Escape Hunt Vienna: Der Dritte Mann

Das Franchise Escape Hunt stammt aus Bangkok, wo die Firma 2013 den ersten Raum erstellte. Am 8. April diesen Jahres hat die erste Zweigstelle in Österreich mit drei unterschiedlichen Räumen eröffnet.

Übersicht

Franchise

Bei Escape Hunt handelt es sich um ein Franchise. Deshalb werden die Räume zuerst vom Hauptsitz abgesegnet, wobei darauf geachtet wird, dass es einen Bezug zum jeweiligen Land gibt. Geplant ist außerdem, dass sich die Räume alle eineinhalb Jahre komplett ändern. Inzwischen gibt es (bzw. sind in Arbeit) 48 Niederlassungen in Bahrain, Indien, Indonesien, Japan, Kuwait, Philippinen, Qatar, Saudi-Arabien, Singapur, Thailand, Türkei, Vereinigte Emirate, Südafrika, Australien, USA, Argentinien und Mexiko. In Europa kann man in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Portugal und Spanien rätseln. Im deutschsprachigen Bereich gibt es neben Wien noch Berlin und Bielefeld.

Handlung

Bei Escape Hunt Vienna können drei unterschiedliche Geschichten bzw. Räume gespielt werden die voneinander unabhängig sind.

escape-hunt-vienna-kiste„Der Dritte Mann“ ist am besten für Neulinge geeignet. Angelehnt an das gleichnamige Buch bzw. Film kommt man gerade aus New York um seinen alten Freund Leon in Wien zu treffen. Doch man erfährt, dass dieser vor kurzem vor seiner Lieblingsbäckerei überfahren wurde. Die Polizei gibt den Spielern nun 60 Minuten Zeit den Tatort zu untersuchen um herauszufinden, was wirklich passiert ist.

Bei „Panik im Prater“ wacht man eingesperrt mit Kopfweh in einem Hotelzimmer auf. Da in einer Stunde die eigene Hochzeit beginnt, muss man so schnell wie möglich herausfinden, was letzte Nacht passiert ist um aus dem Zimmer zu kommen. Aufgrund der Handlung dürfen nur Teilnehmer, die älter als 16 Jahre sind, mitmachen.

„Mozarts Mysterium“ befasst sich mit den Gerüchten rund um Mozarts Nachkommen. Es gilt herauszufinden, ob Franz Xaver wirklich der Sohn von Wolfgang Amadeus Mozart ist.

Ablauf

escape-hunt-vienna-loungeVor der Tür wurden wir von einem als Sherlock Holmes verkleideten Mitarbeiter begrüßt und müssen unsere Habseligkeiten in einem Spind einsperren. Danach kann man es sich auf Sofas im Stil der 40er Jahre bequem machen. Nachdem kurz der Spielablauf erklärt wurde, wird jede Gruppe, die aus 2 bis 5 Spielern besteht, in den Raum geführt. Da jedes Kapitel in zwei (bzw. Mozarts Mysterium in drei) Räumen angeboten wird, besteht so die Möglichkeit gegeneinander anzutreten.

Raum

Im Raum selbst wird noch das Wandtelefon erklärt, mit dem man um Hilfe bitten kann oder auch angerufen wird. Der Mitarbeiter erklärt dann noch, dass alle Dinge im weißen Tapetenbereich oben an der Decke nicht zum Spiel gehören. Dann startet er den Countdown, der auf einen Bildschirm über der Eingangstür angezeigt wird, die mit einem versperrten Buzzer wieder geöffnet werden kann, was das Ende des Spiels darstellt.

An der Tür befindet sich noch ein Whiteboard mit Stift und Schwamm, auf dem Notizen gemacht werden können. Alle Texte, auf die man im Laufe des Spiels stößt, haben auf der Rückseite eine englische Übersetzung, sodass auch fremdsprachige Gruppen keine Probleme haben sollten.

Ungefähr 80% schaffen es alle Rätsel in der Zeit zu lösen. Alle anderen können nach Ablauf der Zeit nach der Lösung fragen. Im Anschluss gibt es dann ein gemütliches Teetrinken in der mit Liebe zum Detail ausgestatteten Lounge und Erinnerungsfotos in stilechter Ausrüstung.

Eindruck

escape-hunt-vienna-fotoGleich beim Betreten des hell erleuchteten Raumes verströmt ein angenehmer Keksduft, was kein Wunder ist, schließlich befindet man sich in einer Bäckerei.

Da anfangs viele der Rätsel darauf basieren, dass eine Zahlenkombination eingegeben werden muss, kann es anfangs etwas unübersichtlich werden, da man diese an jedem Schloss ausprobieren muss. Dies kann mit der Zeit sehr lästig werden, doch wird es im späteren Verlauf etwas abwechslungsreicher.

Bis auf wenige Dinge wie Kameras, Klimaanlage usw. darf alles angegriffen werden, was das Eintauchen in die Welt des Spiels erleichtert, doch hat dies auch seine Schattenseite. Festgeklebte Gegenstande lösten sich teilweise ab und die Spuren der Heißkleberpistole waren auch deutlich sichtbar. Weiters gab es einen Kerzenständer, dessen Kerzen auch schon bessere Zeiten erlebt haben.

Über das Telefon bekamen wir hilfreiche Tipps, doch da die Mitarbeiter das Treiben nur über Kameras beobachten und die Unterhaltungen nicht hören läutete es gelegentlich während man kurz vor der Lösung eines Problems steht. Weiters verfügt das Telefon über keinen Lautsprecher und es bekommt immer nur die Person am Hörer mit welche Tipps gegeben werden und muss diese der Gruppe danach noch mitteilen.

Im Eifer des Gefechts blickt man viel zu selten auf den Countdown, weswegen ein akustisches Signal hin und wieder nicht schlecht wäre.

Das Spiel wird für Gruppen von drei bis vier Personen empfohlen, weil es teilweise sehr eng werden kann und man sich sonst mehr im Weg steht. An manchen Aufgaben kann nur ein Spieler arbeiten, während die Anderen zuschauen müssen und kluge Sprüche abgeben können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nicht nur der Raum, sondern auch der Eingangsbereich sehr schön gestaltet ist. Zu Beginn basieren einige Rätsel auf Schlösser mit Zahlenkombinationen was meinem Kollegen nicht so gut gefallen hat, doch wird es später um einiges interessanter.

Am 22. Oktober findet der Tag der offenen Tür statt. Hier können alle Räume kostenlos ausprobiert werden, aber in verkürzter Zeit. Nähere Infos zum Ablauf wird es auf der Facebook-Seite geben. Gelegentlich sind die Veranstalter in Einkaufszentren mit ihrer Brainbox anzutreffen. Dies ist eine Art Escape-Room in Kleinformat und wer diese lösen kann, bekommt einen Gutschein.

Anmeldung: Die Anmeldung ist im Internet möglich
Öffnungszeiten: täglich von 10:00-22:00
Preis: abhängig von der Gruppengröße. Je größer die Gruppe desto günstiger. Pro Person zwischen 22 und 35€.
Ort: Landstraßer Hauptstraße 101, Bürozentrum 1 / Top 2B (neben dem Einkaufszentrum Galleria).

Veröffentlicht unter Escape Room, Special

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