, wobei alle einen eigenen Wagen benötigen, wobei beim Letzten der Wagen nicht verlassen werden muss.

Arbeiter

Cityconomy-ArbeiterBei der Jobübersicht können auch Arbeiter den Aufgaben zugeteilt werden. Diese müssen nicht eingestellt werden, wodurch die mögliche Aufgabenverteilung lediglich von den vorhandenen Fahrzeugen abhängt. Solange das nötige Gefährt vorhanden ist, kann die Arbeit auf jemanden Anderen abgeschoben werden.

Die Fahrzeuge können natürlich nicht vom Spieler verwendet werden, wenn dieses einem Arbeiter übergeben wurde. Dies wurde jedoch nicht besonders gut umgesetzt, da die Fahrzeuge einfach dort stehen, wo sie abgestellt wurden. Ich erwarte mir nicht, dass sie automatisch durch die Stadt fahren, doch wäre es gut gewesen, sie während der Arbeit einfach aus der Welt zu nehmen.

Nachdem ein Arbeiter zugeteilt wurde, dauert es ziemlich lange bis dieser damit fertig ist. Abhängig von der Aufgabe sind das ca. 4 Stunden, wobei es sich hier um Echtzeit handelt. Das bedeutet, dass man selbst zahlreiche Aufträge annehmen und abschließen kann, während der Computergesteuerte noch nicht einmal einen kleinen Bruchteil erreicht hat. Im Spiel kann die Zeit zwar um einige Stunden nach vorne gestellt werden, wodurch die Arbeiten schneller erledigt werden, doch ist es nicht besonders angenehm den Tag im Zeitraffer an sich vorbeifliegen zu sehen.

Arbeiter verdienen wie auch der Spieler Geld, jedoch weder Erfahrungspunkte noch Zufriedenheit der Bevölkerung. Es ist verständlich, dass sie die Erfahrung des Protagonisten nicht erhöhen, doch warum die Bevölkerung nicht glücklich darüber ist, dass jemand anderer den Müll abholt, macht nur in einem Spiel Sinn.

Fazit

stefan

Cityconomy bietet viele verschiedenen Tätigkeiten, die der Spieler erledigen kann. Einen Zwang Bestimmtes machen zu müssen, gibt es dabei lediglich um in der Story voranzukommen und sollte einmal etwas Geld fehlen, kann auch ein Kredit bei der Bank aufgenommen werden. Für erledigte Aufgaben erhält man neben Geld noch Erfahrungspunkte und Zufriedenheit der Bevölkerung. Die Tätigkeiten sind in Gruppen aufgeteilt, die nach und nach freigeschaltet werden müssen. Um einen neuen Tätigkeitsbereich freizuschalten muss mit Geld und Zufriedenheits-Punkten bezahlt werden. Aufträge werden primär über das Menü angenommen, doch gibt es auch Personen, die in der Stadt herumstehen und Aufgaben für den Spieler haben. Am Anfang kann immer nur ein Beruf ausgeübt werden, die anderen müssen erst freigeschaltet werden. Abhängig von der Aufgabe ist entweder mehr oder weniger vom Spieler gefordert. Bei Manchen muss ein Kran bedient werden, während bei Anderen nur an der richtigen Stelle eine Taste gedrückt werden muss. Letzteres ist nicht besonders aufregend, doch in der Realität nicht viel anders. Das Bedienen von Kränen, sowie allem anderen, das sich bewegt, macht viel Spaß, da die damit verbunde Physik gut umgesetzt wurde und der Wechsel vom Arbeitsmodus sehr flüssig vonstatten geht. Die Fahrphysik ist jedoch nicht besonders gut und sollte der Spieler mit viel Schwung gegen ein Hindernis fahren, kann es sein, dass die beweglichen Teile der Fahrzeuge zu zittern beginnen und nicht mehr verwendet werden können. Zum Glück gibt es die Möglichkeit das Fahrzeug wieder zurück zu setzten. Unliebsame Aufträge können nicht nur ignoriert, sondern auch einem Arbeiter zugeschoben werden. Diese müssen nicht eingestellt werden und benötigen lediglich ein Fahrzeug, das dann vom Spieler nicht verwendet werden kann und eingefroren in der Gegend herumsteht. Neben weiteren Fahrzeugen können auch Immobilien erworben werden. Tankstellen und Werkstätten können so kostenlos verwendet werden, während die Restlichen Einkommen bringen. Die Soundeffekte sind teilweise sehr gut geworden, teilweise jedoch sehr schlecht. Der Donner während einem Gewitter klingt großartig, um nur ein Beispiel zu nennen. Die Grafik des Spiels ist größtenteils gut. Leider ist die Performance nicht so gut und das Spiel kommt gelegentlich ins Stocken. Zu erwähnen ist noch ein garstiger Bug, der bei mir immer auftritt, wenn ich von den Optionen zurück ins Hauptmenü wechseln möchte. Daraufhin wird mein Bildschirm schwarz und der Computer muss gewaltsam neu gestartet werden.

PRO
  • viel Abwechslung
  • zahlreiche Fahrzeuge
  • motivierende Skill-Trees
  • Fußgänger und Fahrzeuge lassen die Stadt nicht so leblos wirken
CON
  • für jede Tätigkeit gibt es zu einem Zeitpunkt nur einen Auftrag
  • die Arbeitszeit der computergesteuerten Arbeiter ist sehr hoch
  • auch sonst komische Entscheidungen, was Zeitlimits betrifft
  • oft ist ein Baum oder Haus im Weg, was den Blick zum Fahrzeug versperrt
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