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Vintage Story

Vintage Story ist ein Infiniminer / Minecraft - ähnliches Voxel Spiel, über das ich beim Reversed Festival gestolpert bin. Anfangs hielt ich es nur für einen weiteren Klon, der nichts anders macht, doch hat mich das Spiel so überzeugt, dass ich darüber berichten muss.

Übersicht

Werkzeuge

Vintage-Story-HausWerkzeuge aus Stein lassen sich wie gewohnt bauen, doch ist das Basteln von Werkzeugen aus Metall eine Wissenschaft für sich:

1) Aus Ton Formen machen. Eine um die Erze im Feuer zu schmelzen und eine, in der das flüssige Metall auskühlen kann.
2) Die Tonformen im Lagerfeuer brennen.
3) Erze in das Tongefäß stecken und ins Lagerfeuer legen.
4) Zum Abkühlen in die Tonform gießen.
5) Nach dem Auskühlen coole Stapel mit den Barren bauen.
6) Den Barren in die Schmiede zum Erhitzen legen.
7) Den verformbaren Barren auf den Amboss legen und mit dem Hammer bearbeiten.

Wenn der Barren bearbeitet wird, wird dieser in kleine Würfel unterteilt und der Umriss des gewünschten Gegenstands angezeigt. Dieser wird dann ausgefüllt, indem mit dem Hammer das Eisenteil bearbeitet wird. Wie das genau funktioniert ist etwas umständlich zu erklären, also werde ich das lassen.

Es sollte aber noch angemerkt werden, dass das Metallteil auskühlen kann und dann erneut in die Schmiede gelegt werden muss. Seine Form geht also nicht verloren wenn es vom Amboss genommen wird.
Weiters kann es sein, dass mehr Metall nötig ist als ein Barren hergibt. In diesen Situationen muss dann ein weiterer hinzugefügt werden.

Landwirtschaft

Vintage-Story-LandwirtschaftJedes Würfelchen Erdboden hat eine bestimmte Fruchtbarkeit, die bestimmt wie schnell etwas wächst, was nicht unterschätzt werden sollte. Nähe zu Wasser ist natürlich auch von Vorteil.

Es ist etwas schwierig die Fruchtbarkeit mit dem freien Auge zu erkennen. Je fruchtloser der Boden ist, desto dunkler ist er. Diesen Unterschied habe ich jedoch meist nur gesehen, wenn zwei Blöcke mit unterschiedlicher Fruchtbarkeit nebeneinander sind.

Landwirtschaft ist in Vintage Story sehr wichtig, da man sehr schnell verhungern kann. Selbst wenn schon für eine stabile Nahrungsquelle gesorgt wurde, ist das Unterernährungsproblem stets präsent. Da ich meine Farm etwas abseits meiner Burg angelegt habe um von dem dortigen fruchtbaren Boden Gebrauch zu machen, war es immer eine kleine Wanderung um Nachschub zu holen. Begann der Hungertod in meiner Burg und die Vorräte waren aufgebraucht, schaffte ich es gelegentlich nicht mehr rechtzeitig zum Feld um dort das Getreide zu futtern.

Abhilfe schafften hier die Büsche, die ohne Wasser und unabhängig – auf jeden Fall kam es mir so vor – von der Fruchtbarkeit des Bodens schnell und zahlreiche Beeren hervorbrachten. Diese können wie ein herkömmlicher Block mitgenommen werden und ich platzierte diese neben meinen üblichen Routen und hatte so immer etwas griffbereit.

Interaktion

Vintage-Story-harte-ArbeitVieles kann gemacht werden, ohne dass ein Menü geöffnet werden muss.

Auf einer Werkzeug-Halterung können Werkzeuge aufgehängt und wieder genommen werden ohne das Inventar zu öffnen. Dies ist besonders praktisch um den Hammer beim Amboss zu verstauen. Beim Gießen von geschmolzenem Metall in die Formen zum Abkühlen muss davor die rechte Maustaste gehalten werden.

Da dies für viele ein neues Konzept ist, wäre es hier vielleicht von Vorteil Tipps einzublenden oder anderweitig im Spiel zu integrieren. Ich wusste nämlich, dass irgendwie das Metall in die Formen kommen muss, aber dass die Maustaste dabei gehalten werden muss, habe ich nur durch Zufall bemerkt.

Für Einiges muss vorher niedergekniet werden, was zwar eine nette Idee ist, aber auch etwas Eingewöhnung braucht. Hat man bei dem Ganzen jedoch erstmal den Dreh heraus, ist es sehr angenehm mit allem Möglichen zu hantieren ohne dass lästige Menüs den Spielfluss stören.

Grafik

Vintage-Story-LandschaftVintage Story ist ein unglaublich schönes Spiel. Die Texturen sind sehr gut geworden und besonders gut haben mir die Hühner gefallen, die es mit unterschiedlichem Gefieder gibt.

Gespielte Version: v1.3.8


Eindruck

stefan

Ich würde Vintage Story nicht als schwer bezeichnen, sondern eher als aufwendig. Vom Beschaffen von Nahrung, Abbau von Rohstoffen und Schmieden von Werkzeugen ist alles harte Arbeit und auch nachdem bereits viel erarbeitet wurde, wird es nicht merklich einfacher. Wurden erst einmal ein paar Felder angelegt, ist es zwar einfacher an Essen zu kommen, doch ist der Ertrag so schnell wieder verspeist, dass immer wieder etwas angebaut werden muss. Selbst mit einer Spitzhacke aus Metall ist der Abbau von Erzen mühsam und ich habe auch zum ersten Mal aus einer Höhle wieder die Fackeln eingesammelt, damit ich keine Neuen machen muss. Persönlich gefällt mir das sehr gut und so ist auch sichergestellt, dass das Spiel nicht schnell langweilig wird. Spiele, die meist als Voxel-Sandbox - oder so ähnlich - bezeichnet werden, gibt es zum Sand am Meer. Meist wird jedoch nur das Grundkonzept neu implementiert und danach scheint den Entwicklern die Puste auszugehen (Spiele wie "7 Days to Die" sehe ich als zu weit vom Grundkonzept entfernt und schließe ich daher aus). Hier springen dann oft Modder ein und erweitern das Spiel oft stark. Das Resultat ist jedoch meist inkonsistent, Mods passen nicht zusammen und das Ganze wirkt einfach nicht mehr einheitlich. Vintage Story scheint auf dem richtigen Weg zu sein endlich etwas Besseres aus dem Konzept zu machen. Es fehlt zwar noch sehr viel, doch das, was schon drinnen ist, ist überraschend gut durchdacht und macht jetzt schon sehr viel Spaß.

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